Rock im Park…

Erste Musikalische FĂĽhrung auf dem Kunst- und Sinnespfad findet Anklang

… nicht in Nürnberg, mit etwas softeren Klängen als dort und mit grandiosem Können trafen die beiden Profimusiker Harald Wester und Andy Susemihl am Wahlsonntag an Schlagzeug und Gitarre mit ihren musikalischen Interpretationen zu den öffentlichen Kunstwerken in Eningens Krügerpark direkt in die Herzen ihrer Zuhörer.

Es war eine Gruppe von circa fünfzig Kunst- und Musikinteressierten, die sich am Sonntagnachmittag, glücklicherweise trockenen Fußes, mit MarEl Schaefer vom Förderverein Eninger Kunstwege, auf die Spuren des Kunst- und Sinnespfades machten. Nach einer kleinen Runde zum Eninger Krämer, dem Nordstern und den neuen Skulpturen am ePunkt und dem Kunstraum waren die Besucher bereit, um sich den Klängen im Krügerpark zu stellen.

Voller Vorfreude trafen die Kunstgänger zunächst auf den Eninger und international bekannten Schlagzeuger Harald Wester an seinem unscheinbaren Outdoor Schlagzeug und wurden nicht enttäuscht. Die Miniaturausgabe stand dem Großen in nichts nach, was vor allem auf das Können des Schlagzeugers zurückzuführen ist.

Auf eloquente und sehr zugängliche Art begrĂĽĂźte der Musiker sein Publikum vor der wohl bekanntesten Skulptur des Parks der sogenannten „Gordona“, eine Arbeit der Eninger KĂĽnstlerin Gudrun KrĂĽger. Nach dem ersten gemeinsamen Song "Odysee" aus dem aktuellen Album von Andy Susemihl ging es mit dem gesamten Equipment und mit helfenden Händen aus dem Publikum weiter zu Jochen Warths  Bewegungs- und Raum Arbeit und zu MarEl Schaefers Sichtweisen oben auf der Anhöhe des Parks. Die Musiker nahmen die Zuhörer zunächst verbal mit auf die Reise ihrer Assoziationen, um danach passend zu diesen durch ihre musikalischen Interpretationen zu begeistern. Eigens komponierte Songs wurden präsentiert, die gezielt Emotionen zu den Kunstwerken hervorriefen und nicht nur zu begeistertem Beifall fĂĽhrten, sondern auch weitere Zuhörer anlockten.

Den krönenden Abschluss bildete Susannes Immers Werk „Zeit entdecken“. Die Künstlerin selbst war anwesend, da sie sich die musikalische Interpretation ihres Werkes nicht entgehen lassen wollte. Sie selbst präsentierte ihr Werk und erläuterte mit körperlichem Einsatz das Spiel mit der Sonneneinstrahlung ihrer Arbeit, welches sich beim Drehen immer wieder neu entfaltet. Die beiden Musiker ihrerseits ließen sich spontan auf die Interpretation der Künstlerin ein und spielten passend zum grandiosen Lichtspiel durch die vielen kleinen runden Öffnungen der Skulptur "A billion-dollar Lightshow".

Ganz klar, dass die Musiker den Park nicht ohne Zugabe verlassen durften. Sie spielten, nach den dankenden Worten von MarEl Schaefer in Vertretung für den Förderverein Eninger Kunstwege, einen weiteren Song aus dem aktuellen Album. Wie schon zuvor musikalisch beeindruckend und durch Susemihls emotionales Stimmbild sehr einfühlsam und tiefgehend, schafften die Musiker einen gelungenen Ausklang zum Wahlsonntag und ein ebenfalls gelungenen Einklang in die neue Woche.


HWP Diedenhofen „The Red Dancer“

Sommer, Sonne satt und sĂĽdliches Flair auf dem ePunkt

Noch einmal zeigte sich der Sommer am vergangenen Freitag von seiner besten Seite und bescherte den Besuchern der ePunkt Einweihung Sommerlaune, Kunstgenuss und sĂĽdliches Flair in einem. Kunstgenuss gab es sogar in doppeltem Sinne, denn nicht nur HWP Diedenhofen präsentierte seine Arbeiten auf dem ePunkt und im Kunstraum, auch gab es feurig roten Flamencotanz von Annette Brenner begleitet von Philip Reinhardt an der Gitarre. „The Red Dancer“, so heiĂźt die neue Skulptur auf dem ePunkt und nicht passender hätte der Tanz mit spanischen Rhythmen und rotem Kleid sein können. Annette Brenner erweckte die Arbeit Diedenhofens zum Leben und unterstĂĽtze durch ihre Darbietungen die Ausdrucksstärke der Eichenholzskulptur, die nach der eigens entwickelten Formsprache Diedenhofens, der „Brainfruits“, gestaltet wurde. Im Interview mit MarEl Schaefer vom Förderverein Eninger Kunstwege erklärte der KĂĽnstler am vergangenen Freitag, dass ihn die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Gehirn, zu neuer Formsprache verholfen hatte.  Eher zufällig sei er bei einer befreundeten Pathologin gewesen und darauf gestoĂźen. Nachdem Diedenhofen das Gehirn in Ăśbergröße aus Holz herausgearbeitet hatte und Farbe ins Spiel brachte, vielen ihm die neuen Formelemente, mit denen er arbeiten wollte, direkt ins Auge. Und so waren sie geboren die „DenkfrĂĽchte“, die „Brainfruits“. Aus dieser Formsprache heraus sei nun auch „The Red Dancer“ entstanden und daraus auch die Assoziation mit der Tänzerin. Bewegt steht sie auf der ePunkt-Plattform und bewegt ging es mehrfach auch nebenan auf den Holzplatten unter den FĂĽĂźen Anette Brenners weiter. Kunst, Flamenco, Sonne und gute Laune, das war am Freitagabend förmlich zu spĂĽren und somit hat auch die Plattform, die durch eine Idee des Fördervereins Eninger Kunstwege entstand, wieder einen lebendigen Bewohner gefunden. Im Februar nächsten Jahres wird die Plattform fĂĽr Gudrun KrĂĽger freigeräumt. Die Eninger KĂĽnstlerin wäre 100 Jahre alt geworden und die Gemeinde wird ihr mit dieser Ausstellung auf dem ePunkt und mehreren kleinen Veranstaltungen ĂĽber das Jahr 2022 verteilt gedenken. Alle Interessierten sind schon heute herzlich eingeladen.


Pressemitteilung vom 20.9.2021

Ausstellung Riccarda Gregor-Grieshaber – Gemälde, Poesie

Die nächste Öffnung der Ausstellung ist am

Sonntag 3. Oktober 2021 von 14 – 17 Uhr in der HAP Grieshaber Halle

Die Ausstellung zeigt neben zahlreichen Gemälden aus ihrer frühen Schaffensperiode, Dokumente und Beispiele ihrer schriftstellerischen Tätigkeit .

Die neuen Kunstpostkarten sind neben Literatur ĂĽber die KĂĽnstlerin im Angebot.

Die Corona Regeln ( 3 G Nachweis) bitte beachten. Registrierung der Besucher durch Luca App oder schriftliche Registrierung.

hw


Skulpturen rocken

FĂĽhrung auf dem Kunst- und Sinnespfad mit Rockmusik-Specials

Es sind die Betrachter, die letzten Endes das Kunstwerk lebendig werden lassen, ihre Phantasie beim Betrachten treiben lassen und es schließlich zur Kunst und zum Erfolg erhöhen.

Bei der SonderfĂĽhrung auf dem Kunst- und Sinnespfad am

26. September 2021 um 16.30 Uhr

können die Besucher erleben, wie Musiker die Eninger Skulpturen im Krügerpark musikalisch mit Hilfe der Klangwelten ihrer Instrumente interpretieren. Inspiriert vom feuerroten Drehobjekt Susanne Immers oder Jochen Warths Bewegungsobjekt sollen Rockklänge ertönen, die von dem Berufsschlagzeuger Harald Wester und dem weit bekannten Hardrock-Gitarristen Andy Susemihl in virtuosem Können eine imposante Wirkungskraft erfahren. Harald Wester betreibt in Eningen eine Schlagzeugschule und ist seit Jahrzehnten international auf großen Bühnen unterwegs. Nicht nur hohe bildhauerische Kunst aus der Region, sondern auch großes musikalisches Knowhow erwartet die Besucher somit an diesem Wahlsonntag und bietet nach dem Wahlgang einen herrlichen Ausklang zum Sonntag und einen rockigen Start in die neue Woche.

MarEl Schaefer vom Förderverein Eninger Kunstwege nimmt die Gäste zunächst mit auf einen kleine Skulpturenreise durch den Ort und führt dann zu den Musikern in den Krügerpark.

Der Förderverein Eninger Kunstwege freut sich auf viele Interessierte für diesen musikalischen Rundgang.

Treffpunkt ist der Rathausvorplatz. Die Datenerhebung erfolgt über ein Formular vor Ort oder kann über die Luca App gescannt werden. Mund- und Nasenschutz, sowie 3G-Nachweis ist erforderlich, um an der Führung teilnehmen zu können. Wir danken für Ihr Verständnis.


Tanz auf der ePunkt Plattform

HWP Diedenhofen stellt aus

„The Red Dancer“ heißt die TänzerIn, die ab September auf dem ePunkt tanzt und den Sockel vorm Eninger Rathaus in Bewegung versetzt. Die Arbeit stammt von HWP Diedenhofen und zeigt eine Holzskulptur in Rot aus seiner Reihe der „Brainfruits“.

Hinter diesem Begriff der „Brainfruits“ steht eine selbstentwickelte, abstrakte Formsprache des Künstlers, der sich, so erzählt er, vor einigen Jahren vom figürlichen Arbeiten abwenden wollte.

Ein Besuch bei einer befreundeten Pathologin mit einem Zeichenschüler, um jenem zur Übung eine Vorlage des menschlichen Gehirns zu besorgen, brachte eher für den Künstler selbst die Lösung seinem Wunsch zur Veränderung nachzugehen.

Das Gehirn fotografiert, abgezeichnet und sich mit den Formen und Strukturen auseinandergesetzt, arbeitete Diedenhofen die Form schließlich eins zu eins als Schnitzwerk aus Holz heraus und komponierte es farblich abgestimmt. Bei diesem Anblick kam die Idee zu neuer Formfindung. Es waren sinnbildlich Früchte des Denkens „Brainfruits“, die daraus entstanden und die er bis heute in eigener Formsprache weiterentwickelt hat.

So entstand auch „The Red Dancer“ aus dieser Formauseinandersetzung und zeigt eine 2,30m hohe Arbeit, die in ihrer Bewegtheit einem Tänzer, einer Tänzerin gleicht und dem schweren Eichenholz Leichtfüßigkeit verleiht.

In tiefem Blau und formüberraschend wird Diedenhofen auch im Kunstraum in der Eugenstraße ein Werk der „Brainfruits“-Idee präsentieren. „The Sitting Blue“ lässt durch das Formenspiel den abstrakten Körper lässig in der Hocke sitzen.

Der Förderverein Eninger Kunstwege lädt am

24. September 2021 um 18.00 Uhr

zur BegrĂĽĂźung der Skulpturen auf den Rathausvorplatz ein.

Nicht nur der Künstler selbst wird anwesend sein, auch soll die Skulptur durch die Stuttgarter Flamencotänzerin Annette Brenner zum Leben erweckt werden und sorgt für einen weiteren Augenschmaus voller Leidenschaft und Emotion.

Einmal mehr gibt der Förderverein Eninger Kunstwege mit den Arbeiten Diedenhofens Einblick in die Vielfalt der skulpturalen Arbeit. Mal Stein, mal Holz, mal Bronze und immer wieder überraschend präsentieren sich die unterschiedlichsten Künstler der Region seit Jahren mit ihren Arbeiten auf dem Eninger ePunkt und verleihen dem Rathausvorplatz ein neues Gesicht.

Mal farbenfroh, mal frech, mal nachdenklich oder gar politisch und gesellschaftskritisch, so unterschiedlich, wie die KĂĽnstler, sind auch ihre Werke.

Der Förderverein freut sich auf Interessierte aus Eningen und der Umgebung auf Kunstliebhaber, Fürsprecher und Kritiker, auf Neugierige und zufällig Vorüberzeihende.

Bei schlechten Witterungen wird die Veranstaltung in den Innenraum es Rathausfoyers verlegt.

Sie benötigen einen 3G Nachweis und einen Mund-Nasenschutz. Die Datenerhebung erfolgt über ein Formular vor Ort oder kann über die Luca App gescannt werden.


Förderverein Eninger Kunstwege

 

Mit bewährten und neuen Kräften geht es weiter

 

Die Wahlen in der Mitgliederversammlung am vergangenen Montag fĂĽr  Vorstandschaft und andere Funktionen  hatten folgendes Ergebnis:

1. Vorsitzender Hermann Walz

2. Vorsitzende Mar El Schaefer

Schatzmeister Thomas Niethammer

SchriftfĂĽhrerin Inge Niethammer

Beisitzer: Annegret Romer, Carola Frese, Friedrich Palmer

RechnungsprĂĽfer: Edeltraut Willjung, Winfried Baumann

Beratend als Vertreterin der Gemeinde und des Paul Jauch Freundeskreises

Ramona Mathes

Beauftragte Mitglieder fĂĽr

HAP Grieshaber Rundweg: Peter Hespeler

Vorbereitung und Organisation von Ausstellungen in der HAP Grieshaber Halle:

Peter Weinknecht

 


Liebe Mitglieder, Kunstfreunde und Förderer,                                           

ich lade Sie ein zu einer ordentlichen Mitgliederversammlung

am Montag, den 6. September 2021 im Foyer der HAP-Grieshaber-Halle in Eningen unter Achalm, Betzenriedweg 24

Beginn 20 Uhr

Die Tagesordnung

1.    BegrĂĽĂźung

2.    Jahresberichte 2020/21 der Vorstandschaft

3.    Bericht des Schatzmeisters

4.    Bericht der KassenprĂĽfer

5.    Aussprache

6.    Entlastung fĂĽr Vorstand und Schatzmeister

7.    Wahlen

8.    Ausblick auf die Vorhaben in 2021/22

9.    Anträge

10.  Verschiedenes

Wir freuen und auf zahlreichen Besuch der Mitglieder, Freunde und Förderer.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, aber eine Registrierung nach der Corona Verordnung und der Nachweis der drei G’s. (Geimpft, Genesen, Getestet)

Anträge müssen nach der Satzung bis spätestens 3. September 2021 beim Vorsitzenden eingereicht werden.

Mit besten GrĂĽĂźen

Hermann Walz

Markwiesenweg 12/1, 72800 Eningen unter Achalm, Tel. 0172 7655960 Mail: vorstand@kunstwege-eningen.de


Förderverein Eninger Kunstwege e.V.

Pressemitteilung vom 15.8.2021

Ein besonderer Rundgang auf dem HAP Grieshaber Weg

Zum ersten Mal hat der Förderverein Eninger Kunstwege eine FĂĽhrung mit Literatur veranstaltet. Andrea Bachmann M.A.  aus TĂĽbingen war die qualifizierte Begleiterin.  Musik war zu hören, komponiert und gespielt auf einer besonderen Gitarre von Jan Henning aus Reutlingen (und Los Angeles).

Bei sommerlichen Temperaturen mit einer abendlich intensiven Beleuchtung und Stimmung, kamen rund 30 Teilnehmer an die HAP Grieshaber Halle. Sie wurden begrüßt vom Vorsitzenden Hermann Walz, der sich bei Ramona Mathes vom Kulturamt für ihre Vorbereitung und beim Landkreis Reutlingen für die Förderung bedankte. Mit Gitarrenklängen von Jan Henning begann nun der Rundgang .

Andrea Bachmann zitierte Texte von HAP und seinen Zeitgenossen, jeweils zum Thema der Stationen.

Der Pan, der flötenspielende Gott der Hirten, des Waldes und der Natur, hat Grieshaber zeitlebens beschäftigt, bedingt auch durch seinen Griechenlandaufenthalt in jungen Jahren. Die erste Station zeigt Pan vor den Bergen der Schwäbischen Alb und auf der Rückseite im Rosenhag.

Grieshaber hat in diesem Hirtengott auch sich selber gesehen mit seiner Neigung, die Mitmenschen mit aktuellen Themen zu konfrontieren, die gerne verdrängt wurden.

Das Liebespaar auf einem Pferdewagen (Station 2) ist die Replik eines frĂĽhen Werkes aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Aus der Serie “Hungerwinter” zeigt  sie ein Transportmittel, das damals normal auf der Alb war, aber heute in dieser Form nicht mehr existiert. Trotz Berufsverbot waren diese Holzschnitte entstanden.

Farbiger und eindrucksvoll ist die Tafel auf der Eiferthöhe, deren Darstellungen aus dem Buch “Herzauge” stammen. Unter welch schwierigen Bedingungen der mit Berufsverbot belegte Künstler eine Mappe und später ein Buch gestaltete, schilderte Andrea Bachmann.

Das “blaurote Paar” von 1950 zeigt, wie Grieshaber farbige Holzschnitte im expressionistischen Stil entwickelte. Dasselbe gilt für die nächsten beiden Stationen “Frühling” und “Feuervogel”.

Grieshaber hatte den Auftrag, fĂĽr das Ballett von Igor Strawinsky die KostĂĽme und Dekorationen         zu entwerfen. Das Märchen erzählte die FĂĽhrerin in Kurzform den interessierten Zuhörern.

Etwas schweißtreibend war der steile HAP-Grieshaber-Weg, zunächst zu der Glastafel “Poseidon und Amphitride”. Diese Arbeit, die im Original in der Peter-Rosegger-Schule in Reutlingen steht, wurde von der Firma Heinzelmann im Jahr 1959 in Auftrag gegeben und stand lange in Fürstenfeldbruck. Der Meeresgott mit dem Dreizack spielt auch auf einer Flöte. Seine Gattin ist umschwebt von Meerestieren, die zu der göttlichen Musik zu tanzen scheinen.

Vorbei am ehemaligen Wohnhaus und Atelier des Künstlers folgte ein Thema aus den von Grieshaber herausgegebenen Mappen “Engel der Geschichte”, nämlich “stop dem walfang!”.

Dieses Thema ist heute noch aktuell. Andrea Bachmann las aus einem Bericht einer Journalistin über das Abschlachten von über 100 Grindwalen auf den Färöer Inseln vor, der sehr beeindruckte.

Die Tafel “Arche Achalm” zeigt die Lebensweise der Familie mit den vielen Tieren und einer Frauenfigur, die sich an die Achalm anlehnt. Dieser Malbrief ist einer von rund siebzig Exemplaren, die Grieshaber an Margarete Hannsmann im Jahr 1968 während eines Krankenhausaufenthaltes in Tübingen geschieben und gemalt hat. Die Teilnehmer hörten Auszüge aus Gedichten der Schriftstellerin als Beispiel für ihre Liebe zu Grieshaber und der Schwäbischen Alb.

Die Geschichte der Engel aus der St. Bonifatius-Kirche in Metzingen auf dem Kreuzbuckel schilderte Andrea Bachmann mit der Entstehungsgeschichte und Ausführungen über die Bedeutung der Engel, die Grieshaber zeitlebens beschäftigt hat.

Auf der Schillerhöhe mit der Gruppe der “Epheben” empfing die Teilnehmer wieder elegische und zur Stimmung passende besondere Gitarrenmusik von Jan Henning.

Diese griechischen Jünglinge, so erzählte Andrea Bachmann, hatten eine Ausbildung über 2 Jahre zu machen, bevor sie als vollwertige Bürger anerkannt wurden. Der im Jahr 1963 gefundene keltische “Krieger von Hirschlanden” war Inspiration und Vorbild für den Druckstock und den Textildruck der Pausa in Mössingen.

Langer Beifall belohnte die FĂĽhrerin und den Gitarristen fĂĽr diese bisher einmalige Veranstaltung.

hw

HAP Grieshaber im Verkaufsraum

Zur Überraschung vieler Kunden und Cafebesucher ist mit dem Umbau der Filiale der Bäckerei Mayer in Eningen, eine lebendige Gedenkstätte für HAP Grieshaber entstanden, der an der Achalm bis zu seinem Tod 1981 lebte.

Originale Holzschnitte aus eigener Sammlung und Wandtexte, sowie ein Porträt des weltbekannten Künstlers ließ Günter Mayer durch ein Werbebüro gestalten und anbringen.

Diese originelle Idee freut uns vom Förderverein, denn auf diese Weise wird Anerkennung und lebendige Erinnerung gepflegt.

hw



Pressemitteilung vom 2.8.2021

Literarische und musikalische FĂĽhrung auf dem HAP Grieshaber Rundweg

Am Freitag 13. August um 18 Uhr wird Andrea Bachmann M.A. aus TĂĽbingen an der HAP Grieshaber Halle mit einer FĂĽhrung besonderer Art beginnen.

Passend zu den Themen der bestehenden Repliken, wird sie Texte von HAP Grieshaber und seinen Zeitgenossen zitieren und ergänzen.

Musikalische Zwischenspiele sind mit dem bekannten Gitarristen Jan Henning geplant.

Der Rundgang dauert ca. 1,5 Stunden und endet wieder an der HAP Grieshaber Halle.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, da der Rundgang im Freien stattfindet. Die Bestimmungen nach der Corona Verordnung sind natĂĽrlich ein zuhalten z.B. Abstand und Registrierung der Teilnehmer mit Name und Telefonnummer.

Ein Unkostenbeitrag wird erbeten.

hw


Lesung mit Gesang

Am vergangenen Sonntag fand im Anschluß an die Öffnung der Ausstellung „Riccarda Gregor-Grieshaber“ im Foyer der HAP Grieshaber Halle eine Lesung aus Büchern der Künstlerin statt.

Es las Monika Hunze vom Theater Pädagogik Zentrum BW in Reutlingen.

 Die musikalische Umrahmung hatte die Sängerin Adelinde Bohn aus Eningen unter Achalm ĂĽbernommen.

Ca. 40 Besucher waren gekommen. Hermann Walz, Vorsitzender des Fördervereins Eninger Kunstwege begrüßte und schilderte kurz den Lebenslauf dieser bemerkenswerten Frau, der zweiten Ehefrau von HAP Grieshaber.

Aus dem Buch über ihre Kindheit „Als ich Abschied nahm“ begann der Reigen von Sprache und Gesang, Adelinde Bohn hatte entsprechend den Themen der Lesung Lieder und Melodien von Georges Gershwin und dessen Zeitgenossen ausgewählt, die sie gefühlvoll vortrug. Die Komponisten dieser Zeit liebte Riccarda Gregor-Grieshaber.

Eigentlich hätte sie nach dem Wunsch des Vaters ein Junge werden sollen mit dem Vornamen „Riccardo Francesco“ in Erinnerung an einen Studienaufenthalt der Eltern in Italien. Notgedrungen wurde daraus „Riccarda – Franziska“.

Sie wurde am 3. Dezember 1907 in Breslau geboren. Ihr Bruder Hans Georg Pfeiffer holte sie 1950 in die Bernsteinschule, wo sie 1951 die Leitung ĂĽbernahm. In diesem Jahr lud sie u.a. HAP Grieshaber zu einem Vortrag ein.

1953 heirateten die beiden KĂĽnstler und zogen an die Achalm.

Ein kurzer Ausschnitt aus dem Buch „Meine englischen Bulldoggen“ und ausführliche Passagen aus dem Buch „Mit Kugelschreiber und Kochlöffel“ folgten.


Eninger Nachrichten 02. Juli 2021

Das kulturelle Leben erwacht

Finissage Yvonne Kendall im Rathausfoyer

 

Klein aber fein wagte sich die Kulturszene Eningens nach sämtlichen Schließungen mit der Finissage zu Yvonne Kendalls Hasenfigur am ePunkt vor dem Rathaus zurück an die Öffentlichkeit. Besucher konnten sich zunächst an einer Führung über den Kunst und Sinnespfad erfreuen, bei der MarEl Schaefer vom Förderverein Eninger Kunstwege diesmal speziell Alleinstellungsmerkmale Eningens herausstellte. Sie begann ihre Erläuterungen dabei an der Krämerskulptur von Eduard Raach-Döttinger und stellte zunächst die Eninger Krämertradition heraus, um danach anhand der Vielzahl zeitgenössischer regionaler Kunstobjekte zu veranschaulichen, weshalb sich in Eningen viele Künstler versammeln und die Gemeinde zu einer kleinen Kunstgemeinde wachsen ließ. Weltbekannte Künstler lebten in Eningen und beschenkte die kleine Gemeinde am Fuße der Achalm mit diesem „Zertifikat“. Bis heute lockt dieses künstlerische Erbe, neben der vorteilhaften Lage in Natur- und Stadtnähe, freischaffende Künstler von überall her. Viele Atelierbetreiber reihen sich mittlerweile in die Einwohnerschaft ein, die sich im kommenden Jahr zum ersten Mal auch öffentlich präsentieren möchten.

Nach der gemĂĽtlichen Runde ĂĽber den Kunstpfad sollte am vergangenen Freitagabend schlieĂźlich das Gewicht auf das eigentliche Thema der Veranstaltung gelenkt werden. Die FĂĽhrung endete daher am Kunstfenster der EugenstraĂźe und am ePunkt vor dem Rathaus, um den Blick auf die dort ausgestellten Leihgaben zu lenken.

Es sind die Arbeiten von Yvonne Kendall, die seit Ostern in Eningen präsentiert werden und, nachdem die Vernissage coronabedingt entfallen musste, nun in Form einer Finissage besprochen werden sollten. Die deutsch-australische Künstlerin war persönlich vor Ort und wurde im Rathausfoyer von MarEl Schaefer zu Ihren Werken befragt. Freudig und sehr offen berichtete sie hierbei über die biografischen Zusammenhänge zu ihrer Kunst. Speziell die Hasen hatten es ihr nach Ihrer Ankunft in Deutschland angetan. Aus Australien stammend kannte sie zwar die Osterfeier aber nicht die dazugehörige Symbolik, geschweige denn die Zusammenhänge mit den Jahreszeiten, die es in Australien so nicht gäbe. Erst hier entdeckte sie die Symbolkraft und bezog sie durch die künstlerische Arbeit auch prompt in ihr eigenes Leben ein. Fruchtbarkeit sollte ihr der Hase bringen und tatsächlich entstand dabei eine Tochter, die mittlerweile das Teenageralter erlangt habe. Kendall schmunzelt und berichtet weiter von den 4-5m hohen Arbeiten der Hasen und Lämmer, die in Melbourne ausgestellt sind und dort große Anerkennung erfahren.

 

Kendall arbeitet mit Alltagsgegenständen. Ihre Kunst ist daher sehr vielseitig und sie berichtet auf Nachfrage Schaefers über die Verwendung von Stoffen, auf welchen ihr Hauptaugenmerk läge. Exponate hierfür sind noch bis Ende Juli im Kunstraum zu sehen.

Sie kreiert aus alten Stoffen Figürliches, welches sie wiederum durch weitere Alltagsgegenstände in ihrer Aussagekraft unterstützt. So balanciert der Stoffhase in der Eugenstraße kopfüber auf zwei spitzzulaufenden Rädern, welche wiederum diagonal auf einem Schachbrett rollen. Scheinbar versucht sich der hoffnungsbringende, flinke Bewegungskünstler auf dem „Spiel des Lebens“ zu halten und nicht Schach matt zu gehen.

Beim Backhasen auf dem ePunkt vor dem Rathaus versetzt Kendall die Betrachter in Kindheitserinnerungen, was auch Annegret Romer, als Vertreterin der Gemeinde, in ihrer Ansprache festhielt. Ihr lief beim ersten Blick um die Rathausecke wohl gleich das Wasser im Munde zusammen, als sie an die leckeren Zucker und Kuchenhasen aus ihrer Kindheit dachte. Erfreut hielt Romer fest, dass ihr die Vielseitigkeit der Kunstwerke auf dem ePunkt besonders gefiele und sie das Kunsttreiben hier in der Gemeinde im Allgemeinen sehr positiv verfolge. Es bewege sich viel und vor allem auch die Kunstwege im AuĂźenbereich waren in Zeiten von Corona eine Bereicherung fĂĽr die Gemeinde, so Romer.

Aber auch die anderen Künste müssen wieder zum Leben erweckt werden und so war es zudem ein Ohrenschmaus am Künstlergespräch durch die E-Bassklänge von Tobias Fritzen unterhalten zu werden. Er spielte Eigenkompositionen und schaffte dabei einen gelungenen musikalischen Rahmen für die Veranstaltung. Jüngst nach Eningen gezogen, wollte er mit seiner Darbietung auch ein kleines „Hallo“ senden und freute sich über diese Gelegenheit.

FĂĽr den Nachhauseweg gab es kleine CarePakete auch zur Vorfreude auf vielleicht baldiges Austauschen ĂĽber Kunst ohne Abstand und Maske, auf sich treffen und gemĂĽtlich sein.

Vielen Dank dem Förderverein Eninger Kunstwege für seinen Einsatz für die Kunst und diesen gelungenen Veranstaltungsauftakt nach einem Jahr pandemiebedingter Schließungen, vielen Dank Yvonne Kendall für die Leihgaben und vielen Dank den treuen Kunstliebhabern.

 

 


Eninger Nachrichten 25.Juni 2021

Fertigstellung des HAP Grieshaber Wegs dank großzügiger Spenden möglich

 

Es war das Streben des Fördervereins den HAP Grieshaber Weg in diesem Jahr zum Abschluss zu bringen, um ihn in Gänze den Besuchern präsentieren zu können. Hintergrund war dabei den Besuchern nach den improvisierten Webeflyern und Wegbeschreibungen nun endlich die neuen Flyer mit genauem Wegeverlauf, QR Codes und den lückenlosen Streifzug durch Grieshabers Gesamtwerk bieten zu können. Vor allem in der kunstarmen Zeit, bedingt durch die Pandemie, waren die Besucher sehr glücklich Kunst in der Natur erleben zu können und die Nachfrage war und ist sehr groß.

Zu Beginn des Jahres war die finanzielle Lage allerdings noch nicht sehr vielversprechend, was den Verein veranlasste einen Spendenaufruf zu starten und direkt potenzielle Spender zu suchen. Zunächst war es die WGV, die mit einer großzügigen Spende über 2500,-€ im Januar den Stein ins Rollen brachte und den Verein ermutigte weiter an der Suche nach Spendern festzuhalten. Nur ein kleiner Aufruf genügte und es gingen zahlreiche kleinere und größere Spenden in Höhe von mittlerweile insgesamt 3844,-€ ein, was die Vereinsmitglieder freudig überraschte, da es auch ein schönes Zeichen dafür ist, dass der Weg von der Öffentlichkeit wahrgenommen und befürwortet wird.

Umso erfreulicher war es als vor ein paar Tagen die ganze Angelegenheit in trockene Tücher gepackt werden konnte. Die OEW sagte dem Verein eine Spende von 6000,-€ zu, wodurch zusammen mit der Unterstützung durch die Gemeinde in Höhe von 8000,-€ dem Aufstellen der Repliken nun nicht mehr viel im Wege steht. Freudig und mit viel Elan möchte der Förderverein daher gemeinsam mit dem Kulturamt alles in die Wege leiten, um die Repliken noch in diesem Jahr an Ort und Stelle zu bringen und um den Weg für Besucher in Gänze erlebbar zu machen.

Es dauert circa 1,30 min, um den Weg abzulaufen und er lässt sowohl Kunstliebhaber in die Welt des Holzschneidens eintauchen, gleichwie er Wanderfreunden einen schönen Blick über die umliegende Naturlandschaft präsentiert.

Die Liebe zur Kunst und zur Natur und das Können dies künstlerisch zum Ausdruck zu bringen, gespickt mit leidenschaftlichem Enthusiasmus für politische Themen - dies vereinte Grieshaber in seinem Inneren und dies machte seine Kunst ausdrucksstark und weltbekannt. Das Erleben seiner Kunst in der Natur, macht die Kunst und den Künstler für Besucher nahbar und greifbar und das Kunsterleben zu etwas Besonderem.

Schön, dass dies nun bald durch die zahlreichen Spender in Gänze verwirklicht werden kann und der Eninger Teil des HAP Grieshaber Weges fertig gestellt wird. Um dem Achalmliebhaber Grieshaber in Gänze gerecht zu werden ist eine Ausweitung in Richtung Achalm zusammen mit der Stadt Reutlingen angedacht, worüber wir uns sehr freuen.

Vielen Dank im Namen des Fördervereins und auch der Gemeinde Eningen an die Spender für die Unterstützung zur Verwirklichung des Projekts.

Ihr Förderverein Eninger Kunstwege

Infos zur Ausstellung Riccarda Gregor Grieshaber und zu Veranstaltungen rund um den Kunst und Sinnespfad unter: www.kunstwege-eningen.de



FĂĽhrung mit anschlieĂźender Finissage am Freitag, 25. Juni 2021, ab 17 Uhr vorm Eninger Rathaus 

Anmeldung unter 07121-8921250

Unser Eninger Frühlingsbote verabschiedet sich feierlich…

Als Symbol fĂĽr den Neuanfang und die Fruchtbarkeit wurde zum FrĂĽhlingsbeginn und zu Ostern die Hasenfigur von Yvonne Kendall auf dem Eninger ePunkt vor dem Rathaus, sowie kleinere Arbeiten der KĂĽnstlerin im Kunstraum in der EugenstraĂźe ausgestellt.

Nicht passender hätte die „Fertility Marquette“ für den Neuanfang nach einem schweren Jahr der Pandemie symbolhaft Pate stehen können, aber die Zeit von Beschränkungen und Krankheit forderte noch etwas Geduld und hatte uns bis vor kurzem noch gänzlich im Griff. Umso schöner, dass es zum Abschluss der Ausstellung von Yvonne Kendall nun doch aufwärts geht, Lockerungen möglich sind und wir ein wenig aufatmen können. Der Förderverein Eninger Kunstwege und das Kulturamt freuen sich erstmals wieder Besucher zur Führung und anschließender Finissage einladen zu dürfen.

Nachdem sich Kunsthungrige ab 17 Uhr auf dem Kunst- und Sinnespfad, durch die regionale zeitgenössische Kunst tummeln können, wird ihr Hunger anschließend durch ein Künstlerinterview mit Yvonne Kendall weiter gestillt. Die Künstlerin wird anwesend sein und bei einem kleinen Umtrunk und in musikalischer Umrahmung durch Tobias Fritzen am Bass über ihre Arbeiten auf dem ePunkt und dem Eninger Kunstraum berichten.

Anmeldungen zu FĂĽhrung und/oder Finissage unter 07121-8921250 (begrenzte Teilnehmerzahl)

Yvonne Kendall wurde 1965 in England geboren und zog im Alter von neun Jahren mit ihren Eltern nach Australien. Dort studierte sie später am Victoria College in Melbourne Kunst und schloss mit dem Bachelor of Arts im Jahre 1987 ab.

Seit 2000 lebt die Australierin mit ihrer Familie in Deutschland und ist nicht weniger agil, als sie dies in Australien bereits war. Weltweit stellt sie aus, kümmert sich als Dozentin um den künstlerischen Nachwuchs, gleichwie sie den Spagat zwischen Familie und Arbeit bewältigt. Wir freuen uns sehr eine so namhafte Künstlerin hier in Eningen begrüßen zu dürfen.


Eninger Nachrichten 25. Juni 2021

Mit Grieshaber auf Reisen gehen

Druckwerkstatt mit Yvonne Kendall fĂĽr Kinder im BĂĽchereigarten am vergangenen Samstag bei herrlichem Wetter

 

Wer einem wohl hoch zu Ross ĂĽber die Alb so alles begegnet?

Dies konnten am vergangenen Samstag die Kinder bei Yvonne Kendall, der deutsch-australischen KĂĽnstlerin, in der GemeindebĂĽcherei erfahren.

Sie führte die Kleinen in zwei Gruppen durch die Osterritt Ausstellung in der Bücherei und erzählte lebhaft von der Reise, die der Künstler HAP Grieshaber einst machte.

Mit seiner Stute Sweina machte sich Grieshaber auf, um ĂĽber die Alb bis in seine Heimat Rot an der Rot zu pilgern. Auf der Suche nach sich selbst begegnete er Mensch und Tier. Er suchte die Ruhe, ritt abseits der StraĂźen und machte einen Zwischenstopp im Kloster SieĂźen, wo er voller Bewunderung fĂĽr die Arbeit der Klosterfrauen nach drei Tagen weiterreiste bis er schlieĂźlich in der Kirche seiner Heimat kniete, nicht um zu beten, sondern um sich zurĂĽckzuerinnern, wie er damals als kleiner Junge dort vorm Altar stand.

Von den Drucken und der Geschichte, die Grieshabers Frau Riccarda fĂĽr ihn aufschrieb, beeindruckt, konnten die Kinder loslegen und sich ihrer eigenen Vorstellung von einer Reise ĂĽber die Alb hingeben.

Yvonne Kendall hat in Melbourne Kunst studiert und arbeitet neben ihrer eigenen künstlerischen Tätigkeit seit Jahren auch mit Kindern. Widmet sie sich in ihren eigenen Arbeiten meist der Textilkunst, findet sie dennoch in anderen Medien und Techniken ihre Inspirationsquelle. Am Samstag zeigte sie den kleinen Künstlern, wie man mit Moosgummiplatten drucken kann und ließ den Kindern gestalterisch und kreativ freien Lauf. Es wurde fleißig gezeichnet, es wurden Farben gemixt und es entstanden tolle farbenfrohe und kreative Werke. Es gab Ritter hoch zu Ross, die wilden Tieren begegneten, es gab weite Wiesen und Felder zu sehen, gleichwie Schmetterlinge um die Reiter kreisten und Waldtiere guten Morgen sagten. Die Kinder tauchten richtig ein in ihre Phantasiewelt zur Reise über die Alb und mit großem Eífer und hochkonzentriert hing am Ende die komplette Wäscheleine voll mit bunten Drucken. Einen ganzen Packen Blätter konnten die Kinder mit nach Hause schleppen und es war eine Freude daran teilzuhaben, so auch Yvonne Kendall am Ende der Veranstaltung.

Gerne kommt sie wieder, denn das Thema des Osterritts bietet auch fĂĽr Jugendliche und Erwachsene genug Stoff, um in der Auseinandersetzung mit sich selbst kreativ zu werden.

Wenn Sie Lust haben daran teilzunehmen, lassen Sie sich gerne jetzt schon unter 07121-8928100 vormerken.  Termin wird noch bekannt gegeben.

 

Pressemitteilung vom 14.6.2021

 

Letzte Etappe fĂĽr den HAP Grieshaber Weg

 

Der Förderverein Eninger Kunstwege strebt an, dass in diesem Jahr der HAP-Grieshaber-Weg mit 14 Stationen abgeschlossen werden soll.

Drei Stationen sind noch zu realisieren. Die Gemeinde Eningen und die Württembergische Gemeinde Versicherung haben Finanzmittel zugesagt, so dass noch ca. 6.000 € vom Verein aufgebracht werden müssen. (Heutiger Spendenstand 3.300 € - herzlichen Dank)

Die VereinsfĂĽhrung hofft auf Spender/innen, die helfen, dass der Rundweg als Gesamtkonzeption dann im Jahr 2022 der Gemeinde und der Ă–ffentlichkeit ĂĽbergeben werden kann.

 

Zur Verwirklichung stehen an:

Station 8 “Drucken ist ein Abenteuer” am Grieshaber-Weg auf Höhe des ehmaligen Grieshaber- Hauses

Station 13 “Liebe ist ein Hemd aus Feuer” in der Grünanlage Hörnle im oberen Bereich

Station 14 “1. Mai 1978 Recht auf Kultur, Recht auf Arbeit” in der Grünanlage Hörnle im unteren Bereich.

Von dort aus fĂĽhrt der Weg direkt zum Ausgangspunkt an der Grieshaber-Halle.

Geplant ist auch eine Informationstafel mit dem Lageplan und weiteren Informationen auf dem Parkplatz vor der HAP-Grieshaber-Halle nach dem Muster der Infotafeln der Biosphäre.

 

Wir rufen auf zu einer Spendenaktion “HAP-Grieshaber-Rundweg” und freuen uns über jede noch so kleine Spende. Bei Spenden über 100 € erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. Spender ab 500 € werden auf einer vom Spender gewählten Tafel als Unterstützer genannt.

Unsere Bankverbindung: Förderverein Eninger Kunstwege KSK Reutlingen IBAN DE36 6405 0000 0100 0799 79

Kontakt und RĂĽckfragen: Hermann Walz Tel. 0172 7655960 oder vorstand@kunstwege-eningen.de

 

Impressionen zur Ausstellung Riccarda Gregor-Grieshaber

Ein Klick aufs Bild und Sie werden zum Kurzfilm weitergeleitet!

Gemälde Poesie auf Youtube

Letzte Etappe fĂĽr den HAP-Grieshaber-Weg

 

Der Förderverein Eninger Kunstwege strebt an, dass in diesem Jahr der HAP-Grieshaber-Weg mit 14 Stationen abgeschlossen werden soll.

Drei Stationen sind noch zu realisieren. Die Gemeinde Eningen und die WĂĽrttembergische Gemeinde Versicherung haben Finanzmittel zugesagt, so dass noch ca. 6.000 € vom Verein aufgrund vorliegender Angebote aufgebracht werden mĂĽssen.. ( Aktueller Spendenstand 2.500 € - herzlichen Dank)

Die VereinsfĂĽhrung hofft auf Spender/innen, die helfen, dass der Rundweg als Gesamtkonzeption dann im Jahr 2022 der Gemeinde und der Ă–ffentlichkeit ĂĽbergeben werden kann.

 

Zur Verwirklichung stehen an:

Station 8 “Drucken ist ein Abenteuer” am Grieshaber-Weg auf Höhe des ehemaligen Grieshaber-Hauses

Station 13 “Liebe ist ein Hemd aus Feuer” in der Grünanlage Hörnle im oberen Bereich

Station 14 “1. Mai 1978 Recht auf Kultur, Recht auf Arbeit” in der Grünanlage Hörnle im unteren Bereich.

Von dort aus fĂĽhrt der Weg direkt zum Ausgangspunkt an der Grieshaber-Halle.

Geplant ist auch eine Informationstafel mit dem Lageplan und weiteren Informationen auf dem Parkplatz vor der HAP-Grieshaber-Halle nach dem Muster der Infotafeln der Biosphäre.

 

Wir rufen auf zu einer Spendenaktion “HAP-Grieshaber-Rundweg” und freuen uns über jede noch so kleine Spende. Bei Spenden über 100 € erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. Spender ab 500 € werden auf einer vom Spender gewählten Tafel als Unterstützer genannt.

Unsere Bankverbindung: Förderverein Eninger Kunstwege KSK Reutlingen IBAN DE36 6405 0000 0100 0799 79

Kontakt und RĂĽckfragen: Hermann Walz Tel. 0172 7655960 oder vorstand@kunstwege-eningen.de


Pressemitteilung vom 12.5.2021

"Drucken ist ein Abenteuer"

40. Todestag von HAP Grieshaber

Am 12. Mai jährte sich der 40. Todestag des weltbekannten Künstlers HAP Grieshaber, der am 12. Mai 1981 im 72. Lebensjahr verstarb.

In zahlreichen Nachrufen und Zeitungsartikeln wurde er gewürdigt. Sein Werk ist bis heute und auch zukünftig einzigartig und bedeutend in seiner Vielfalt und Aussagekraft. Viele seiner politischen, in künstlerische Art gewandelten Themen, sind heute nach wie vor gültig und aussagekräftig.

Da wegen der Corona Beschränkungen keine Gedenkfeier am Grab im Friedhof Eningen abgehalten werden konnte, legten die Vertreterin der Gemeinde Eningen, Ramona Mathes und die Vertreter des Fördervereins Eninger Kunstwege e.V., Hermann Walz und Peter Hespeler, eine Blumenschale nieder.


HAP Grieshaber – Maler oder Holzschneider?

Grieshaber: der Wächter auf der Achalm

 der Partisan mit der Panflöte

der schwäbische Eremit,

der deutsche Holzschneider

der kauzige Provokateur

der verletzliche Weltverbesserer

das versponnene Sprachgenie

der Grenzgänger zwischen den politischen Welten

der passionierte Drucker

der Bruder von Noah und Don Quijote

der Humanist im Untergrund

der weltoffene Eigenbrötler

der Gotiker mit dem barocken Ăśberschwang

der Menschenrechtler und Osterreiter

der Magier der Schwarzen Kunst

der Poet im rauen Alb-Arkadien

der betroffene Zeitgenosse

der Virtuose am Holzstock

Unglaublich, wieviele Attribute und Einschätzungen die Journalisten und Redner ihm im Laufe seines Lebens zuschrieben.

War er ein Holzschneider oder Maler? Beides.

Der Maler Grieshaber wählte den Umweg über das Holz, um an das Ziel seiner Bilder zu gelangen.

Am 12. Mai 1981, also vor 40 Jahren, starb er in seinem Domizil an der Achalm.

( Textauszug aus dem Vorwort  zu den vierzig Gouachen fĂĽr den Basler Totentanz)

hw


Förderverein Eninger Kunstwege e.V.

In Memoriam HAP Grieshaber

Vor 40 Jahren am 12. Mai 1981 ist HAP Grieshaber verstorben. Wegen der Corona Einschränkungen ist leider keine Gedenkstunde an seinem Grab auf dem Eninger Friedhof möglich, wie dies ursprünglich vorgesehen war.

Wir möchten ihn persönlich mit Texten zu Wort kommen lassen, damit in Erinnerung gerufen wird, welch eine Persönlichkeit er mit Ecken und Kanten war und wieviel er für die Kunst und Kultur in unserem Land und weltweit bedeutet.

HAP Grieshaber Es gibt keine Kunst fĂĽr Arbeiter vom  31.5.1968 (DIE ZEIT)

Kunst ist ja schlieĂźlich kein Beruf, und die meiste Zeit seines Lebens hat der KĂĽnstler keine Existenz. Ich bin fast mein Leben lang Arbeiter gewesen. Setzer, Drucker, Klischeezeichner, Kartograph, wissenschaftlicher Zeichner am Ultramikroskop, Zeitungsausträger, Maschinenschlosser,  Bergmann, auch Schulmeister (Professor), Tierhalter, Bettler, Vater, Flugblattverteiler.

Ich war es, um immer etwas zu essen zu haben und Zeit fĂĽr die Freiheit herauszuschlagen, um jene Dinge zu machen, welche mir mehr am Herzen liegen.

Nach zwanzig Jahren kann sich kaum jemand vorstellen, was eine Kontrollratsverfügung der Sieger für die Kunst bedeutet hat: „Die Reichskulturkammer ist aufgelöst“. Es ah aber nur so aus. Als ich aus dem Bergwerk in Belgien zurückgekommen war, gab es zwar dieses alliierte Gesetz, jedoch die Verfügungen des Dritten Reiches waren unbeschädigt erhalten geblieben. Alle Anordnungen der Faschisten sind einfach weiter angewendet worden. Das Finanzamt meiner Heimatstadt, bei dem ich mich zuerst zu melden hatte, um eine Wohnung zu bekommen –ein entarteter Maler hatte eben keine – wollte zuvörderst wissen, ob ich Mitglied des Berufsverbandes bildender Künstler sei! Beim Farbenhändler gab es für den Nichtorganisierten keine Farben, im Papiergeschäft kein Papier, die Gemeinde hatte kein Holz für Künstler. So einen wie mich gab es also immer noch nicht.

Meine Kraft reichte, um als Waldarbeiter für die Gemeinde verpflichtet, eine Werkstatt zu bauen. Geld war nicht da, aber am Tor der Maschinenfabrik in Reutlingen standen meine alten Kumpel. Ich brauchte nur zu sagen: „Karl, ich brauche eine Tür. – Frieder, du musst mir Holz besorgen. Leberecht, - wo ist ein Fenster? Tags darauf war alles da. Gestohlen natürlich. Meine Türe ist eine Schultüre, Klasse 6b kann man noch darauf lesen. Mein Fenster ist ein Dachfenster aus einem Krankenhaus. Das Holz für die Wände muss irgendwo herumgelegen haben. Wir bauten ohne Architekten und ohne Genehmigung. Wir mauerten bei 4 Grad unter null und hatten kein Geld für ein Frostschutzmittel, das ich in den Zement hätte tun müssen. Nun staubt es heute noch und zieht aus allen Fugen im Atelier. Der Ofen ist neu, wärmen tut er aber nie mehr so wie damals, als wir unseren ersten Ofen aus einer herumliegenden Bombe zusammengeschweißt hatten.

Aber sonst hat es der Achalm nie an Wärme gefehlt, an jeder Wärme, die unten im Tal vom Machtmechanismus des Wiederaufbaus ĂĽberspielt worden ist. Bei uns ist es geblieben, wie Paula Modersohn-Becker sich wĂĽnschte: „In der Deele soll es kalt sein und wenn man an den Ofen fasst soll man sich brennen, und Leben sei ĂĽberall“. Manchmal wenn Kunsthändler heraufkamen, zumeist am Ende oder Anfang der Ferien, und mit ihren Bekannten  (ihr Auto hatte mindestens 4 Sitze), so hörten wir auĂźer den vielen Achs und Oohs, die unsere Tiere und Pflanzen auslösten, oft, wie die Damen und Herren sich zuraunten: „Die Achalm ist eine Bruchbude“

Ich weiß, meine Werkstatt ist vor dem Fenster 20 km weit, vor mir schwingt der Rand der rauen Alb als Grenze, sich wie die geliebten Berge Griechenlands gegen den Himmel zeichnend. Alles, was dazwischen liegt, ist vorgeformt, Häuser, Straßen, Autos. Nur der leere Raum, ausgefüllt von Blumen, Tieren, Pflanzen, Bergen und Wolken ist nicht bewältigt, hat bis heute nicht seinen Meister gefunden.

Tief unten liegt der Friedhof, der gute Ort, wie die Juden sagen. Der Partisan wird dort einmal großartig beerdigt werden. Zwei Dutzend Vereine der Künstler, die mich inzwischen zum Mitglied, Ehrenmitglied und Vorstand gemacht haben, werden Kränze niederlegen. Alles e.V. eingetragene ‚Vereine. Schade, dass ich dann die Kranzschleifen nicht mehr sehen kann. Die Reden nicht mehr hören. Noch nützen sie mir nichts.

 

 

HAP Grieshaber Vorwort zum Doppelheft 19/20 der Zeitschrift „Engel der Geschichte“

Unsere Freiheit ist überall bedroht! Selbst in der Heimat, wo man die Gefahr nur zu gerne übersieht. Schauen wir uns in der Nähe um, so gilt es rasch zu handeln, ehe der Blick vollends vergittert wird. Es gibt Gitter, die wir erst bemerken, wenn wir hinter ihnen sind. Auf der letzten documenta sah ich Gitter aus Haaren, Stoff und Gitter aus Fäden, an denen Perlen glänzten. Es müssen viele begriffen haben, was damit gesagt werden sollte.

Ich möchte mich bei dem, aus was ich meine Formen hole – den melodischen Hügelzügen der Schwäbischen Alb – nicht auf ein genuines künstlerisches Erlebnis nachher herausreden. Nachher, wenn es diese meine Welt, die Rauhe Alb, nicht mehr gibt. Eine einmalige Landschaft, die hinter dem zur Phrase gewordenen Umweltschutz zu verschwinden droht.

Umweltplanung auf lange Sicht ist genau das Gegenteil, was diese Landschaft braucht. Wer einmal erfahren hat, was Wacholderalb ist, was eine offene Landschaft braucht, den Millionen in den Industriestädten an ihrem Rande fürs Überleben bedeutet. Der will, dass sofort gehandelt wird. In zehn Jahren: versteppte Brachflächen, aufgeforstete Äcker, Wiesen und Wacholderheiden, in zehn Jahren gibt es niemand mehr, der eine Wiese mäht. Aber welcher gesellschaftliche Machtapparat kümmert sich nicht lieber um die Steigerung der Wachstumsrate der Industrie als um das, was den Menschen dient.

Als das Wassergesetz im preußischen Landtag zur Debatte stand, brandmarkte Karl Liebknecht die halbherzigen Maßnahmen des Staates „ Gegen die Kosten sträubt man sich, der Kosten wegen hat man das Wasser wild ablaufen lassen.“

 

 

Riccarda Gregor-Grieshaber

 

Die vorbereitete und interessante Ausstellung ĂĽber die Frau von HAP Grieshaber im oberen Foyer der HAP-Grieshaber-Halle kann derzeit leider wegen der Corona Pandemie nicht besucht werden.

Wir bringen in Folge Auszüge aus ihren Büchern und Fotos, um so auf diese Künstlerin aufmerksam zu machen, in der Hoffnung, daß wir irgendwann die Ausstellung öffnen können.

Ein Video, das durch die Ausstellung fĂĽhrt, ist in Vorbereitung.

In ihrem Buch “Mit Kugelschreiber und Kochlöffel” Aufzeichnungen einer törichten Frau herusgegeben im Jahr 1961 von der Europäischen Verlagsanstalt, finden wir folgenden Text:

“DIE HAUSFRAU – Von je hatte ich(oder hatte mich) eine Leidenschaft: Weißes Papier mit kleinen schwarzen Zeichen zu bedecken. Ich träumte von einem umfangreichen Werk, das zu seiner Vollendung nur eines stillen Raumes bedurfte, in dem es sich kontinuierlich denken und formulieren ließ.

Wie schön ist die Liebe! Arglos geriet ich in ein Familienleben. Eines Tages – Nani, unsere Tochter, fragte mich nach einer Vokabel, ich sagte: “Frag Papa!” Der Mann sprach begeistert von einer literarischen Neuerscheinung, ich kannte sie nicht ( ja, ich lief hinaus, um die Soße auf dem Feuer umzurühren!) – stellte ich mit Entsetzen fest: Ich war zur Hausfrau geworden!.......................

Zwar hatte ich das schwarze Gewerbe des Schreibens auch nach der Gründung unseres Hausstands weiterbetrieben, obwohl das Familienleben mich so herzhaft in die Arme genommen hatte, daß die Sucht, weißes Papier mit Schnörkeln zu bedecken, die Farbe eines geheimen Lasters annahm. Es war ein Glück, ihm nachzugehen, das aber gleichzeitig ein schlechtes Gewissen bedeutete, während eine dicht vollgehängte Wäscheleine ode rein wohlgeratener Zwiebelkuchen ein Gefühl von Unlust, andererseits aber ein gutes Gewissen erzeugte.”

Forsetzung folgt

hw

Eninger FrĂĽhlingserwachen!

Soweit es möglich ist, sollen auch die Kunst und Kultur ein wenig aus dem Corona-Tiefschlaf erweckt werden, um Sie mit Kunstgrüßen zu Ostern in den Frühling zu schicken und ein kleines Zeichen zu setzen, dass die Künstler und Kulturschaffenden zwar geduldig in den Startlöchern verweilen aber auch gebannt, wie viele weitere geplagte Branchen, auf das Ende der Pandemie hin fiebern.

Den Anfang machte vergangene Woche die neue ePunkt-Skulptur auf dem Rathausvorplatz. Für alle, die noch nie davon gehört haben, als auch für alte „ePunkthasen“, die das Skulpturen-Wechselspiel bisher aufmerksam beobachtet haben, geht es nun weiter.

FĂĽr Eningen und fĂĽr die Kunst

ePunkt-Hasen als Gaumenschmaus und fĂĽr einen guten Zweck

Eine übergroße Hasenform ziert den Eninger ePunkt vor dem Rathaus, die durch die tatkräftige Unterstützung unserer Bauhofmitarbeiter einen Sockel aus alten Eninger Dachbalken bekommen hat. Ein herzliches Dankeschön für diese Eninger Spende und für den Sondereinsatz der Bauhofmitarbeiter und die Initiative unseres Bauhofleiters Jens Herold. Upcycling heißt aus Altem Neues wachsen und entstehen lassen und gerade deshalb passen diese Balken nicht nur optisch, sondern auch thematisch wunderbar zu unserem Hasen am ePunkt. Er kündigt nicht nur den Endspurt auf das Osterfest an, sondern steht in seiner Ursprungsbedeutung für Fruchtbarkeit, Wiedergeburt und Neuanfang.

Yvonne Kendall, die Künstlerin der Hasenfigur, hat sich mit dem flinken Gesellen auseinandergesetzt, ist in die Ikonographie des Hasen genauso eingetauscht, wie in volkstümliche Bedeutungsrecherchen und zeigt auch im KunstRaum des Fördervereins Eninger Kunstwege in der Eugenstraße, wie tiefgründig Sie sich dem Thema genähert hat. Beschäftigt sie sich mit dem Thema der Fruchtbarkeit, des Neubeginns, so hinterfragt sie zudem auch die dazugehörigen Emotionen, wie Liebe und Treue und geht mit zwei farbigen Hasenherzen auf zwischenmenschliche Beziehungen ein.

Die „Fertility Marquette“ auf dem ePunkt, soll vor allem Hoffnung machen, Hoffnung auf das Ende der Pandemie oder zumindest, das Schwinden der hohen Infektionszahlen, Hoffnung auf einen Neustart nach der Pandemie. Zudem steht der Hase Pate für das Frühlingserwachen der Natur und soll unseren Blickwinkel auf das positive Erleben lenken, das uns die Natur vor Augen führt.

E-Punkt Gaumenschmaus fĂĽr einen guten Zweck

Kunst- und Kulturtreibende aber auch unsere ortsansässigen Vereine sind in diese Tagen, neben anderen Branchen besonders betroffen und kämpfen oft ums Überleben.

Gönnen Sie sich daher einen ePunkt-Backhasen der Bäckerei Sautter zum Nachmittagskaffee oder schenken Sie Freude zum Osterfest mit einem ePunkt-Zuckerhasen aus Erika´s Bügelstüble und unterstützen Sie mit jedem Kauf Künstler und Kulturtreibende, sowie Vereine in Eningen, damit der Start nach der Pandemie ein wenig Unterstützung erfährt. Wir danken an dieser Stelle den beiden Unternehmerinnen für Ihre Mithilfe und ihr Engagement.

Die Spenden werden gesammelt und sollen für ein allgemeines Projekt verwendet wedren, die alle Kunsttreibenden bei der Vermarktung oder Planung ihrer Vorhaben unterstützen. Angedacht ist beispielsweise eine moderne Littfasssäule in Form einer digitalen Wand, auf der sich Künstler, Kulturtreibende und Vereine präsentieren können und Sie als Besucher immer über die neuesten Aktionen in der Gemeinde informiert sind oder eine Dauerplattform für Außenveranstaltungen.

 

Museum im VorĂĽberziehen

HAP Grieshabers Osterritt im Schaufenster der GemeindebĂĽcherei

Nächste Woche und pünktlich zu Ostern soll der Kunstfrühling in Eningen weiter erwachen. Präsentieren möchten wir Ihnen im Schaufenster der Gemeindebücherei den Osterritt HAP Grieshabers.

Es handelt sich hierbei um einen Bericht über die Reise Grieshabers in seine Kindheit. Am Ostersonntag 1963 machte er sich mit seiner Islandstute Sweina auf den Weg über die Alb nach Rot an der Rot. Dort wurde er geboren und dort wollte sich der erwachsene Künstler damals wiederfinden und sich mit seinem Leben auseinandersetzen. Man könnte seine Unternehmung beinahe als eine Art Pilgerritt in die Kindheit bezeichnen, welchen Grieshaber später in Drucken und Zeichnungen festhielt. Seine Frau Riccarda Gohr-Grieshaber schrieb nach seinen Erzählungen die Texte und so entstand schließlich ein Gesamtwerk, welches er den „Osterritt“ nannte. Da Ostern für Neubeginn, Wiedergeburt und Erlösung durch das Sterben Jesu und dessen Auferstehung steht, passt auch diese Reise Grieshabers in unsere Reihe zum Frühlingserwachen sehr gut. Am Ende heißt es: „Während seiner Krankheit hatten sich die Obstbäume unter der warmen Sonne in rosaweiße, bienenumschwärmte Blütenwolken gehüllt, und erst diese zauberhaft verwandelte Gegenwart ließ in Grieshaber seine Reise zur Vergangenheit werden.“

Ein positives Resümee zum Neubeginn nach der Bewältigung alter vielleicht unwegsamer Erinnerungen, welches wir mit dieser Ausstellung an Sie weitergeben möchten. Legen Sie gerne im Vorübergehen einen kleinen Stopp ein und erfahren Sie, wen Grieshaber unterwegs traf und wie er Altbekanntem begegnete.

Die Frontscheibe der Gemeindebücherei ist für Sie zur Selbstunterhaltung gestaltet aber wir möchten Sie natürlich auch, soweit dies die Pandemie-Vorschriften zulassen beim Ergründen des Osterritts unterstützen.

Aktionen fĂĽr GroĂź und Klein

Druckwerkstatt fĂĽr Kinder

Wir laden Kinder zur Druckwerkstatt ein und freuen uns, dass Yvonne Kendall die KĂĽnstlerin des ePunkt Hasen diese leiten wird.

Hier könnt ihr eure eigenen Erlebnisse, vielleicht sogar Ostererlebnisse zu Papier bringen. Es wird geschnibbelt und gedruckt und wir sind gespannt, was ihr gestaltet.

Termin wird noch bekannt gegeben

Anmeldung unter: 07121-8928100

Lesung fĂĽr Erwachsene

Soweit es die Pandemie-Bestimmungen zulassen möchten wir Sie im April oder Mai zu einer „Osterritt“-Lesung im Büchereigarten einladen. Nähere Infos folgen.

In der nächsten Ausgabe soll es weiter gehen mit dem Frühlingserwachen in Sachen Kunst und wir berichten über die Eninger Museen.

Viele Freude dem Eninger "Museum im VorĂĽberziehen"

Gemeinde Eningen und Förderverein Eninger Kunstwege


 

Ein FrĂĽhlingsbote fĂĽr Eningen

„Fertility Marquette“ von Yvonne Kendall auf dem ePunkt vorm Rathaus

 

Seit jeher gilt der Hase als Symbol für Fruchtbarkeit und Neuanfang und steht daher Jahr für Jahr Bote für den Frühlingsanfang und das Auferwecken der Natur. Doch was hierzulande so selbstverständlich erscheint, ist für Menschen aus Regionen ohne prägnanten Jahreszeitenwechsel nicht gar so präsent und überrascht Besucher aus der Ferne immer wieder. So auch die Künstlerin Yvonne Kendall, als sie, aus Australien stammend, zum ersten Mal das Osterfest hier in Deutschland erlebte, es begeistert in sich aufsog und sogleich in innere Auseinandersetzung mit der hiesigen Symbolik eintauchte. Heraus kamen überlebensgroße Skulpturen von Hasen und Lämmern, die großen Anklang in Australien fanden und heute in Melbourne Betrachter im öffentlichen Raum begeistern.

Eine Kleinausgabe dieser übergroßen „Hasen-Backformen“, aber mit nicht weniger Wirkungskraft, soll nun auch in Eningen den Frühling begrüßen und uns neben der Vorfreude auf das anstehende Osterfest auch Zugang zum Thema der Fruchtbarkeit, des Neubeginns und zwischenmenschlicher Beziehungen vermitteln.

Kendalls Gesamtwerk ist biographisch und gesellschaftskritisch zugleich. Sie verarbeitet eigene Denkstrukturen und versucht diese auf ganz eigene Weise zum Ausdruck zu bringen.

Ob die Rolle der Frau in der Gesellschaft oder die Auseinandersetzung mit der digitalen Welt und deren Auswirkungen auf die Menschen, Yvonne Kendall hinterfragt in ihren Werken sehr feinfĂĽhlig soziale, politische und wissenschaftliche Entwicklungen und stellt diese in den Kontext ihres eigenen Lebens.

Scheinbar aus Stoffen an die Wand trappierte, bestickte Kleidchen entpuppen sich als ein Aufbäumen gegen die Rückentwicklung der Emanzipation, gleichwie andere skulpturale Situationen den Gegensatz der Schnelllebigkeit und ständigen Erreichbarkeit gegenüber der poetischen Stille thematisieren.

So und nicht anders näherte sich Kendall vor ein paar Jahren auch dem Thema der Hasen. Dies zeigt sich vor allem bei den Figuren im KunstRaum gegenüber der Mayer Bäckerei. Hier greift Kendall zu Stoffen und Garnen, eines Ihrer Lieblingsmaterialien, die sie nicht zufällig, sondern ganz gezielt zum Einsatz bringt - achten Sie beispielsweise auf die Musterung der Augenpartie, die nicht passender platziert sein könnte - , gleichwie Kendall zudem über Farbsymbolik zum Betrachter spricht. Aus zwei seitlich abgebildeten Hasenfiguren bilden sich Hasenherzen in rot und blau, den Farben der Liebe und Treue, wie wir es aus dem Volksmund kennen. Yvonne Kendall verpackt hier gesellschaftliche Werte und schickt den Betrachter in eine innere Auseinandersetzung mit dem Thema menschliche Beziehungen und die Verbindung zweier Seelen, die neues Leben schaffen.

Die hier in Eningen ausgestellten Werke Kendalls sind sehr zugänglich, entpuppen sich beim zweiten Blick aber als tiefgründig und erzählerisch. Sie erzählt von der Bedeutung der Symolik aus derTradition heraus, gleichwie sie diese Tradition in den heutigen Kontext stellt, Beziehungen untereinander hinterfragt und Zeichen setzt.

Gerade in Zeiten von Corona erscheint der Hase auf dem ePunkt zudem als „Hoffnungsschimmer“, als Neuanfang und Wiedergeburt nach einer langen Phase der Entbehrungen, Schmerzen über Verlust und soziale Einschränkungen, die sich hoffentlich in Kürze für uns alle in Luft auflösen.

FĂĽr Kunstinteressierte und VorĂĽberziehende ist der Hase ein kleiner Ausblick in die Welt der Kunstschaffenden zu Zeiten von meist geschlossenen Museen und wir freuen uns ĂĽber Ihren Besuch.

Da Veranstaltungen momentan nicht möglich sind, wird die Vernissage zur Ausstellung von Yvonne Kendall auf den 25. Juni 2021 verschoben. Hier wird die Künstlerin selbst über ihr Werk berichten. Die Gemeinde und der Förderverein Eninger Kunstwege freuen sich Sie hierbei begrüßen zu dürfen. Bitte entnehmen Sie etwaige Abweichungen aufgrund der Pandemie Verordnung über die Presse.

Yvonne Kendall wurde 1965 in England geboren und zog im Alter von neun Jahren mit ihren Eltern nach Australien. Dort studierte sie später am Victoria College in Melbourne Kunst und schloss mit dem Bachelor of Arts im Jahre 1987 ab.

Seit 2000 lebt die Australierin mit ihrer Familie in Deutschland und ist nicht weniger agil, als sie dies in Australien bereits war. Weltweit stellt sie aus, kümmert sich als Dozentin um den künstlerischen Nachwuchs, gleichwie sie den Spagat zwischen Familie und Arbeit bewältigt.

Druckwerkstatt fĂĽr Kinder mit Yvonne Kendall in der GemeindebĂĽcherei

 Nähere Infos folgen!

 


Arche Achalm auf dem HAP Grieshaber Weg

Kurz vor dem „Kreuzbuckel“ mit Blick auf den Achalmgipfel steht nun die Station mit einem von HAP Grieshaber gestalteten siebzig Malbriefe an Margarete Hannsmann, seiner Freundin und Muse.

Der Brief, datiert vom 26.1.1968 ist als Gouache mit Kreide ausgeführt. In Sütterlinsschrift ist zu lesen „ ach Wieslein wo hangest du bald“. Dieser Satz ist verständlich, weil Grieshaber im November 1967 seine Schulter zertrümmerte beim Versuch seine Islandstute Svenia einzufangen. Drei Monate musste er in der Tübinger Uniklinik verbringen, eine Geduldsprobe für diesen umtriebigen Mann.

Dass er sich an und auf der Achalm zu Hause und geborgen fĂĽhlte ist bekannt.

Wir haben als Beispiel für seine Liebe zu seinem Refugium ( im Volksmund Hüttenwerke genannt) diese lebendige Darstellung seiner Arche ausgewählt, in der alle seine Tiere und seine Liebe abgebildet sind. Es zeigt, dass er als Maler genauso genial wie als Holzschneider war.

Ergänzend suchten wir ein Gedicht von Margarete Hannsmann für die Rückseite aus mit dem Titel „Achalm 1“.

„Dein Schoß verwandelt die Bäume der Welt…………….“ So beginnt es und ist eine einzige Liebeserklärung zu diesem Berg. Es lohnt sich diesen Text in Ruhe zu lesen.

Unsere Werbefirma pixelgurus hat zugesagt, die Rahmen für die vier neu aufgestellten Repliken und die Informationstafeln, sobald als möglich anzubringen. Gegenwärtig wirken die Tafeln etwas nüchtern und unfertig.

hw