Pressemitteilung vom 14.6.2021

 

Letzte Etappe fĂĽr den HAP Grieshaber Weg

 

Der Förderverein Eninger Kunstwege strebt an, dass in diesem Jahr der HAP-Grieshaber-Weg mit 14 Stationen abgeschlossen werden soll.

Drei Stationen sind noch zu realisieren. Die Gemeinde Eningen und die Württembergische Gemeinde Versicherung haben Finanzmittel zugesagt, so dass noch ca. 6.000 € vom Verein aufgebracht werden müssen. (Heutiger Spendenstand 3.300 € - herzlichen Dank)

Die VereinsfĂĽhrung hofft auf Spender/innen, die helfen, dass der Rundweg als Gesamtkonzeption dann im Jahr 2022 der Gemeinde und der Ă–ffentlichkeit ĂĽbergeben werden kann.

 

Zur Verwirklichung stehen an:

Station 8 “Drucken ist ein Abenteuer” am Grieshaber-Weg auf Höhe des ehmaligen Grieshaber- Hauses

Station 13 “Liebe ist ein Hemd aus Feuer” in der Grünanlage Hörnle im oberen Bereich

Station 14 “1. Mai 1978 Recht auf Kultur, Recht auf Arbeit” in der Grünanlage Hörnle im unteren Bereich.

Von dort aus fĂĽhrt der Weg direkt zum Ausgangspunkt an der Grieshaber-Halle.

Geplant ist auch eine Informationstafel mit dem Lageplan und weiteren Informationen auf dem Parkplatz vor der HAP-Grieshaber-Halle nach dem Muster der Infotafeln der Biosphäre.

 

Wir rufen auf zu einer Spendenaktion “HAP-Grieshaber-Rundweg” und freuen uns über jede noch so kleine Spende. Bei Spenden über 100 € erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. Spender ab 500 € werden auf einer vom Spender gewählten Tafel als Unterstützer genannt.

Unsere Bankverbindung: Förderverein Eninger Kunstwege KSK Reutlingen IBAN DE36 6405 0000 0100 0799 79

Kontakt und RĂĽckfragen: Hermann Walz Tel. 0172 7655960 oder vorstand@kunstwege-eningen.de

 

Impressionen zur Ausstellung Riccarda Gregor-Grieshaber

Ein Klick aufs Bild und Sie werden zum Kurzfilm weitergeleitet!

Gemälde Poesie auf Youtube

Letzte Etappe fĂĽr den HAP-Grieshaber-Weg

 

Der Förderverein Eninger Kunstwege strebt an, dass in diesem Jahr der HAP-Grieshaber-Weg mit 14 Stationen abgeschlossen werden soll.

Drei Stationen sind noch zu realisieren. Die Gemeinde Eningen und die WĂĽrttembergische Gemeinde Versicherung haben Finanzmittel zugesagt, so dass noch ca. 6.000 € vom Verein aufgrund vorliegender Angebote aufgebracht werden mĂĽssen.. ( Aktueller Spendenstand 2.500 € - herzlichen Dank)

Die VereinsfĂĽhrung hofft auf Spender/innen, die helfen, dass der Rundweg als Gesamtkonzeption dann im Jahr 2022 der Gemeinde und der Ă–ffentlichkeit ĂĽbergeben werden kann.

 

Zur Verwirklichung stehen an:

Station 8 “Drucken ist ein Abenteuer” am Grieshaber-Weg auf Höhe des ehemaligen Grieshaber-Hauses

Station 13 “Liebe ist ein Hemd aus Feuer” in der Grünanlage Hörnle im oberen Bereich

Station 14 “1. Mai 1978 Recht auf Kultur, Recht auf Arbeit” in der Grünanlage Hörnle im unteren Bereich.

Von dort aus fĂĽhrt der Weg direkt zum Ausgangspunkt an der Grieshaber-Halle.

Geplant ist auch eine Informationstafel mit dem Lageplan und weiteren Informationen auf dem Parkplatz vor der HAP-Grieshaber-Halle nach dem Muster der Infotafeln der Biosphäre.

 

Wir rufen auf zu einer Spendenaktion “HAP-Grieshaber-Rundweg” und freuen uns über jede noch so kleine Spende. Bei Spenden über 100 € erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. Spender ab 500 € werden auf einer vom Spender gewählten Tafel als Unterstützer genannt.

Unsere Bankverbindung: Förderverein Eninger Kunstwege KSK Reutlingen IBAN DE36 6405 0000 0100 0799 79

Kontakt und RĂĽckfragen: Hermann Walz Tel. 0172 7655960 oder vorstand@kunstwege-eningen.de


Pressemitteilung vom 12.5.2021

"Drucken ist ein Abenteuer"

40. Todestag von HAP Grieshaber

Am 12. Mai jährte sich der 40. Todestag des weltbekannten Künstlers HAP Grieshaber, der am 12. Mai 1981 im 72. Lebensjahr verstarb.

In zahlreichen Nachrufen und Zeitungsartikeln wurde er gewürdigt. Sein Werk ist bis heute und auch zukünftig einzigartig und bedeutend in seiner Vielfalt und Aussagekraft. Viele seiner politischen, in künstlerische Art gewandelten Themen, sind heute nach wie vor gültig und aussagekräftig.

Da wegen der Corona Beschränkungen keine Gedenkfeier am Grab im Friedhof Eningen abgehalten werden konnte, legten die Vertreterin der Gemeinde Eningen, Ramona Mathes und die Vertreter des Fördervereins Eninger Kunstwege e.V., Hermann Walz und Peter Hespeler, eine Blumenschale nieder.


HAP Grieshaber – Maler oder Holzschneider?

Grieshaber: der Wächter auf der Achalm

 der Partisan mit der Panflöte

der schwäbische Eremit,

der deutsche Holzschneider

der kauzige Provokateur

der verletzliche Weltverbesserer

das versponnene Sprachgenie

der Grenzgänger zwischen den politischen Welten

der passionierte Drucker

der Bruder von Noah und Don Quijote

der Humanist im Untergrund

der weltoffene Eigenbrötler

der Gotiker mit dem barocken Ăśberschwang

der Menschenrechtler und Osterreiter

der Magier der Schwarzen Kunst

der Poet im rauen Alb-Arkadien

der betroffene Zeitgenosse

der Virtuose am Holzstock

Unglaublich, wieviele Attribute und Einschätzungen die Journalisten und Redner ihm im Laufe seines Lebens zuschrieben.

War er ein Holzschneider oder Maler? Beides.

Der Maler Grieshaber wählte den Umweg über das Holz, um an das Ziel seiner Bilder zu gelangen.

Am 12. Mai 1981, also vor 40 Jahren, starb er in seinem Domizil an der Achalm.

( Textauszug aus dem Vorwort  zu den vierzig Gouachen fĂĽr den Basler Totentanz)

hw


Förderverein Eninger Kunstwege e.V.

In Memoriam HAP Grieshaber

Vor 40 Jahren am 12. Mai 1981 ist HAP Grieshaber verstorben. Wegen der Corona Einschränkungen ist leider keine Gedenkstunde an seinem Grab auf dem Eninger Friedhof möglich, wie dies ursprünglich vorgesehen war.

Wir möchten ihn persönlich mit Texten zu Wort kommen lassen, damit in Erinnerung gerufen wird, welch eine Persönlichkeit er mit Ecken und Kanten war und wieviel er für die Kunst und Kultur in unserem Land und weltweit bedeutet.

HAP Grieshaber Es gibt keine Kunst fĂĽr Arbeiter vom  31.5.1968 (DIE ZEIT)

Kunst ist ja schlieĂźlich kein Beruf, und die meiste Zeit seines Lebens hat der KĂĽnstler keine Existenz. Ich bin fast mein Leben lang Arbeiter gewesen. Setzer, Drucker, Klischeezeichner, Kartograph, wissenschaftlicher Zeichner am Ultramikroskop, Zeitungsausträger, Maschinenschlosser,  Bergmann, auch Schulmeister (Professor), Tierhalter, Bettler, Vater, Flugblattverteiler.

Ich war es, um immer etwas zu essen zu haben und Zeit fĂĽr die Freiheit herauszuschlagen, um jene Dinge zu machen, welche mir mehr am Herzen liegen.

Nach zwanzig Jahren kann sich kaum jemand vorstellen, was eine Kontrollratsverfügung der Sieger für die Kunst bedeutet hat: „Die Reichskulturkammer ist aufgelöst“. Es ah aber nur so aus. Als ich aus dem Bergwerk in Belgien zurückgekommen war, gab es zwar dieses alliierte Gesetz, jedoch die Verfügungen des Dritten Reiches waren unbeschädigt erhalten geblieben. Alle Anordnungen der Faschisten sind einfach weiter angewendet worden. Das Finanzamt meiner Heimatstadt, bei dem ich mich zuerst zu melden hatte, um eine Wohnung zu bekommen –ein entarteter Maler hatte eben keine – wollte zuvörderst wissen, ob ich Mitglied des Berufsverbandes bildender Künstler sei! Beim Farbenhändler gab es für den Nichtorganisierten keine Farben, im Papiergeschäft kein Papier, die Gemeinde hatte kein Holz für Künstler. So einen wie mich gab es also immer noch nicht.

Meine Kraft reichte, um als Waldarbeiter für die Gemeinde verpflichtet, eine Werkstatt zu bauen. Geld war nicht da, aber am Tor der Maschinenfabrik in Reutlingen standen meine alten Kumpel. Ich brauchte nur zu sagen: „Karl, ich brauche eine Tür. – Frieder, du musst mir Holz besorgen. Leberecht, - wo ist ein Fenster? Tags darauf war alles da. Gestohlen natürlich. Meine Türe ist eine Schultüre, Klasse 6b kann man noch darauf lesen. Mein Fenster ist ein Dachfenster aus einem Krankenhaus. Das Holz für die Wände muss irgendwo herumgelegen haben. Wir bauten ohne Architekten und ohne Genehmigung. Wir mauerten bei 4 Grad unter null und hatten kein Geld für ein Frostschutzmittel, das ich in den Zement hätte tun müssen. Nun staubt es heute noch und zieht aus allen Fugen im Atelier. Der Ofen ist neu, wärmen tut er aber nie mehr so wie damals, als wir unseren ersten Ofen aus einer herumliegenden Bombe zusammengeschweißt hatten.

Aber sonst hat es der Achalm nie an Wärme gefehlt, an jeder Wärme, die unten im Tal vom Machtmechanismus des Wiederaufbaus ĂĽberspielt worden ist. Bei uns ist es geblieben, wie Paula Modersohn-Becker sich wĂĽnschte: „In der Deele soll es kalt sein und wenn man an den Ofen fasst soll man sich brennen, und Leben sei ĂĽberall“. Manchmal wenn Kunsthändler heraufkamen, zumeist am Ende oder Anfang der Ferien, und mit ihren Bekannten  (ihr Auto hatte mindestens 4 Sitze), so hörten wir auĂźer den vielen Achs und Oohs, die unsere Tiere und Pflanzen auslösten, oft, wie die Damen und Herren sich zuraunten: „Die Achalm ist eine Bruchbude“

Ich weiß, meine Werkstatt ist vor dem Fenster 20 km weit, vor mir schwingt der Rand der rauen Alb als Grenze, sich wie die geliebten Berge Griechenlands gegen den Himmel zeichnend. Alles, was dazwischen liegt, ist vorgeformt, Häuser, Straßen, Autos. Nur der leere Raum, ausgefüllt von Blumen, Tieren, Pflanzen, Bergen und Wolken ist nicht bewältigt, hat bis heute nicht seinen Meister gefunden.

Tief unten liegt der Friedhof, der gute Ort, wie die Juden sagen. Der Partisan wird dort einmal großartig beerdigt werden. Zwei Dutzend Vereine der Künstler, die mich inzwischen zum Mitglied, Ehrenmitglied und Vorstand gemacht haben, werden Kränze niederlegen. Alles e.V. eingetragene ‚Vereine. Schade, dass ich dann die Kranzschleifen nicht mehr sehen kann. Die Reden nicht mehr hören. Noch nützen sie mir nichts.

 

 

HAP Grieshaber Vorwort zum Doppelheft 19/20 der Zeitschrift „Engel der Geschichte“

Unsere Freiheit ist überall bedroht! Selbst in der Heimat, wo man die Gefahr nur zu gerne übersieht. Schauen wir uns in der Nähe um, so gilt es rasch zu handeln, ehe der Blick vollends vergittert wird. Es gibt Gitter, die wir erst bemerken, wenn wir hinter ihnen sind. Auf der letzten documenta sah ich Gitter aus Haaren, Stoff und Gitter aus Fäden, an denen Perlen glänzten. Es müssen viele begriffen haben, was damit gesagt werden sollte.

Ich möchte mich bei dem, aus was ich meine Formen hole – den melodischen Hügelzügen der Schwäbischen Alb – nicht auf ein genuines künstlerisches Erlebnis nachher herausreden. Nachher, wenn es diese meine Welt, die Rauhe Alb, nicht mehr gibt. Eine einmalige Landschaft, die hinter dem zur Phrase gewordenen Umweltschutz zu verschwinden droht.

Umweltplanung auf lange Sicht ist genau das Gegenteil, was diese Landschaft braucht. Wer einmal erfahren hat, was Wacholderalb ist, was eine offene Landschaft braucht, den Millionen in den Industriestädten an ihrem Rande fürs Überleben bedeutet. Der will, dass sofort gehandelt wird. In zehn Jahren: versteppte Brachflächen, aufgeforstete Äcker, Wiesen und Wacholderheiden, in zehn Jahren gibt es niemand mehr, der eine Wiese mäht. Aber welcher gesellschaftliche Machtapparat kümmert sich nicht lieber um die Steigerung der Wachstumsrate der Industrie als um das, was den Menschen dient.

Als das Wassergesetz im preußischen Landtag zur Debatte stand, brandmarkte Karl Liebknecht die halbherzigen Maßnahmen des Staates „ Gegen die Kosten sträubt man sich, der Kosten wegen hat man das Wasser wild ablaufen lassen.“

 

 

Riccarda Gregor-Grieshaber

 

Die vorbereitete und interessante Ausstellung ĂĽber die Frau von HAP Grieshaber im oberen Foyer der HAP-Grieshaber-Halle kann derzeit leider wegen der Corona Pandemie nicht besucht werden.

Wir bringen in Folge Auszüge aus ihren Büchern und Fotos, um so auf diese Künstlerin aufmerksam zu machen, in der Hoffnung, daß wir irgendwann die Ausstellung öffnen können.

Ein Video, das durch die Ausstellung fĂĽhrt, ist in Vorbereitung.

In ihrem Buch “Mit Kugelschreiber und Kochlöffel” Aufzeichnungen einer törichten Frau herusgegeben im Jahr 1961 von der Europäischen Verlagsanstalt, finden wir folgenden Text:

“DIE HAUSFRAU – Von je hatte ich(oder hatte mich) eine Leidenschaft: Weißes Papier mit kleinen schwarzen Zeichen zu bedecken. Ich träumte von einem umfangreichen Werk, das zu seiner Vollendung nur eines stillen Raumes bedurfte, in dem es sich kontinuierlich denken und formulieren ließ.

Wie schön ist die Liebe! Arglos geriet ich in ein Familienleben. Eines Tages – Nani, unsere Tochter, fragte mich nach einer Vokabel, ich sagte: “Frag Papa!” Der Mann sprach begeistert von einer literarischen Neuerscheinung, ich kannte sie nicht ( ja, ich lief hinaus, um die Soße auf dem Feuer umzurühren!) – stellte ich mit Entsetzen fest: Ich war zur Hausfrau geworden!.......................

Zwar hatte ich das schwarze Gewerbe des Schreibens auch nach der Gründung unseres Hausstands weiterbetrieben, obwohl das Familienleben mich so herzhaft in die Arme genommen hatte, daß die Sucht, weißes Papier mit Schnörkeln zu bedecken, die Farbe eines geheimen Lasters annahm. Es war ein Glück, ihm nachzugehen, das aber gleichzeitig ein schlechtes Gewissen bedeutete, während eine dicht vollgehängte Wäscheleine ode rein wohlgeratener Zwiebelkuchen ein Gefühl von Unlust, andererseits aber ein gutes Gewissen erzeugte.”

Forsetzung folgt

hw

Eninger FrĂĽhlingserwachen!

Soweit es möglich ist, sollen auch die Kunst und Kultur ein wenig aus dem Corona-Tiefschlaf erweckt werden, um Sie mit Kunstgrüßen zu Ostern in den Frühling zu schicken und ein kleines Zeichen zu setzen, dass die Künstler und Kulturschaffenden zwar geduldig in den Startlöchern verweilen aber auch gebannt, wie viele weitere geplagte Branchen, auf das Ende der Pandemie hin fiebern.

Den Anfang machte vergangene Woche die neue ePunkt-Skulptur auf dem Rathausvorplatz. Für alle, die noch nie davon gehört haben, als auch für alte „ePunkthasen“, die das Skulpturen-Wechselspiel bisher aufmerksam beobachtet haben, geht es nun weiter.

FĂĽr Eningen und fĂĽr die Kunst

ePunkt-Hasen als Gaumenschmaus und fĂĽr einen guten Zweck

Eine übergroße Hasenform ziert den Eninger ePunkt vor dem Rathaus, die durch die tatkräftige Unterstützung unserer Bauhofmitarbeiter einen Sockel aus alten Eninger Dachbalken bekommen hat. Ein herzliches Dankeschön für diese Eninger Spende und für den Sondereinsatz der Bauhofmitarbeiter und die Initiative unseres Bauhofleiters Jens Herold. Upcycling heißt aus Altem Neues wachsen und entstehen lassen und gerade deshalb passen diese Balken nicht nur optisch, sondern auch thematisch wunderbar zu unserem Hasen am ePunkt. Er kündigt nicht nur den Endspurt auf das Osterfest an, sondern steht in seiner Ursprungsbedeutung für Fruchtbarkeit, Wiedergeburt und Neuanfang.

Yvonne Kendall, die Künstlerin der Hasenfigur, hat sich mit dem flinken Gesellen auseinandergesetzt, ist in die Ikonographie des Hasen genauso eingetauscht, wie in volkstümliche Bedeutungsrecherchen und zeigt auch im KunstRaum des Fördervereins Eninger Kunstwege in der Eugenstraße, wie tiefgründig Sie sich dem Thema genähert hat. Beschäftigt sie sich mit dem Thema der Fruchtbarkeit, des Neubeginns, so hinterfragt sie zudem auch die dazugehörigen Emotionen, wie Liebe und Treue und geht mit zwei farbigen Hasenherzen auf zwischenmenschliche Beziehungen ein.

Die „Fertility Marquette“ auf dem ePunkt, soll vor allem Hoffnung machen, Hoffnung auf das Ende der Pandemie oder zumindest, das Schwinden der hohen Infektionszahlen, Hoffnung auf einen Neustart nach der Pandemie. Zudem steht der Hase Pate für das Frühlingserwachen der Natur und soll unseren Blickwinkel auf das positive Erleben lenken, das uns die Natur vor Augen führt.

E-Punkt Gaumenschmaus fĂĽr einen guten Zweck

Kunst- und Kulturtreibende aber auch unsere ortsansässigen Vereine sind in diese Tagen, neben anderen Branchen besonders betroffen und kämpfen oft ums Überleben.

Gönnen Sie sich daher einen ePunkt-Backhasen der Bäckerei Sautter zum Nachmittagskaffee oder schenken Sie Freude zum Osterfest mit einem ePunkt-Zuckerhasen aus Erika´s Bügelstüble und unterstützen Sie mit jedem Kauf Künstler und Kulturtreibende, sowie Vereine in Eningen, damit der Start nach der Pandemie ein wenig Unterstützung erfährt. Wir danken an dieser Stelle den beiden Unternehmerinnen für Ihre Mithilfe und ihr Engagement.

Die Spenden werden gesammelt und sollen für ein allgemeines Projekt verwendet wedren, die alle Kunsttreibenden bei der Vermarktung oder Planung ihrer Vorhaben unterstützen. Angedacht ist beispielsweise eine moderne Littfasssäule in Form einer digitalen Wand, auf der sich Künstler, Kulturtreibende und Vereine präsentieren können und Sie als Besucher immer über die neuesten Aktionen in der Gemeinde informiert sind oder eine Dauerplattform für Außenveranstaltungen.

 

Museum im VorĂĽberziehen

HAP Grieshabers Osterritt im Schaufenster der GemeindebĂĽcherei

Nächste Woche und pünktlich zu Ostern soll der Kunstfrühling in Eningen weiter erwachen. Präsentieren möchten wir Ihnen im Schaufenster der Gemeindebücherei den Osterritt HAP Grieshabers.

Es handelt sich hierbei um einen Bericht über die Reise Grieshabers in seine Kindheit. Am Ostersonntag 1963 machte er sich mit seiner Islandstute Sweina auf den Weg über die Alb nach Rot an der Rot. Dort wurde er geboren und dort wollte sich der erwachsene Künstler damals wiederfinden und sich mit seinem Leben auseinandersetzen. Man könnte seine Unternehmung beinahe als eine Art Pilgerritt in die Kindheit bezeichnen, welchen Grieshaber später in Drucken und Zeichnungen festhielt. Seine Frau Riccarda Gohr-Grieshaber schrieb nach seinen Erzählungen die Texte und so entstand schließlich ein Gesamtwerk, welches er den „Osterritt“ nannte. Da Ostern für Neubeginn, Wiedergeburt und Erlösung durch das Sterben Jesu und dessen Auferstehung steht, passt auch diese Reise Grieshabers in unsere Reihe zum Frühlingserwachen sehr gut. Am Ende heißt es: „Während seiner Krankheit hatten sich die Obstbäume unter der warmen Sonne in rosaweiße, bienenumschwärmte Blütenwolken gehüllt, und erst diese zauberhaft verwandelte Gegenwart ließ in Grieshaber seine Reise zur Vergangenheit werden.“

Ein positives Resümee zum Neubeginn nach der Bewältigung alter vielleicht unwegsamer Erinnerungen, welches wir mit dieser Ausstellung an Sie weitergeben möchten. Legen Sie gerne im Vorübergehen einen kleinen Stopp ein und erfahren Sie, wen Grieshaber unterwegs traf und wie er Altbekanntem begegnete.

Die Frontscheibe der Gemeindebücherei ist für Sie zur Selbstunterhaltung gestaltet aber wir möchten Sie natürlich auch, soweit dies die Pandemie-Vorschriften zulassen beim Ergründen des Osterritts unterstützen.

Aktionen fĂĽr GroĂź und Klein

Druckwerkstatt fĂĽr Kinder

Wir laden Kinder zur Druckwerkstatt ein und freuen uns, dass Yvonne Kendall die KĂĽnstlerin des ePunkt Hasen diese leiten wird.

Hier könnt ihr eure eigenen Erlebnisse, vielleicht sogar Ostererlebnisse zu Papier bringen. Es wird geschnibbelt und gedruckt und wir sind gespannt, was ihr gestaltet.

Termin wird noch bekannt gegeben

Anmeldung unter: 07121-8928100

Lesung fĂĽr Erwachsene

Soweit es die Pandemie-Bestimmungen zulassen möchten wir Sie im April oder Mai zu einer „Osterritt“-Lesung im Büchereigarten einladen. Nähere Infos folgen.

In der nächsten Ausgabe soll es weiter gehen mit dem Frühlingserwachen in Sachen Kunst und wir berichten über die Eninger Museen.

Viele Freude dem Eninger "Museum im VorĂĽberziehen"

Gemeinde Eningen und Förderverein Eninger Kunstwege


 

Ein FrĂĽhlingsbote fĂĽr Eningen

„Fertility Marquette“ von Yvonne Kendall auf dem ePunkt vorm Rathaus

 

Seit jeher gilt der Hase als Symbol für Fruchtbarkeit und Neuanfang und steht daher Jahr für Jahr Bote für den Frühlingsanfang und das Auferwecken der Natur. Doch was hierzulande so selbstverständlich erscheint, ist für Menschen aus Regionen ohne prägnanten Jahreszeitenwechsel nicht gar so präsent und überrascht Besucher aus der Ferne immer wieder. So auch die Künstlerin Yvonne Kendall, als sie, aus Australien stammend, zum ersten Mal das Osterfest hier in Deutschland erlebte, es begeistert in sich aufsog und sogleich in innere Auseinandersetzung mit der hiesigen Symbolik eintauchte. Heraus kamen überlebensgroße Skulpturen von Hasen und Lämmern, die großen Anklang in Australien fanden und heute in Melbourne Betrachter im öffentlichen Raum begeistern.

Eine Kleinausgabe dieser übergroßen „Hasen-Backformen“, aber mit nicht weniger Wirkungskraft, soll nun auch in Eningen den Frühling begrüßen und uns neben der Vorfreude auf das anstehende Osterfest auch Zugang zum Thema der Fruchtbarkeit, des Neubeginns und zwischenmenschlicher Beziehungen vermitteln.

Kendalls Gesamtwerk ist biographisch und gesellschaftskritisch zugleich. Sie verarbeitet eigene Denkstrukturen und versucht diese auf ganz eigene Weise zum Ausdruck zu bringen.

Ob die Rolle der Frau in der Gesellschaft oder die Auseinandersetzung mit der digitalen Welt und deren Auswirkungen auf die Menschen, Yvonne Kendall hinterfragt in ihren Werken sehr feinfĂĽhlig soziale, politische und wissenschaftliche Entwicklungen und stellt diese in den Kontext ihres eigenen Lebens.

Scheinbar aus Stoffen an die Wand trappierte, bestickte Kleidchen entpuppen sich als ein Aufbäumen gegen die Rückentwicklung der Emanzipation, gleichwie andere skulpturale Situationen den Gegensatz der Schnelllebigkeit und ständigen Erreichbarkeit gegenüber der poetischen Stille thematisieren.

So und nicht anders näherte sich Kendall vor ein paar Jahren auch dem Thema der Hasen. Dies zeigt sich vor allem bei den Figuren im KunstRaum gegenüber der Mayer Bäckerei. Hier greift Kendall zu Stoffen und Garnen, eines Ihrer Lieblingsmaterialien, die sie nicht zufällig, sondern ganz gezielt zum Einsatz bringt - achten Sie beispielsweise auf die Musterung der Augenpartie, die nicht passender platziert sein könnte - , gleichwie Kendall zudem über Farbsymbolik zum Betrachter spricht. Aus zwei seitlich abgebildeten Hasenfiguren bilden sich Hasenherzen in rot und blau, den Farben der Liebe und Treue, wie wir es aus dem Volksmund kennen. Yvonne Kendall verpackt hier gesellschaftliche Werte und schickt den Betrachter in eine innere Auseinandersetzung mit dem Thema menschliche Beziehungen und die Verbindung zweier Seelen, die neues Leben schaffen.

Die hier in Eningen ausgestellten Werke Kendalls sind sehr zugänglich, entpuppen sich beim zweiten Blick aber als tiefgründig und erzählerisch. Sie erzählt von der Bedeutung der Symolik aus derTradition heraus, gleichwie sie diese Tradition in den heutigen Kontext stellt, Beziehungen untereinander hinterfragt und Zeichen setzt.

Gerade in Zeiten von Corona erscheint der Hase auf dem ePunkt zudem als „Hoffnungsschimmer“, als Neuanfang und Wiedergeburt nach einer langen Phase der Entbehrungen, Schmerzen über Verlust und soziale Einschränkungen, die sich hoffentlich in Kürze für uns alle in Luft auflösen.

FĂĽr Kunstinteressierte und VorĂĽberziehende ist der Hase ein kleiner Ausblick in die Welt der Kunstschaffenden zu Zeiten von meist geschlossenen Museen und wir freuen uns ĂĽber Ihren Besuch.

Da Veranstaltungen momentan nicht möglich sind, wird die Vernissage zur Ausstellung von Yvonne Kendall auf den 25. Juni 2021 verschoben. Hier wird die Künstlerin selbst über ihr Werk berichten. Die Gemeinde und der Förderverein Eninger Kunstwege freuen sich Sie hierbei begrüßen zu dürfen. Bitte entnehmen Sie etwaige Abweichungen aufgrund der Pandemie Verordnung über die Presse.

Yvonne Kendall wurde 1965 in England geboren und zog im Alter von neun Jahren mit ihren Eltern nach Australien. Dort studierte sie später am Victoria College in Melbourne Kunst und schloss mit dem Bachelor of Arts im Jahre 1987 ab.

Seit 2000 lebt die Australierin mit ihrer Familie in Deutschland und ist nicht weniger agil, als sie dies in Australien bereits war. Weltweit stellt sie aus, kümmert sich als Dozentin um den künstlerischen Nachwuchs, gleichwie sie den Spagat zwischen Familie und Arbeit bewältigt.

Druckwerkstatt fĂĽr Kinder mit Yvonne Kendall in der GemeindebĂĽcherei

 Nähere Infos folgen!

 


Arche Achalm auf dem HAP Grieshaber Weg

Kurz vor dem „Kreuzbuckel“ mit Blick auf den Achalmgipfel steht nun die Station mit einem von HAP Grieshaber gestalteten siebzig Malbriefe an Margarete Hannsmann, seiner Freundin und Muse.

Der Brief, datiert vom 26.1.1968 ist als Gouache mit Kreide ausgeführt. In Sütterlinsschrift ist zu lesen „ ach Wieslein wo hangest du bald“. Dieser Satz ist verständlich, weil Grieshaber im November 1967 seine Schulter zertrümmerte beim Versuch seine Islandstute Svenia einzufangen. Drei Monate musste er in der Tübinger Uniklinik verbringen, eine Geduldsprobe für diesen umtriebigen Mann.

Dass er sich an und auf der Achalm zu Hause und geborgen fĂĽhlte ist bekannt.

Wir haben als Beispiel für seine Liebe zu seinem Refugium ( im Volksmund Hüttenwerke genannt) diese lebendige Darstellung seiner Arche ausgewählt, in der alle seine Tiere und seine Liebe abgebildet sind. Es zeigt, dass er als Maler genauso genial wie als Holzschneider war.

Ergänzend suchten wir ein Gedicht von Margarete Hannsmann für die Rückseite aus mit dem Titel „Achalm 1“.

„Dein Schoß verwandelt die Bäume der Welt…………….“ So beginnt es und ist eine einzige Liebeserklärung zu diesem Berg. Es lohnt sich diesen Text in Ruhe zu lesen.

Unsere Werbefirma pixelgurus hat zugesagt, die Rahmen für die vier neu aufgestellten Repliken und die Informationstafeln, sobald als möglich anzubringen. Gegenwärtig wirken die Tafeln etwas nüchtern und unfertig.

hw