Ausstellung HAP Grieshaber Halle wieder offen

Nach der Modernisierung der Beleuchtung und anderen Renovierungsarbeiten kann die ständige HAP – Grieshaber –Ausstellung im oberen Foyer der Grieshaber Halle am Sonntag 5. November von 14 – 17 Uhr wieder eröffnet werden.

Neben persönlichen Erinnerungsgegenständen, ist der Schwerpunkt diesmal „Christliche Themen im Werk HAP Grieshabers“. Dies bietet sich zum 500 Jahre Jubiläum der Reformation an. Auch die städtische Galerie im Spendhaus Reutlingen wird im Dezember zu diesem Thema eine große Ausstellung eröffnen.

Zu sehen sind auch wieder Beispiele aus dem breiten künstlerischen Schaffen wie z.B. Vasen, Geschirr, die Entwürfe zum Hallenfries und die beiden Vorhänge zum Ballett „Feuervogel“ .

Die Ausstellung ist an jedem ersten Sonntag im Monat geöffnet. Besuche von Gruppen sind ausserhalb dieser Zeiten auf Anmeldung bei der Gemeindeverwaltung möglich.


Wir informieren

HAP Grieshaber. Angewandte Kunst

Der Freundeskreis HAP Grieshaber sieht sich in der Pflicht, über bisher noch nicht genügend ausgeleuchtete Seiten des Holzschneiders und Malers zu reflektieren. So gelang es 2014 zusammen mit Herausgeber Prof. Dr. Kurt Femppel – der sich seit Jahren mit den Urheber- und Persönlichkeitsrechten von Grieshaber befasst – das Buch ›HAP Grieshaber. Kunst am Bau‹ zu editieren: Auf 272 Seiten mit 650 Abbildungen rückt das plastische Werk Grieshabes in Texten und Bildmaterialien verstärkt ins Blickfeld.

Erneut ging der Freundeskreis einem Thema nach, das unter der Bezeichnung ›Angewandte Kunst‹ bisher in Verbindung mit HAP Grieshaber weniger definiert war und unter den maĂźgebenden Publikationen ausgespart blieb.  Nach reichlichen Recherchen in den letzten Jahren haben sich die Autoren Kurt Femppel, Catharina Geiselhart und Hermann Pfeiffer mit Warengruppen befasst, die als ›Porzelllan, Keramik, Glas, Textilien und Metall‹ unter seiner Handschrift vom Unikat bis zu limitierten Kunstobjekten und solchen ohne Auflagenbegrenzung benannt sind.

Grieshaber unterwarf sich in seiner Gestaltungsvielfalt keinem Zwang. Was ihm ›unter die Hand‹ kam, belegte er mit Techniken, die weit über den Holzschnitt hinausreichen. (hp)

 

HAP Grieshaber. Angewandte Kunst.
Eine Bestandsaufnahme über die Warengruppen ›Porzellan, Keramik, Glas, Textilien und Metall‹, bei denen der bildnerische Einfluss von HAP Grieshaber zum Tragen kommt. Mit Texten von Kurt Femppel, Catharina Geiselhart und Hermann Pfeiffer.

Herausgeber: Prof. Dr. Kurt Femppel.

Format 22 x 28 cm, ­144 Seiten, 420 Abbildungen, Hardcover, Fadenheftung, bedruckter Umschlag mit dem Bühnen­zwischenvorhang (Ausschnitt), den Grieshaber zum Ballett ›Der Feuervogel‹ von Igor Strawinsky für die Städtischen Bühnen Heidelberg schuf (1960).

ISBN 978-3-939775-59-1.

30.- € (Juli 2017); Auflage 600, davon 50 Expl. (nummeriert von 1 bis 50 und stempelsigniert, 21 x 27,5 cm) als Vorzugsaus­gabe 70.- €, mit Original-Holzschnitt ›HAP Grieshaber: Affenkapelle‹ (1962) auf Japanpapier (bekannt sind von Grieshaber nur 3 Expl. in der Blattgröße 13 x 28 cm).


Die Plastik „Gordona“ ist umgezogen

Viele Jahre stand diese Figurengruppe der Eninger KĂĽnstlerin Gudrun KrĂĽger auif dem Calner Platz, ziemlich abseits und vielfach unbeachtet. Nun wurde im Rahmen der Gestaltung des Kunst- und Sinnespfades das aus dem Jahr 1986 stammende Kunstwerk durch die Mitarbeiter des Bauhofs auf ein neues Fundament am Eingang zum KrĂĽger Park von der BahnhofstraĂźe her, gestellt.

Gudrun KrĂĽger (1922 – 2004),  Tochter des Bankdirektors Carl KrĂĽger und kommissarischer BĂĽrgermeister der Nachkriegszeit, wohnte und arbeitete in der benachbarten KrĂĽger Villa, die heute ihre Söhne mit Familien bewohnen.

Die Künstlerin studierte an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart und Wien. Seit 1945 war sie freischaffend und wohnte in Eningen, unterbrochen durch einen Aufenthalt in London von 1953 – 1957. Sie widmete sich der Bildhauerei und dem Zeichnen.

Ihre Plastiken sind in Eningen und Deutschland, sowie im europäischen Ausland zu sehen. In einem Beitrag vom 14.3.1997 ist im GeA zu lesen: "Ihr geometrischer Stil umschließt Ordnung und Inspiration, klare Maßverhältnisse und Phantasie, die kristalline Struktur und das Zeichenhafte, symbolisch über sich Hinausweisende."


Jochen Warth mit Skulpturen in Eningen

Der Entwurf entsteht im Kopf

Am vergangenen Donnerstag, den 19. Oktober wurden gleich zwei neue Kunstprojekte in der Eninger Ortsmitte vorgestellt.  Der KĂĽnstler Jochen Warth aus Nehren wird fĂĽr die kommenden drei Monate auf dem „E-Punkt“ vor dem Rathaus sein Stahl-Objekt „Ohne Titel“ zeigen. AuĂźerdem stellt er kleinformatige Holz-Skulpturen im KunstRaum in der EugenstraĂźe aus. Die stellvertretende BĂĽrgermeisterin Annegret Romer begrĂĽĂźte die Kunstinteressierten an diesem Abend und tat ihren Dank, indem sie den Kunst- und Sinnespfad als Marke fĂĽr den Ort hervorhob.

Im Rahmen eines Künstlergespräches näherten sich die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Eninger Kunstwege, MarEl Schäfer, und Jochen Warth seiner Arbeit an. Warth, Jahrgang 1952, ist freischaffender Künstler und arbeitet fast ausschließlich mit Stahl. Dieser wird von ihm gesägt, gefeilt, gebogen und verschweißt. Besonders bemerkenswert ist seine Arbeitsweise: Die Ideen und Entwürfe entstehen bei ihm nicht auf dem Papier, sondern im Kopf. Diese inneren Konzepte setzt er daraufhin mit seinen Händen um, indem er mit der Arbeit am Stahl beginnt.

Das nun auf dem Eninger Rathausplatz präsente Objekt „Ohne Titel“ besteht aus zwei sich dynamisch kreuzenden Linien, die den Betrachter beinahe automatisch weiterziehen und weiterdenken lassen. Wie bei allen seinen Objekten wurde auf einen Titel verzichtet, um Raum für eigene Interpretationen und Bezüge zu lassen.


Eninger Kunst- und Sinnespfad ist markiert

Der vom Förderverein Eninger Kunstwege e.V. entwickelte Kunst- und Sinnespfad wurde vor einigen Tagen mit Bodenplaketten markiert. Er führt im Ortskern zu bekannten und weniger bekannten Stellen, die besonders durch Kunstwerke oder andere Merkmale beachtenswert sind.

Der Weg beginnt am Rathaus mit dem E Punkt und dem kunstRaum. Er führt z.B. über den Calner Platz Richtung Hauptstraße und Krämergässle oder über die Burgstraße, Spitalhofplatz, durch den Krüger Park zur Achalmschule.

Am weitesten entfernt ist auf dem Schillerplatz die „Eichenläubin“ von Gudrun Krüger zu finden. Vorbei am „Türmle“ ist der Rad- und Fußweg bis zur Spitzwiese, hinauf zum Schönen Weg markiert.

Ein Prospekt mit Lageplan und Erklärungen kann kostenlos im Bürgerbüro, in der Gemeindebücherei und am kunstRaum mitgenommen werden.

Nach der Vorbereitung durch MarEl Schaefer und Hermann Walz brachten der Bauhofmitarbeiter Hartmut Schaufler und der ehrenamtliche Helfer Imad Alshalet mit Assistenz von Hermann Walz die Plaketten mit DĂĽbeln und Schrauben auf den Gehwegen an.

Es lohnt also ein Rundgang durch Eningen, um Besonderheiten zu entdecken.


Abendspaziergang auf der Kunst- und Sinnespfad

Foto: Gabriele Böhm

Ende August fand eine Führung auf dem Eninger Kunst- und Sinnespfad statt. Die gut 20 Interessierten folgten aufmerksam den Ausführungen von MarEl Schaefer zu der Entstehung des Kunst- und Sinnespfades und den Zeichen. Zuvor bat sie die Besucher kritische Anmerkungen zu den Wegmarken anzubringen. Sind die Buchstaben K&S lesbar, läuft der Wegunkundige in der richtigen Richtung des Verlaufs? Die Führung begann am Eninger Punkt, Station 1, vor dem Rathaus.

Über den Zebrastreifen führt der Weg zum Calner Platz mit dem „Nordstein“ von Friedrich Palmer. Dieser sollte an sternklaren Abenden nach Einbruch der Dunkelheit besucht werden, weil der Einschnitt im Stein auf den Nordstern hinweist, das Orientierungszeichen der

Menschen in früherer Zeit wie für die Eninger Krämer. Umgeben wird der Nordstein vom Prophylaxse-Pfad. Ebenfalls Bestandteil des K&S, der jedem die Möglichkeit bietet die eigene Beweglichkeit und Trittsicherheit zu testen. Zurzeit steht am Calner Platz noch das Paar „Gordona“ von Gudrun Krüger, der weit über Eningen hinaus bekannten Künstlerin. Diese Figurengruppe wird im Herbst an den Eingang des Krügerparks versetzt und mit Beleuchtung versehen.

Vor dem Spital befindet sich die WackelbrĂĽcke, die von Karl-Heinz Reinelt mit SchĂĽlern der Achalmschule gebaut wurde.

Im Krügerpark schauten die Besucher durch die „Augen“, Linsen der Skulpturengruppe „Sichtweisen“ von MarEl Schaefer. Zu den sich verändernden Blicken bei der Durchsicht kam es zur Diskussion unter den Teilnehmern. MarEl Schaefer erklärte, dass nicht nur das Paar „Gordona“ von Gudrun Krüger am Eingang aufgestellt wird, sondern mit Unterstützung der Gemeinde und weiterer Spendern auch die leuchtend rote Skulptur „Zeit entdecken“ der Künstlerin Susanne Immer aus Reutlingen. Immer ist eine mit vielen Preisen und Stipendien ausgezeichnete Künstlerin, die weit über den Raum Reutlingen bekannt und tätig ist.

Nach 90 Minuten endete die FĂĽhrung. Schaefer bedankte sich fĂĽr das groĂźe Interesse der Teilnehmer. Sie warb um neue Mitglieder fĂĽr den Förderverein Eninger Kunstwege e.V. und um eine kleine Spende zur Realisierung der Skulptur „Zeit entdecken“ von Susanne Immer. Von Seiten des Vereins ein herzliches Dankeschön an alle Spender. Den Wegverlauf kann man aus Flyern ersehen, die im BĂĽrgerbĂĽro (Rathaus 1) und am Fenster des Eninger Kunstraums, Gesundhaus in der EugenstraĂźe, ausliegen.


Abendspaziergang auf dem HAP-Grieshaber-Rundweg

Am Mittwoch, den 9. August trafen sich abends 5 kunstinteressierte Menschen, um mit dem Vorsitzendem Hermann Walz den künftigen Weg zu gehen, der noch nicht markiert ist. Lediglich im Werbeblatt des Vereins ist er bis jetzt zu sehen. Vor dem großen Regen, der dann in der Nacht begann, wurden die Punkte angesteuert, an denen später Repliken von Grieshaber Werken stehen werden.

Bis jetzt stehen die Stelen der "Epheben" auf der Schiller Höhe. Bis Ende dieses Jahres soll noch unterhalb dem Grieshaber Anwesens die verkleinerte Kopie des Fensters aus Glasbausteinen "Poseidon und Amphitrite" aufgestellt werden (Maße 2 x 2 m). Auf dem Kreuzbuckel ist die Kopie eines Engelsglasbildes aus der Kirche St. Bonifatius in Metzingen in Originalgröße von 2.20 x 1 m vorgesehen. Die ausgewählten Standorte wurden von den Teilnehmern positiv bewertet. Der Rundgang dauerte knappe 2 Stunden. Auch ein Blick in das Neubaugebiet Wenge zeigte, daß die Sgraffitis an den ehemaligen Siedlungshäusern bemerkenswert sind und eine Bereicherung für Eningen darstellen.

Eine der "Epheben" auf dem Grieshaber-Rundweg

Restaurierung Aussenfries im Eingangsbereich der HAP-Grieshaber-Halle

Nach Abschluß der Reinigungsarbeiten am Grieshaber Fries im Innenbereich im vergangenen Jahr, hat die Nürtinger Restauratorin Heidi Mattern von der Gemeinde den Auftrag erhalten, den Fries „Feuer und Gestirne“ im Eingangsbereich wiederherzustellen und die durch Witterung beschädigten Teile auszubessern.

Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen, während im Inneren der Halle die Handwerker noch tätig sind. Nicht nur die Elektriker bringen die Anlagen auf den modernen Stand, sondern die Maler sind dabei, das untere und obere Foyer zu streichen. Die Teppichböden an den Wänden mussten aus feuerpolizeilichen GrĂĽnden entfernt werden.

Der Fries, der den Eingang umrahmt, ist nun wieder in bestem Zustand und wirkt repräsentativ.

Wir freuen uns, daĂź dieses Grieshaber Werk wieder wie neu wirkt.