Alblandschaften - Klaus Herzer im Dialog mit HAP Grieshaber

 

Die Schwäbische Alb – Inspiration für beide Künstler, aber in sehr unterschiedlichen Wahrnehmungen, ergibt einen überraschenden Spannungsbogen künstlerisch, wie auch von der Technik des Holzschnitts her.

Wir hatten geplant, die Ausstellung bis Dezember zu zeigen, aber aufgrund des starken Publikumsinteresse, planen wir, die Ausstellung bis einschließlich März 2023 zu verlängern.

Die voraussichtlichen Ă–ffnungstage sind

Sonntag 8. Januar 2023

Sonntag 5. Februar 2023

Sonntag 5. März 2023 - Finissage und 10 Jahre Förderverein Eninger Kunstwege e.V.

 

Die nächste Öffnung ist am Sonntag 4. Dezember 2022 von 14 – 17 Uhr geplant.

Übrigens: Der Förderverein hat einen Monitor angeschafft, sodaß je einen Film über Klaus Herzer und HAP Grieshaber auf der Empore, als Ergänzung zur Ausstellung, angeschaut werden kann. Dieses Angebot wurde gerne von den Besuchern angenommen.

Ausserdem liegt der wunderbare Bildband des Fotografen Swiridoff ĂĽber HAP Grieshaber dort aus.

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QR Codes für HAP Grieshaber Fans und Eninger Spaziergänger

Rundgang mit den Machern am vergangenen Dienstag bei schönstem Herbstwetter

Zur Einweihung des HAP Grieshaber Weges im September wurden die neuen QR Codes an den Tafeln des Rundgangs installiert. Wer also auf dem Weg spaziert, kann nun auch über das Gehör mehr zum Künstler und seinen Werken erfahren. Hinterlegt sind Audios mit Text und Musik zur jeweiligen Replik. Tiefsinnig, eloquent und unterhaltsam kann man sich nun auf einem Spaziergang gemütlich per Handy berieseln lassen.

Doch was so kurz, knackig und einfach ins Gehör gehen soll, erforderte von den Akteuren viel Können und Arbeitskraft. Monatelang und mit viel Ausdauer bemühte sich Christoph Dohse, etablierter Texter und grandioser Grieshaber Kenner aus Reutlingen, um kurze Texte mit viel Inhalt. Es ist eine Kunst, so Dohse, die richtigen und wichtigen Inhalte so zu verpacken, dass der Hörer jene gut aufnehmen kann. Wer sich mit der Materie bei einer solchen Aufgabe nicht auskennt, ist dabei maßlos überfordert. Umso erfreulicher ist es, dass der Förderverein Eninger Kunstwege durch Peter Hespeler mit Christoph Dohse in Kontakt treten konnte und jener sich der Sache annahm. Beim Rundgang mit den Sprechern vergangenen Dienstag bewies er einmal mehr, wie gut er sich mit Grieshaber aber auch mit dem Drucken als solches, auskennt und sich dadurch in die Künstlerpersönlichkeit einfühlen kann. Die Sprecher der Texte, die allesamt gekommen waren, um sich das Endergebnis anzuhören, waren begeistert und lauschten, neben ihren eingesprochenen Stimmen, auch den Ausführungen von Christoph Dohse. „Endlich sehen wir über was wir gesprochen haben“, so Sybille Schwarz eine Mitstreiterin im Tonstudio.

Aber auch die Sprecher hatten keine leichte Aufgabe. Ohne sich richtig gut mit Grieshaber auszukennen, widmeten Sie sich im April im Tonstudio den Texten von Christoph Dohse. Schnell musste es gehen und es war professionelles Arbeiten gefragt. Für die alten Hasen, Sybille Schwarz und Klaus Tross war dies kein Hexenwerk und auch die Sprecher Monika Hunze und Volker Schubert, die noch nicht so lange im Geschäft sind, überzeugten den Fachmann an der Technik. Johannes Hagmann vom Reutlinger Tonstudio betreute die Aufnahmen mit seinem Knowhow in den Räumlichkeiten im Arbachtal, wo sich ein weiterer Gast einfand. Sophia 14 Jahre alt, war für die Kindertexte zuständig, die es an den Repliken auf der Eiferthöhe „Köngin Achalm“ und oben am Grieshaber Weg „Stopp dem Walfang“ zu hören gibt. Sophia und auch Lisa, Praktikantin auf dem Kulturamt schrieben ganz unbedarft einen Text aus Kinderaugen für Kinderohren und Sophia sprach jene im Studio ein. Es sollen weitere Texte von und für Kinder entstehen. Es lohnt sich folglich auch, sich als Familie auf den Weg zu machen, den Eninger Künstler HAP Grieshaber zu ergründen. Für müde Beine gibt es genügend Bänke und Plätze zum Picknick machen und für Naturliebhaber wunderschöne Ausblicke zum Albtrauf.

Und so geht’s: Mit einem QR Code Scanner am Mobiltelefon den Code scannen. Der Code führt Sie auf die Eninger Homepage, auf welcher zunächst einmalig die Cookies Abfrage gestellt wird. Danach gilt es nur noch den Play Button zu drücken und schon erklingt die Stimme einer unserer Sprecher, der Sie auf eine Reise in die griechische Mythologie, zu Liebespaaren, zum Feuervogel und anderem Getier, zu politischen Statements und in die Welt eines Künstlers entführt, der nebenbei auch Poet, Lehrer und Naturliebhaber war.

Wir wĂĽnschen viel Freude und danken dem Verfasser Christoph Dohse, den Sprechern und dem Tonstudio.


Pressemitteilung vom 22.10.2022

Ein Abendspaziergang besonderer Art

Dämmerung lag über der Achalm, als sich vergangenen Freitag 20 Besucher aus Eningen und Umgebung an der HAP-Grieshaber-Halle trafen, um mit Hermann Walz zum ersten abendlichen Spaziergang auf dem HAP – Grieshaber-Weg aufzubrechen.

Die Musikgruppe „Hans und Harry“ ( Akkordeon und Gitarre) begrüßten musikalisch mit einfühlsamen Klängen. Nach der Einführung zum griechischen/schwäbischen Hirtengott „Pan“ dem lebenslangen Logo von HAP Grieshaber, zitierte er ein Grußwort von Bürgermeister Maier (1958) anlässlich der Einweihung der Festhalle: „ Der Mensch von heute und vielleicht auch der von morgen braucht nicht nur eine Stätte zur Körperpflege, sondern auch eine solche zur Pflege der Musen“. Wie recht er mit seiner Voraussage hatte.

Die zweite Station „Der Wagen“ von 1938 aus der Serie „Hungerwinter“ sprach für sich. Ein Brief des Präsidenten der Reichskammer der bildenden Künste vom 8.2.1937 zeigte auf, wie unbeliebt Grieshaber sich gemacht hatte. Ihm wurde der Ausschluss angedroht.

Am „blauroten Paar“ wurde die Gruppe, bei einem stimmungsvollen Sonnenuntergang, wieder mit Musik empfangen.

Die Arbeit von 1950 zeigt eine vielfältige Farbigkeit und kräftige Ausstrahlung. Ein Mann, der zwei weibliche Wesen überragt, ist zu erkennen.

Auch das „blaue Paar“ von 1963 beschäftigt sich mit der Liebe – diesmal im Frühling. Besonders fallen die Blüten auf, die mit Stanzformen in die Druckstöcke eingelassen sind.

Der „Feuervogel“ von 1961 wurde wiederum von Musik untermalt mit Blick auf Reutlingen und die Alb Berge in der Dunkelheit. Mit Taschenlampen wurde auch diese Replik in Details beleuchtet – es entstanden dadurch besondere Details.

Es ging aufwärts in völliger Dunkelheit zur Glasreplik „Poseidon“1959 und dann vorbei am verlassenen Grieshaber Haus zum Mahnruf „Drucken ist ein Abenteuer“ von 1978.

Von weitem leuchtete die Tafel „engel der geschichte“, ein Druck aus den 24 Ausgaben einer Zeitschrift, die Grieshaber zusammen mit Künstlern und Schriftstellern zu Themen und Ungerechtigkeiten seiner Zeit herausgegeben hatte. Besonders beeindruckend, dass der Missbrauch des Walfangs nach wie vor aktuell ist.

Der Malbrief „Arche Achalm“ bildete vor dem Umriss der Achalm eine besondere Stimmung. Danach wurden die Besucher wieder mit Musik bei den „Epheben“ auf der Schillerhöhe begrüßt.

Nach Erläuterungen zu diesen Männerfiguren im Hain bedankte sich Hermann Walz bei den Besuchern und vor allem bei den Musikern, die herzlichen Beifall erhielten.

Der Gang durch den Hörnle Park mit Spätwerken des Künstlers rundete den Spaziergang nach zwei Stunden an der Grieshaber Halle ab.

Alle Besucher waren sehr angetan von der Idee eines nächtlichen Rundgangs, garniert mit kleinen Geschichten und Begebenheiten rund um den Künstler, und ermunterten, dies im kommenden Jahr wieder anzubieten.

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K&S-Pfad begeistert mit der Taschenlampe 

Am vergangenen Samstag trafen sich mehr als 10 Personen in der Dunkelheit vor  dem Rathaus in Eningen unter Achalm. Es war trocken, der Mond schien fast voll 
vom schwarzen Himmel. Alle Teilnehmenden hatten Taschenlampen dabei um  gemeinsam auf Entdeckungsreise des Kunst-und Sinnespfads zu gehen. Gleich am  Eninger Krämer von Raach-Döttinger konnte MarEl Schaefer als Initiatorin den  Menschen ein StĂĽck Lokalgeschichte vermitteln. Die vorhandene Bodenbeleuchtung  verdeckte sie im Anschluss in unterschiedlicher Weise. Dadurch konnte sie mit  erklärenden Worten, die veränderte Wahrnehmung durch Licht  zeigen. 

Am Calner Platz verdeutliche Frau Schaefer, welche Bedeutung der Nordstein von  Friedrich Palmer hat. Der Nordstern steht am Himmel immer an der gleichen Stelle.  Er zeigt stets nach Norden und war fĂĽr die Krämer als Orientierung absolut 
notwendig. Selbst heute mĂĽssen Seeleute, Abenteuer-Reisende ihn am Himmel  finden können. Der Nordstein hilft dabei diesen Orientirungspunkt zu finden. Leider  konnte die Gruppe ihn nur kurz entdecken, weil sich eine Wolke davor schob. 

Im KrĂĽger Park gab MarEl Schaefer eine knappe EinfĂĽhrung in die Skulpturen. Die  Anwesenden wurden gebeten in kleinen Gruppen die Kunstwerke mit Hilfe der 
Taschenlampen unterschiedlich zu beleuchten und dadurch neu zu entdecken. Eine  spannende Zeit des Probierens folgte. Am Ende zeigten sich die Gruppen  gegenseitig die besonderen Entdeckungen. GroĂźe Begeisterung fĂĽr die Idee und die  neuen gemachten Erfahrungen stellte die Gruppe als Dank in den Vordergrund.  

Bevor alle wieder auseinander gingen, lieĂź Schaefer Teilnehmer die spannende  Erfahrung der Installation „ GegenĂśber in ReSonanz“ von Jenny Winter-Stojanovic  machen. Am nächsten Tag wurde diese der Gemeinde ĂĽbergeben, Siehe Artikel 
dazu. Die Arbeit ist ein weiterer Baustein fĂĽr den Kunst-und Sinnespfad.   

Der Verein dankt allen Spendern. 

 


 

Förderverein Eninger Kunstwege

Pressemitteilung vom 5.9.22

Einweihung HAP-Grieshaber-Weg

Bei herrlichem Sommerwetter versammelten sich über 80 Gäste in der HAP Grieshaber Halle, um die Übergabe des HAP Grieshaber Wegs an die Gemeinde Eningen mitzuerleben.

Die musikalische BegrĂĽĂźung und Begleitung hatten Dorothea TĂĽbinger am Saxophon und Joni Tauscher an der Gitarre ĂĽbernommen

Vorsitzender Hermann Walz begrüßte Cindy Holmberg MdL, Cliff Werz den stellvertretenden Bürgermeister und die anwesenden Gemeinderäte.

Die Vorstandsmitglieder des Fördervereins sowie Gäste aus Nah und Fern hieß er willkommen.

Er begann mit einem Zitat von Franz von Assisi:

„Tue zuerst das Notwendige, dann das Mögliche und plötzlich schaffst Du das Unmögliche“

So könne man die Entwicklung des Fördervereins beschreiben.

Der im Jahr 2013 gegründete Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kunst und Kultur zu fördern. Anlass war der bereits bestehende Kunst- und Sinnespfad, für den eine Vereinsform notwendig war. Das Schaffen eines HAP Grieshaber Rundwegs wurde unter anderem als Ziel in die Satzung aufgenommen. Naheliegend, da Grieshaber hier lebte, arbeitete und auf dem Friedhof seine letzte Ruhestätte gefunden hat.

Dank dem Elan der Mitglieder des jungen Vereins und der Kreativität der Vorstandsmitglieder wurde mit der Planung eines Wegs begonnen, der oberhalb von Eningen verlief und den Schwerpunkt der Werke von Grieshaber mit dem Thema Kunst am Bau  hatte.

Auch begannen die Ausstellungen in der Grieshaber Halle, zunächst mit örtlichen und regionalen Künstlern und dann wurde das obere Foyer zum Raum für Ausstellungen mit Werken von HAP Grieshaber.

Als erste Station auf dem geplanten HAP Grieshaber Weg wurde im Jahr 2015 auf der Schillerhöhe die Gruppe der Epheben übergeben.

Die von Beate Göbel vorgeschlagenen Glasarbeiten des Engels auf dem Kreuzbuckel und des Poseidon unterhalb des Grieshaber Anwesens wurden zu einer Herausforderung für den Vorstand und es dauerte bis wir eine geeignete Firma fanden, nämlich die Pixelgurus in Ostfildern, die in der Lage war, diese anspruchsvolle Arbeit herzustellen. So war es naheliegend, dass die später folgenden Stationen auch von den Pixelgurus hergestellt wurden.

Nicht weniger schwierig war es, für die beiden Glasarbeiten geeignete Fotos aufzunehmen, was Dieter Hank und Ursula Schäfer von der Fotogruppe der Naturfreunde übernommen hatten.

Die Ăśbergabe dieser Repliken fand dann endlich im Jahr 2019 statt.

Nun reiften die Erkenntnisse weiter und es wurde eine veränderte Route, wie sie heute steht, entwickelt mit dem Ziel, die Schaffensperioden des Künstlers anhand von Beispielen dazustellen und am ehemaligen Wohnsitz von Grieshaber vorbeizuführen. Auch wurde an eine Verlängerung Richtung Achalm Hotel gedacht, die irgendwann entstehen kann.

Dabei war es neben dem Kunstgenuss und der Information wichtig, die Schönheiten unserer Landschaft am Albtrauf und am Eingang des Biosphärengebiets Schwäbische Alb zu vermitteln.

So entwickelte sich der Weg dank der Gemeinde und zahlreicher Sponsoren und Spendern mit zunehmender Zustimmung der Gemeinderäte und der Eninger.

Besonderen Dank sprach er den Wegbegleitern und Beratern Hermann Pfeiffer und Dr. Kurt Femppel aus. Nicht zu vergessen Peter Hespeler, Dr. Gottschlich, Martina Köser-Rudolph und Christoph Dohse.

Er dankte auch  Ramona Mathes und Eva Mettenberger  die rĂĽhrigen und ideenreichen Mitarbeiterinnen vom Kulturamt der Gemeinde .

Viele Diskussionen und Gespräche waren notwendig über Motive, Größe der Tafeln und

Was ist so besonders an diesem universellen KĂĽnstler HAP Grieshaber?

Ein kritischer Wegbegleiter seiner Zeit mit klaren Aussagen zu Mängeln und Fehlern in der Gesellschaft.

Der Text des Plakats mit der koreanischen Mutter von 1950 ist für ihn bis heute eine klare und eindeutige Botschaft „Friede allen Müttern! Keine Bomben auf ihre Kinder!

Das Herz der Mütter ruft allen Männern der Welt zu:

Löst endlich einmal auf friedliche, demokratische Weise die wirtschaftlichen Probleme!

Habt Achtung vor der fruchtbaren Erde! Zeigt Euch als Menschen!

Glaubt nicht, dass Ihr mit eurem Unrecht je einmal den Frieden bringt.

Unterzeichnet: Komitee der Kämpfer für den Frieden Ortsausschuss Reutlingen“

Deutlicher kann man es nicht ausdrücken …………………..

Konsequent nahm er die politischen, sozialen und gesellschaftlichen Themen in seinen Blättern „Engel der Geschichte“ auf.

„Rettet die Wacholderalb“ war eine dieser Ausgaben überschrieben, in der für Naturschutz und Erhalt der Besonderheiten der Schwäbischen Alb geworben wurde. In diesem Sinne ist er einer der Urväter unseres schönen Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Für Hermann Walz ist er bis heute mit seinem künstlerischen Können eine Persönlichkeit, die sich gegen das Unrecht, für den Erhalt unserer Welt und die Liebe unter den Menschen einsetzte.

Diese Gedanken weiterzugeben, ist unter anderem die Aufgabe des geschaffenen Kunstwegs.

Er erwähnte die zweite Ehefrau des Künstlers Riccarda Gregor – Grieshaber, die ihre Künstlerkarriere für ihn aufgab, ihm den Rücken frei hielt, das primitive Leben im Haus auf sich nahm, den Garten zu einem Paradies verwandelte, sich um die Tiermenagerie und natürlich auch um die Erziehung der Töchter kümmerte. Dass sie noch Zeit fand, sich schriftstellerisch zu betätigen, ist zu bewundern.

Sein Dank ging auch an Tochter Ricca, die den Förderverein begleitet und immer wieder ermuntert, sich für ihren Vater einzusetzen.

Es sei gut und wichtig in Eningen leben zu können, um das Miteinander zu pflegen – gerade auch deshalb, um den zahlreichen Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden.

Der Förderverein wird als Pate weiterhin helfen, dass die Stationen erhalten werden und die Besucher bewusst die Botschaft des Künstlers aufnehmen können.

Mit Freude und Dankbarkeit ĂĽbergab er den Weg in die Obhut der Gemeinde Eningen und seiner BĂĽrger und ĂĽberreichte Cliff Werz symbolisch das Wegzeichen des schwarzen Pan auf rotem Grund.

In seiner Dankesrede betonte der Stellvertretende Bürgermeister, wie wichtig und sinnvoll dieser Weg sei, wobei er nicht verschwieg, dass er am Anfang der Initiative skeptisch war. Die Reihe der Künstler wie Paul Jauch, Gudrun Krüger, Eduard Raach-Döttinger bestätige, dass Eningen mit seiner Landschaft am Albtrauf ein guter Platz sei.

Der weltweite Bekanntheitsgrad von HAP Grieshaber sei auch eine Aufgabe fĂĽr Eningen, das Andenken zu pflegen.

Im Anschluss gab es Geschenke für die Aktiven des Fördervereins.

Nach musikalischen jazzigen MusikstĂĽcken, begann der Rundgang unter FĂĽhrung von Kulturwissenschaftlerin Andrea Bachmann aus TĂĽbingen mit Zitaten und literarischen Erinnerungen an HAP Grieshaber.

Auf der Schillerhöhe erwartete die Gruppe eine Erfrischung für die Gäste. Damit klang der Tag harmonisch aus.

hw


Pressemitteilung vom 27.8.2022

Der HAP-Grieshaber– Weg ist vollendet

Am Sonntag 4. September findet die offizielle Übergabe des vom Förderverein Eninger Kunstwege e.V. gestalteten und verwirklichten Kunstwegs an die Gemeinde Eningen und interessierte Besucher statt.

Beginn ist um 14 Uhr im Foyer der HAP Grieshaber Halle mit kurzen Reden.

Um 14.30 Uhr wird die Kulturwissenschaftlerin Andrea Bachmann eine literarische FĂĽhrung auf dem Weg anbieten, die Einblicke in das Tun und Lassen des KĂĽnstlers bietet.

Auf der Schillerhöhe wird gegen 15.45 Uhr die Gemeinde zu einem Umtrunk einladen ( bei schlechtem Wetter im Foyer der HAP Grieshaber Halle.)

Gleichzeitig ist von 14 bis 17 Uhr die Ausstellung im oberen Foyer „Klaus Herzer im Dialog mit HAP Grieshaber“ geöffnet.

Es war das Streben des Fördervereins, den HAP Grieshaber Weg in diesem Jahr nach 8 jähriger Vorbereitung zum Abschluss zu bringen, um ihn in Gänze den Besuchern präsentieren zu können.

Hintergrund war dabei, den Besuchern nach den improvisierten Werbeflyern und Wegbeschreibungen nun endlich die neuen Flyer  und eine BroschĂĽre mit genauem Wegeverlauf und Beschreibung, QR Codes und den Streifzug durch Grieshabers Gesamtwerk bieten zu können.

Vor allem in der kunstarmen Zeit, bedingt durch die Pandemie, waren die Besucher sehr glücklich Kunst in der Natur erleben zu können. Die Nachfrage war und ist sehr groß.

Es dauert circa 1,5 Stunden, um den Weg abzulaufen und er lässt sowohl Kunstliebhaber in die Welt des Holzschneidens eintauchen, wie er auch Wanderfreunden einen schönen Blick über die umliegende Naturlandschaft der Achalm und des Albtraufs präsentiert.

Die Liebe zur Kunst und zur Natur und das Können, dies künstlerisch zum Ausdruck zu bringen, gespickt mit leidenschaftlichem Enthusiasmus für politische Themen - dies vereinte Grieshaber. Und es machte seine Kunst ausdrucksstark und weltbekannt.

Das Erleben seiner Kunst in der Natur, macht die Kunst und den KĂĽnstler fĂĽr Besucher nahbar und greifbar.

Vielen Dank im Namen des Fördervereins und auch der Gemeinde Eningen und an die Spender und Sponsoren für die Unterstützung zur Verwirklichung des Projekts.

hw


Alblandschaften - Klaus Herzer im Dialog mit HAP Grieshaber

Die Ă–ffnung der Kunstausstellung im oberen Foyer der HAP Grieshaber Halle verzeichnete mit zahlreichen Besuchern eine gute Resonanz.

Am Öffnungstag Juli war der 90 jährige, vital wirkende Künstler Klaus Herzer persönlich anwesend und führte beeindruckend die Besucher über beinahe zwei Stunden durch die Ausstellung, um seinen Werdegang, seine Philosophie und seine ausgestellten Werke zu erläutern, sowie das Wirken HAP Grieshabers zu würdigen.

Mit Eningen verbindet ihn eines seiner Meisterwerke, nämlich die große Trilogie im evangelischen Andreas Gemeindehaus, die ein Beispiel seines abstrakten Schaffens darstellt.

Die Schwäbische Alb – Inspiration für beide Künstler, aber in sehr unterschiedlichen Wahrnehmungen, ergibt einen überraschenden Spannungsbogen. Während Grieshaber von der Achalm aus seine Holzschnitte expressionistisch und vielfach farbig entstehen ließ, stellt Herzer in seinen Holzschnitte Alblandschaften dar, die harmonisch auf den Beschauer wirken und durch die farbliche Zurückhaltung beeindrucken.

Dies rĂĽhrt auch daher, daĂź er sich nicht nur Holzschneider, sondern vor allem Holzdrucker nennt. Seine von ihm entwickelten Drucktechniken sind vielfach lasierend und lassen die Struktur der Druckplatte zur Geltung kommen.

Die Besucher dankten ihm mit herzlichem Applaus.

Seit kurzem sind Filme über die beiden Künstler auf einem vom Förderverein angeschafften Monitor auf der Empore zu sehen.

Die nächste Öffnung ist am Sonntag 7. August 2022 von 14 – 17 Uhr.

Die Ausstellung ist bis Dezember 2022 geöffnet.

hw

 


Alblandschaften - Klaus Herzer im Dialog mit HAP Grieshaber

Die ersten Ă–ffnungstage der Kunstausstellung im oberen Foyer der HAP Grieshaber Halle verzeichnete  mit zahlreichen Besuchern einen guten Auftakt der bis Dezember geöffneten Ausstellung..

Bei der nächsten Öffnung am Sonntag 3. Juli wird der Künstler Klaus Herzer ab 15 Uhr anwesend sein, um Gespräche mit den Besuchern zu führen.

Die Schwäbische Alb – Inspiration für beide Künstler, aber in sehr unterschiedlichen Wahrnehmungen, ergibt einen überraschenden Spannungsbogen.

Die nächste Öffnung ist am Sonntag 3. Juli 2022 von 14 – 17 Uhr geplant.

Wir haben einen Monitor angeschafft, sodaß Sie sich je einen Film über Klaus Herzer und HAP Grieshaber auf der Empore, als Ergänzung zur Ausstellung, anschauen können. Ausserdem liegt der wunderbare Bildband des Fotografen Swiridoff über HAP Grieshaber dort aus.


Kunstwerke auf Briefkarten

Der Förderverein hat Briefkarten (Doppelkarten) mit Aufnahmen von Kunstwerken auf dem Kunst- und Sinnespafad herausgebracht.

-        Gudrun KrĂĽger – Gordona

-        Susanne Immer – Zeit entdecken in zwei Versionen

-        Jochen Warth – Ohne Titel

 

Die Briefkarten von HAP Grieshaber werden zu denselben Konditionen angeboten:

-        â€śBlaurotes Paar” 

-        “Feuervogel”

Die Briefkarten werden incl. Kuvert in der Buchhandlung Litera in der EugenstraĂźe

um 2,50 € pro Stück verkauft.

Der Förderverein wird den Nettoerlös für Aktionen und Beschaffungen auf dem Kunst- und Sinnespfad bzw. dem HAP Grieshaber Weg verwenden.

Alle Briefkarten werden auch während der monatlichen Ausstellungen im oberen Foyer der HAP Grieshaber Halle zum Kauf angeboten.

hw


Pressemitteilung vom 6.4.2022

Erfolgreicher Auftakt

Der erste Ă–ffnungstag der Kunstausstellung im oberen Foyer der HAP Grieshaber Halle mit dem Titel

„ Alblandschaften - Klaus Herzer und HAP Grieshaber im Dialog“

verzeichnete  mit ĂĽber 70 Besuchern einen guten Auftakt der bis Dezember geöffneten Ausstellung.

Gleichzeitig bot der Kunstmarkt im Foyer mit Holzschnitten, Kunstdrucken und Kunstbüchern eine Vielfalt, die gerne genutzt wurde. Der Erlös kommt der Arbeit des Fördervereins zugute.

Die Schwäbische Alb – Inspiration für beide Künstler, aber in sehr unterschiedlichen Wahrnehmungen, ergab einen überraschenden Spannungsbogen.

Die nächste Öffnung ist am Sonntag 1. Mai von 14 – 17 Uhr geplant.

hw



>Alblandschaften: Klaus Herzer im Dialog mit HAP Grieshaber<

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Holzschnitte, die sich bei dem Ă–schinger KĂĽnstler Klaus Herzer (geb. 1932) mit der Schwäbischen Alb befassen, dominieren in der vom ersten Sonntag im April beginnenden Ausstellung auf der Empore  der HAP-Grieshaber-Halle. Ob sich Herzer bei diesen aus den 70er- und 80er-Jahren stammenden Holzdrucken vertiefte Gedanken machte, bleibt offen. Jedenfalls sind es Begegnungen zwischen Nähe und Ferne: Landschaften ‒ bedrohte; kultivierte; Höhen, in denen Subventionen stecken; Wälder, die es zu forsten gilt; Wiesen, die versteppen, da der Schnitt der Sensen zu kostspielig; Ă„cker, die viel SchweiĂź treiben. Herzer kennt den bäuerlichen Umtrieb und setzt sich in seinen landschaftsbezogenen Werken fĂĽr den Fortbestand ein ‒ Reservate, die aller Kreatur Erholung gönnen.

Unter diesem Gesichtspunkt reihen sich die rund ein Dutzend Bilder in der Ausstellung: Da stehen vereinzelte Bäume am Wegrain, die mit einer gleichgestellten, bewachsenen Bergkuppe harmonieren. Und wer von Öschingen zur vorgelagerten Hochebene strebt, der muss keine Kletterkünste vollbringen. Die Holzwege des Künstlers bleiben überschaubar: Im Schauen erlebt man organischen Aufbau, wo die Berge als intensivierte Farbzone den Horizont entlangziehen. Zwischen Himmel und Erde gibt es keine unüberwindlichen Gräben. Der Holzschnitt des Klaus Herzer hat viele Gesichter. Sie entstammen weniger ausgeprägten Schnitten, vielmehr sind es Holzdrucke eines versierten Kunstdruckers.

Die Klaus Herzer gegenĂĽbergestellten Arbeiten von HAP Grieshaber (1909‒1981) entstammen dem Bestand der Gemeinde Eningen. Holzschnitte, die vorwiegend zwischen 1960 bis 1970 entstanden. Den Auftakt machen zwei lineare Holzschnitte aus dem Buch  â€şThe Swabian Alb‹ (1936/37). Wolfgang Ostberg, der frĂĽhere Kulturamtsleiter der Stadt Reutlingen, hat Grieshabers Bezug zur Schwäbischen Alb in dem Herzer-Katalog zur Ausstellung in der Eingangshalle der Stadt Reutlingen Ende 1982 zusammengefasst:

»Da sind die winterlichen kargen Holzschnitt-Szenen nach dem Kriege, die fast skizzenhaften Blätter mit den Holzfällern, den Kartoffellesern und der erbärmlichen Katze im Schnee ... Diese Alb ist bald schon bevölkert von Paaren. Und Pan kündet vom Großen Mittag. Denn die Kuppen der Alb sind für Grieshaber zugleich auch die sanften Hügel Griechenlands. Prächtige Darstellungen kündigen sich an, die in den Blättern der sechziger Jahre überwältigende künstlerische Wirklichkeit werden. Von der Rauhen Alb und der Wacholderalb etwa des ›Osterritts‹ aber ist es nur ein Schritt zur Wacholderalb des ›Engels der Geschichte‹, wo die intensive Naturempfindung im Gedanken des Naturschutzes übergangslos eine zwingende Fortsetzung findet.«

Ostberg kommt zu einer interessanten Schlussbemerkung, als er aus der von Alfred Hagenlocher heraus-gegebenen Publikation ›Das Landschaftsbild der Schwäbischen Alb‹ (1980) zitiert: Es sei nun etwas »verständlicher, weshalb Hagenlocher gerade Grieshaber und Herzer als einzige Repräsentanten der Gattung Holzschnitt aufgenommen hat. Aus der gemeinsam innigen Verbundenheit mit der identischen heimatlichen Landschaft kommen Grieshaber und Herzer doch zu völlig verschiedenen Ergebnissen, wobei der Wert und die Eigenständigkeit des Herzerschen Schaffens gerade in diesem Kontrast besonders deutlich wird: Auch er befindet sich auf einem äußerst ergiebigen Holzweg.«

Der Förderverein Eninger Kunstwege als Veranstalter der Ausstellung ›Alblandschaften. Klaus Herzer im Dialog mit HAP Grieshaber‹ verdient mit dieser Präsentation in der GegenĂĽberstellung zweier exponierter KĂĽnstler besondere Anerkennung. Geöffnet auf der Empore in der HAP-Grieshaber-Halle in Eningen jeweils am ersten Sonntag der Monate April bis Dezember (14 bis 17 Uhr). www.kunstwege-eningen.de          Hermann Pfeiffer


Unsere neue Sonderausstellung startet

am 3. April 2022, 14-17 Uhr.

Sie sind herzlich eingeladen!


Pressemitteilung vom 15.3.2022

 

Ausstellung Riccarda Gregor-Grieshaber beendet

Als im Jahr 2016 die Ausstellung im Wasserschloß Glatt mit dem Titel „Riccarda – Die vergessene Malerin von Bernstein“ stattfand, war die Resonanz bei dem kunstinteressierten Publikum groß. Viele Werke aus dem Bestand des Kunstmuseums Spendhaus Reutlingen waren zu sehen. Dr. Ralf Gottschlich schrieb eine hervorragende Abhandlung in dem vom Landkreis Rottweil herausgegebenen Katalog.

Die Würdigung der zweiten Ehefrau von HAP Grieshaber war für den Förderverein eine selbst gestellte Aufgabe. Bereits im Jahr 2019 begannen die Vorbereitungen für eine Ausstellung im oberen Foyer der HAP Grieshaber Halle.

Hermann Pfeiffer und Dr. Kurt Femppel sorgten fĂĽr Leihgaben aus der Familie und von Sammlern.

Und dann kam die Corona Pandemie Anfang 2020 und die Vorbereitungen stockten.

Im April 2021 konnte dann endlich die Ausstellung aufgebaut und aber nicht geöffnet werden. Auf Anregung von Ramona Mathes wurde ein Video als „virtueller Rundgang“ gedreht und in das Netz gestellt. Das Video finden Sie auf der Plattform „you tube“ im Internet.

Bemerkenswert war auch im August die Lesung von Monika Hunze aus BĂĽchern von Riccarda sowie die musikalische Umrahmung von Adelinde Bohn.

Mit Kontrollen und Einschränkungen, sowie ehrenamtlichen Aufsichtskräften war es möglich, die Ausstellung ab Juni 2021 bis März 2022 zu öffnen.

Das Interesse an ihrer Biographie und ihrem vielseitigen Werk war groß, so daß der Förderverein an den Öffnungstagen zwischen 20 und 60 Besuchern zählen konnte.

Herzlichen Dank an dieser Stelle den Leihgebern und den Helfern, den Presseorganen sowie dem Kulturamt der Gemeinde fĂĽr die aktive UnterstĂĽtzun


Förderverein Eninger Kunstwege E.V.

Pressemitteilung 15.2.22

 

Station 14 auf dem HAP-Grieshaber-Weg

1. Mai 1978

Die letzte Station ist politischer Natur. Dieser Holzschnitt wurde als Plakat im Offsetdruck publiziert und von der Industriegewerkschaft Druck und Papier in Berlin bei der Mai Demonstration mitgetragen.

Die Drucke mit dem Leitspruch „Recht auf Arbeit, Recht auf Kultur“ wurde von der studentischen Jugend mit Begeisterung aufgenommen.

In diesem Jahr waren in der Metall- und Druckindustrie tarifliche Arbeitskämpfe. Grieshaber wies in Holzschnitten, Plakaten, Ausstellungskatalogen und Büchern auf den technischen Wandel und die in Schwierigkeiten gekommenen Berufsgruppen hin.

Um zu zeigen, wie er gearbeitet ist, haben wir den Entwurf zum Plakat auf der Straßenseite „im Hörnle“ angebracht, während das Plakat Richtung Robert-Koch-Straße zeigt.

hw


Eninger Nachrichten 18.02.2022

Die Kraft der Natur...

Auftaktveranstaltung zum 100. Geburtstag der Eninger Bildhauerin Gudrun KrĂĽger auf dem Rathausvorplatz

Außer Frage stand bei den Vorgesprächen mit den Söhnen der Eninger Bildhauerin, Julian Krüger und Markus Schwegler, dass die Arbeit „Quell“ vor dem Rathaus zum Gedenkjahr anlässlich des 100. Geburtstages, einen ehrwürdigen Platz erhalten soll.

Beinahe sinnbildlich für die anderen Arbeiten Gudrun Krügers scheint besonders der „Quell“ für den Ursprung des Lebens und die Kraft der Natur zu stehen, die unermüdlich neues Leben in vielfältigster Form hervorbringt und Inspirationsquelle für Gudrun Krügers Schaffen war. Dazu passend sollte die Figur schmal, weiblich vom ePunkt aus gen Himmel streben und gemeinsam mit dem „Quell“ die Spannbreite des Gesamtoeuvres zwischen knospenartigem Erblühen und Wachstum aufzeigen.

Beide, vor Lebensenergie strotzenden, Großskulpturen lockten am vergangenen Freitag trotz Kälte beinahe 60 Besucher zum Geburtstag der Künstlerin auf den Rathausvorplatz. Die Gemeindeverwaltung lud zum künstlerischen Austausch und Musik ein und war sehr erfreut über den großen Zuspruch aus der Bevölkerung.

Annegret Romer begrüßte als stellvertretende Bürgermeisterin die Familie der Künstlerin, alle Freunde der Kunst und Spezialisten aus der Region und erzählte zunächst von ihrer Begegnung mit Gudrun Krüger bei einer Rathausausstellung in den 90ern. Ruhig, freundlich, bescheiden und zugänglich beschreibt sie die Künstlerin, die der Pfullinger Familie Burkhardt entsprang und die meiste Zeit ihres Lebens in Eningen verbrachte. Hier zog sie zwei Söhne groß und erfreute sich neben ihrer Arbeit als Künstlerin am Familienleben.

Neben HAP Grieshaber und anderen KĂĽnsterInnen aus Eningen reiht sie sich in unsere KĂĽnstlergemeinde ein, so Romer, und bereichert mit ihrem Werk auf ganz besondere, einzigartige Weise die Achalmgemeinde. Unverkennbar und in eigener Formsprache ĂĽberzeugt sie und ergreift die Betrachter unwillkĂĽrlich.

So auch die Künstlerin und stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Eninger Kunstwege MarEl Schaefer, die nach ihrer Ankunft in Eningen sogleich ergriffen war vom Werk Gudrun Krügers und persönlichen Kontakt suchte. Der Kontakt lebte auf und MarEl Schaefer fühlte sich sodann berufen sich für den Erhalt des Werks der Künstlerin nach ihrem Tod einzusetzen.

Am Freitag führte sie durch den Abend und betonte in Ihrer Ansprache, dass Krüger, mit der Wahl des Fachs Bildhauerei, in eine Männerdomäne eindrang und dies mit Bravour meisterte. Besonders aufmerksam wurde das Publikum als die Söhne Julian Krüger und Markus Schwegler, als auch der Enkel Paul Schwegler ans Mikrophon traten. Auf die Fragen von MarEl Schaefer antworteten die Söhne offen und berichteten über die Rolle Krügers als Mutter. Neben Schulaufgaben und Essen kochen war es, so Julian Krüger, ihre Berufung den Söhnen ihre Liebe zur Natur weiterzugeben und auch hierin bewies sie, laut Markus Schwegler, ein gutes Händchen. Als Gärtner und Geoökologe bestreiten sie ihren Lebensunterhalt und fühlen sich durch den Bezug zur Natur im Beruf und durch das naturverbundene Werk, der Mutter auch nach dem Tode sehr nah.

Dies konnten vor allem die Besucher der Atelierführungen am Samstag spüren, als sie von den Brüdern durch den Garten und das Atelier geführt wurden. Beeindruckt sogen sie die sehr persönlichen Ausführungen der Brüder in sich auf und spürten in den Räumlichkeiten die Agilität der Bildhauerin. Zahlreiche Modelle, Zeichnungen, Kartonagen und Großskulpturen standen neben Werkzeugen, Materialien und Dokumenten für die Gäste bereit. Äußerst beeindruckend auch die „Achalmkeramik“, die Gudrun Krüger mit 5 Angestellten in den 50er Jahren zum Lebensunterhalt erschaffen hat und bereits am Freitagbend in MarEl Schaefers Ausführungen hervorgehoben wurde.

Nach einem musikalischen Gruß aus Lateinamerika von LaJazza aus Tübingen mit Dorothea Tübinger am Saxofon und Joni Tauscher an der Gitarre am Eingangsportal des Rathauses konnten die Gäste am Freitag die Abendkühle beinahe vergessen und lauschten weiter den Ausführungen Schaefers, die sich fortan dem Thema der geometrischen Formfindung der Künstlerin widmete.

„Vom frei Modellierten zum geordnet Geometrischen“, diese Spannung im Werk Krügers greift auch der Titel „Ordnung und Freigeist“ für die Ausstellung im Rathaus auf. Diese soll am 8. April zum ersten Mal gezeigt werden und widmet sich dem Thema des Herantastens und Findens einer ganz eigenen Formsprache. Anhand von Modellen und Vorarbeiten soll dies verbildlicht werden und zudem Einblick in die Persönlichkeit und den Mensch Gudrun Krüger gegeben werden.

Hierzu und zu weiteren Veranstaltungen im Gedenkjahr für Gudrun Krüger lädt die Gemeinde und der Förderverein herzlich ein.

Nähere Infos auf der Eninger Homepage oder unter 0121-8921250

Bitte beachten Sie:

Eine telefonische Anmeldung zu allen Veranstaltungen ist aufgrund der Corona Bestimmungen erforderlich!


Eninger Nachrichten vom 11. Februrar 2022

Ordnung und Freigeist

Gudrun Krüger – Frau, Bildhauerin und Mutter

11.-12. Februar

Veranstaltungswochenende zu 100 Jahre Gudrun KrĂĽger

Die Vorfreude steigt und wahrscheinlich erhalten Sie kurz vor der Auftaktveranstaltung zu Gudrun KrĂĽgers Geburtstag, Freitag 18.00 Uhr, die Eninger Nachrichten. Zwei Skulpturen wurden in der vergangenen Woche installiert, damit am Geburtstag der KĂĽnstlerin ErinnerungsstĂĽcke präsentiert werden können und mit einer kleinen Feierlichkeit gedacht werden kann. Falls sie dabei sein möchten können Sie sich unter 07121-8921250 auch ganz kurzfristig noch anmelden. Ein paar wenige Plätze sind noch frei. Gemeinsam mit den Besuchern freuen wir uns auf ein Kennenlernen der Söhne und Enkel, auf besondere GroĂźskulpturen der KĂĽnstlerin auf dem Platz mit musikalischer Umrahmung.  MarEl Schaefer vom Förderverein wird durchs Programm geleiten.

Am Samstag wird die erste, bereits nach wenigen Tagen ausgebuchte, Atelierführung stattfinden, welche durch weitere Führungen übers Jahr verteilt, ergänzt wird.

Hierbei kommen Sie, in den Schaffensräumen der Bildhauerin, auf Tuchfühlung mit vielen bedeutenden Arbeiten und erfahren von den Söhnen und dem Enkel mehr über die Arbeitsstätte, über Zeit- und Ortsgeschichte einer Frau zwischen Kunst und Familie, zwischen politischer Bedrängnis und freigeistlichem Drang.

(Anmeldung fĂĽr beide Veranstaltungen unter 07121-8921250, 2G und FFP2-Maske erforderlich)

Unter dem Titel „Ordnung und Freigeist“ schlieĂźt sich im April eine Sonderausstellung im Rathaus an. Hier erfährt das Publikum mehr ĂĽber die Person KrĂĽger und ihre Arbeitsweise und erhält einen Ăśberblick ĂĽber ihre Schaffensperioden. Martina Köser-Rudolph, ehemalige stellvertretende Leiterin des Kunstmuseums Reutlingen, wird die kunsthistorische EinfĂĽhrung ins Werk ĂĽbernehmen. Sie kannte die KĂĽnstlerin persönlich und nimmt sich daher dieser Aufgabe sehr gerne an. 

Herzlich eingeladen sei an dieser Stelle zur Vernissage am 8. April 2022 um 19.00 Uhr auf dem Rathausvorplatz (Anmeldung erforderlich), aber auch zu weiteren Führungen übers Jahr verteilt, die in unterschiedlicher Form zur Rathausausstellung, in die Gemeindebücherei, ins Atelier oder über den Kunst- und Sinnespfad führen. Ein Begleitheft zum Krügerjahr mit konkretem Programmablauf und kunsthistorischem Beitrag von Dr. Marc Gundel, Direktor der Städtischen Museen Heilbronn, wird ab Februar erscheinen.

Hierin sind zudem nähere Informationen zu einem Kooperationsprojekt des Reutlinger Kunstmuseums und der Stadtbibliothek Reutlingen zu finden. Die fahrbare Druckerei, mit Kerstin Rilling aus der Kunstvermittlung, wird sich der bekannten Großskulptur „Vogelauge“ vor der Bibliothek annehmen und lädt am 16. Juli ab 11.00 Uhr alle ein, die gerne selbst Hand anlegen und sich in künstlerische Prozesse lebhaft hineindenken möchten.

Eine Ausstellung zu den Kartonagen der Künstlerin und einer Großskulptur wird die Bücherei in Eningen präsentieren und für Kinder einen Zeichenkurs anbieten, der von MarEl Schaefer vom Förderverein Eninger Kunstwege begleitet wird. MarEl Schaefer kannte die Künstlerin persönlich und freut sich die Kinder lebhaft auf eine Reise in den Urwald zu begleiten und im Anschluss einen Besuch im Atelier zu begleiten.

Doch nicht nur für die kleinen Gäste wird MarEl Schaefer aktiv sein, neben dem Zeichenkurs wird sie zudem das Interview am 11. Februar begleiten und die Führung am 03. Juli übernehmen. Hierfür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die weitreichende Unterstützung.

Dank gilt zudem dem Förderverein Eninger Kunstwege, der sich kurzfristig entschieden hat einen Beitrag zum Gudrun-Krüger-Jahr in Form einer Lesung zu leisten. Diese soll am 4. Dezember 2022 stattfinden und wir freuen uns auf Texte um und zu Gudrun Krüger.

Für alle geplanten Veranstaltungen gelten die gültigen Corona-Regelungen und wir möchten Sie daher bitten, allen Informationen zu Terminen, etwaigen Anmeldeverfahren jeweils kurz vorher aus der Presse, der Eninger Homepage oder über unsere Festschrift abzurufen.

Anmeldung und nähere Informationen zum Krügerjahr unter 07121-8921250


Förderverein Eninger Kunstwege e.V.

Pressemitteilung vom 6.2.2022

Station 13 auf dem HAP Grieshaber Weg

Die Liebe ist ein Hemd aus Feuer

„Und wenn ich eigentlich ein alter Liebender bin, so bin ich doch dankbar, daß wir das nochmals passiert ist, Paare machen zu können“ –so der Künstler im Jahr 1977, vier Jahre vor seinem Tod.

Er illustrierte einen Gedichtzyklus eines tĂĽrkischen Dichters, der diesen Titel trug. 13 verschiedene Holzschnitte sind damals entstanden und zwar in schwarz und blau.

Deshalb haben wir uns entschlossen, zwei verschiedene Repliken an der Station 13 im „Hörnle Park“ zu realisieren.

hw


Förderverein Eninger Kunstwege e.V.

Pressemitteilung vom 31.1.2022

Drucken ist ein Abenteuer

Direkt neben dem ehemaligen Grieshaber Haus am Hang der Achalm im Gewand Merat steht seit kurzem eine weitere Replik mit einem Bekenntnis von HAP Grieshaber fĂĽr die Kunst des Holzschnitts.

1978 appellierte er auf seine Art für das Drucken und gegen das „Gesetz des Computers“.

Ein Engel ĂĽberreicht den Menschen Sonnenmotive, als Zeichen eines erfolgreichen Schaffens.

hw


Informationstafel fĂĽr den HAP Grieshaber Weg

Die Informationstafel auf dem Parkplatz vor der Grieshaber Halle steht und informiert Gäste und Spaziergänger ĂĽber den Verlauf des Wegs. Ergänzende Texte geben Auskunft ĂĽber den Förderverein und ĂĽber den KĂĽnstler.

Wir danken Hermann Pfeiffer und Ramona Mathes vom Kulturamt sowie den Werbespezialisten "Pixelgurus" fĂĽr die gelungene AusfĂĽhrung.


HWP Diedenhofen „The Red Dancer“

 Sommer, Sonne satt und sĂĽdliches Flair auf dem ePunkt

 Der Sommer zeigte sich von seiner besten Seite und bescherte den Besuchern der ePunkt Einweihung im September Sommerlaune, Kunstgenuss und sĂĽdliches Flair in einem. Kunstgenuss gab es sogar in doppeltem Sinne, denn nicht nur HWP Diedenhofen präsentierte seine Arbeiten auf dem ePunkt und im Kunstraum, auch gab es feurig roten Flamencotanz von Annette Brenner begleitet von Philip Reinhardt an der Gitarre.

„The Red Dancer“, so heiĂźt die Skulptur, die seither auf dem ePunkt präsentiert wird und welche nach der eigens entwickelten Formsprache Diedenhofens, der „Brainfruits“, gestaltet wurde. Im Interview mit MarEl Schaefer vom Förderverein Eninger Kunstwege erklärte der KĂĽnstler, dass ihn die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Gehirn, zu neuer Formsprache verholfen hatte.  Eher zufällig sei er bei einer befreundeten Pathologin gewesen und darauf gestoĂźen. Nachdem Diedenhofen das Gehirn in Ăśbergröße aus Holz herausgearbeitet hatte und Farbe ins Spiel brachte, vielen ihm die neuen Formelemente, mit denen er arbeiten wollte, direkt ins Auge. Und so waren sie geboren die „DenkfrĂĽchte“, die „Brainfruits“. Aus dieser Formsprache heraus sei nun auch „The Red Dancer“ entstanden und daraus auch die Assoziation mit der Tänzerin.

Die Figur steht noch bis Ende Januar auf dem ePunkt und es lohnt sich noch einmal vorbeizuschauen. Weitere Arbeiten Diedenhofens stehen zudem im Fenster des Kunstraums in der EugenstraĂźe. Bei Interesse zum Erwerb melden Sie sich auf dem Kulturamt unter 07121-8921250.

Wir danken Herrn Diedenhofen fĂĽr die Leihgaben und wĂĽnschen viel Erfolg weiterhin.

Gudrun-KrĂĽger-Jahr

Im Februar wird die Plattform ein Jahr lang für Gudrun Krüger freigehalten. Die Eninger Künstlerin wäre im Februar 100 Jahre alt geworden und die Gemeinde in ZUsammenarbeit mit dem Förderverein wird ihr mit dieser Ausstellung auf dem ePunkt und weiteren Veranstaltungen über das Jahr 2022 gedenken und alle Interessierten sind schon heute herzlich eingeladen. Die Auftaktveranstaltung zum Krügerjahr mit Interview der Familie wird am 11. Februar 2022 um 18 Uhr gemeinsam mit dem Förderverein Eninger Kunstwege auf dem Rathausvorplatz stattfinden.

Wir freuen uns Sie begrĂĽĂźen zu dĂĽrfen.

Im Februar wird zudem eine Festschrift erscheinen, die Sie über die Eninger Künstlerin, ihre Kunst als auch über das Jahresprogramm zum Krügerjahr informiert. Sie erhalten die Festschrift im Bürgerbüro, der Gemeindebücherei und in verschiedenen Eninger Geschäften. Nähere Informationen erhalten Sie zudem über die Homepage oder unter 07121-8921250