Allen Mitgliedern des Fördervereins und den Freunden von Kunst und Kultur

wünschen wir ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2021

Der Humor nimmt die Welt hin,

wie sie ist, sucht sie nicht zu verbessern

und zu belehren, sondern

mit Weisheit zu ertragen

Charles Dickens


 

KunstRaum mit neuer Ausstellung

Bis im kommenden Febraur eine weitere Künstlerin auf dem E Punkt und im KunstRaum ausstellt, hat unser Mitglied MarEl Schaefer interessante Glasarbeiten im Schaufenster in der Eugenstraße ausgestellt. Sie wirken leicht und hell. Es lohnt sich, dort zu verweilen.


Pressemitteilung vom 25.11 2020

 

Die verschlossene Adventstür

Vor wenigen Tagen wurde eine ungewöhnliche Türe auf dem ePunkt aufgestellt, gestaltet und realisiert von unseren künstlerisch tätigen Mitgliedern MarEl Schaefer und Friedrich Palmer.

Sie symbolisiert den Kummer der Menschen und der Künstler in der Gesellschaft, verursacht durch die Corona Pandemie.

Sie stellt mit der Aufschrift „sorry“ – zu deutsch „es tut uns leid“ das Bedauern dar, das durch die Isolierung der Menschen und gesellschaftlichen Gruppen wirklich ein Leid darstellt.

Wir haben zwar die Mendien, die aktiv und passiv Kontakt herstellen, aber es ersetzt nicht den direkten Kontakt der zwischenmenschlichen Beziehungen.

Die verschlossene Tür soll auffordern, in der Adventszeit nachzudenken und über persönliches Gespräch auf Distanz, Telefon oder anderen Medien dem anderen zuzuhören und zu versuchen, seine Gedanken zu verstehen.

Dann geht eine unsichtbare Tür auf und der Sinn des Adventsliedes „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ wird so verstehbar.

So können wir diese Lebenskrise bewältigen und hoffnungsfroh in das Jahr 2021 blicken, auch wenn die Adventstür geschlossen ist.

hw


Pressemitteilung vom 15.11.2020

 

Weitere Ergänzung auf dem HAP Grieshaber Rundweg

Auf der Eiferthöhe steht seit Anfang dieses Jahres die Tafel mit dem Titel „Berg“, auch „Königin Achalm“ genannt. Die Rückseite wird dieser Tage durch die Werbewerkstatt „Pixel Gurus“ ergänzt durch eine Abbildung, ebenfalls aus dem Kinderbuch „Herzauge“ mit dem Titel „Ein Wiesental geh ich hinab. – Ich muß zur Schule“.

Gewidmet hat er die 1937 enstandenen Holzschnitte im Jahr 1969 später seiner Tochter Ricca in einem Kinderbuch.

Unter der Überschrift „Hat das Herz noch ein Auge?“ erzählt er in einem Nachwort, dass im Jahr 1937 niemand mehr bereit war, ihm noch Papier zum Drucken zu geben. Der Chefarzt des Krankenhauses schenkte ihm noch 1936 als letzter Spender große Bogen von Filtrierpapier. Er druckte darauf die Holzschnitte von der Rauhen Alb. Aber niemand wollte sie haben, auch nicht geschenkt.

Kinder kauften ihm dann 1937 Glanzpapierbogen und er druckte unter schwierigsten Umständen die Kinderbilder, aus denen dann 1969 das Buch „Herzauge“ entstand.

hw


Pressemitteilung vom 8.11.2020

Der Pan im Rosengarten

Neben der HAP Grieshaber Halle steht die Replik „Pan“ ein früher Holzschnitt von HAP Grieshaber aus dem Jahr 1939.

Da die leere Rückseite zum einen immer wieder mit Schmierereien „verziert“ wurden und die Tafelrückseite von der Straße Im Hörnle bergab zu sehen ist, haben wir uns entschlossen, die Rückseite mit dem „Pan im Rosenhag“ von 1964 zu wählen. Sie wird von der Werbewerkstatt „Pixelgurus“ derzeit hergestellt.

Das Motiv des Pan, des griechischen Hirtengottes, hat ‚Grieshaber lebenslang begleitet. Es gibt über 20 verschiedene Darstellungen. Auch deshalb haben wir ein Pan Motiv für die Markierung des HAP Grieshaber Rundwegs gewählt.

Diesen Gott wählte sich Grieshaber als Symbol seiner Selbst d.h. seines Künstlerdaseins. Sein Aufenthalt unter anderem in Griechenland von 1931 bis 1933 prägte ihn.

Die Verbindung von Mensch und Natur, die Lebenslust und die Liebe zu Frauen und zu seiner Kunst, dies alles stellt er immer wieder in der Figur des Pan dar.

hw


 

Die Eninger Kunstwege entwickeln sich weiter

In der Verwaltungsausschußsitzung des Gemeinderats bekam der Förderverein grünes Licht für die Erweiterung des HAP Grieshaber Rundwegs und des Kunst- und Sinnespfads.

Dank der finanziellen Hilfe der Gemeinde und von Spendern, sowie Eigenmitteln des Vereins, können nun verwirklicht werden:

  • Die Rückseite der Tafel auf der Eiferthöhe mit einer Darstellung aus dem Kinderbuch „Herzauge“
  • Die Replik des Holzschnitts „Blaurotes Paar“ von 1950 am Brahmsweg/ Ecke Betzenriedweg
  • Die Replik „Feuervogel“ an der Ecke Winterhalde/HAP Grieshaber Weg
  • Die Rückseite der Replik „Pan“ an der HAP Grieshaber Halle mit dem Holzschnitt „ Pan im Rosenhag“

Weitere zwei Repliken werden im Benehmen mit dem Kulturamt ausgesucht. Angepeilt sind die Darstellungen aus dem „Engel der Geschichte Nr. 21“ mit dem Thema „Rettet die Wale“. Ein Beispiel für die politische Aktivität von Grieshaber.

Weiter eine Gouache aus einem Malbrief mit dem Titel „Arche Achalm“ verbunden mit einem Gedicht „Achalm 1“ von Margarete Hannsmann.

Zugestimmt wurde für den Kunst- und Sinnespfad einer Plastik von Jenny Winter-Stojanovic aus RT-Betzingen mit dem Titel „Gegenüber“. Ein Standort im Krüger Park wird noch bestimmt werden.

Ausserdem ist angedacht, die Stationen mit dem sogenannten QR Code auszustatten, daß Besucher mit dem Smartphone weitere Erläuterungen abrufen können. Auch für Kinder wird dies möglich sein.

Es gibt also viel zu tun – packen wir’s an. Dabei wären weitere Mitglieder, Unterstützer und Mitmacher ein gutes Zeichen für diese Projekte, denen in Corona Zeiten eine besondere Bedeutung zukommt.

In den kommenden Wochen werden wir die vorgesehenen Repliken nach und nach vorstellen.

 


 

Eninger Nachrichten: 25.09.2020

Neue Skulptur für den Kunst und Sinnespfad in Eningen

Jochen Warth:

Masse und Raum,

Ruhe und Bewegung

Mit diesen Begrifflichkeiten umschreibt der Nehrener Künstler Jochen Warth seine Arbeit. Bringt er zunächst massiges Stahl und schweren Beton in Einklang, so versetzt er dieses Zusammenspiel der Materien durch seine ganz eigene Formgebung gleichzeitig in Bewegung und kreiert dabei eigene Räume, eigenes Raumdenken.

So auch in seiner jüngsten Arbeit für den Eninger Kunst und Sinnespfad. Hier ranken, scheinbar tanzend, drei Stahlarme auf einem Betonsockel kreisförmig in verschiedene Richtungen: Sie bringen Bewegtheit in Gang und verharren schließlich, um vom Betrachter selbst weitergedacht zu werden.

Der Betrachter entwickelt eigene DenkRäume und gibt dem Kunstwerk seine eigene Formvollendung. Je länger man verweilt und die Figur umkreist, desto mehr DenkRäume entstehen und desto tiefer gelangt man inspiriert durch Warths gekonntes Spiel mit der Materie, in bewegte Raumwelten.

Die Arbeit von Jochen Warth ist neben den anderen ein weiterer Höhepunkt auf dem Kunst und Sinnespfad und ein weiteres Beispiel dafür, wie Kunst den Betrachter mit einbindet, Kunst erlebbar macht und Sinnwelten entdecken lässt. Groß und Klein können sich auf diesem Pfad austoben, und die Sinne erkunden.

Wir freuen uns die Skulptur von Jochen Warth dank der Lockerungen doch noch in diesem Jahr einweihen zu können und laden Interessierte hierzu herzlich ein.

Die Einweihung findet am

Freitag, den 09. Oktober 2020 um 18 Uhr im Eninger Krügerpark

statt.

Hier wird der Künstler berichten, wie das Werk zunächst in seinen Vorstellungen entstand, um danach praktisch umgesetzt zu werden. Hierbei traf Kunst auf Handwerk und Künstler auf Handwerker und es entstand hierin eine harmonische Symbiose mit grandiosem Ausgang.

Das Ganze wird musikalisch umrahmt und mit einem kleinen Umtrunk gekrönt.

 Führung:

Wer den gesamten Kunst- und Sinnespfad kennenlernen möchte, kann sich vor der Veranstaltung mit Marel Schaefer auf den Weg machen und die anderen Arbeiten kennenlernen. Die Führung beginnt um 16.30 Uhr und mündet pünktlich um 18Uhr im Krügerpark zur Einweihung der neuen Skulptur.

Treffpunkt Vorplatz Rathaus 1, Teilnehmerzahl 10 Personen

Für die Veranstaltung gelten die momentanen Pandemie-Vorschriften der Gemeinde. Hierzu gehören: die verpflichtende Datenerhebung, das Tragen eines Mundschutzes und die allgemeine Abstandsregelung von 1,5m. Bitte kommen Sie daher rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung, um alle Formalitäten vorab zu regeln.

Die zulässige Personenzahl von 70 Personen darf nicht überschritten werden.

Um sich im Voraus einen Platz zu sichern, können Sie sich unter 07121-8921250 oder per Mail an ramona.mathes@eningen.de anmelden.

Vielen Dank an dieser Stelle für Ihr Verständnis.

Die Veranstaltung findet bei schlechten Witterungen eingeschränkt in der Gemeindebücherei statt. Zu beachten ist, dass in diesem Falle nur 40 Personen teilnehmen können und wir daher gezwungen sind geladenen Gästen den Vortritt zu gewähren. In diesem Falle würden wir uns sehr freuen die anderen Gäste zu einer Führung einzuladen, zu der wir auch Jochen Warth mit hinzubitten. Ein Termin wird dann über die Eninger Nachrichten und die Presse bekannt gegeben.


Pressemitteilung 6.8.2020 -

HAP Grieshaber -  Politische Plakate

Am 3. November 2019 eröffnete der Vorsitzende des Fördervereins Eninger Kunstwege Hermann Walz eine neue Ausstellung im oberen Foyer der Grieshaber Halle und begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste.

Er dankte dem Kunstsammler Hans Hermann aus Ostfildern, der 21 politische Plakate aus seinem umfangreichen Bestand an Grieshaber Werken zur Verfügung gestellt hat.

Ergänzend sind in den Vitrinen Blätter aus der Serie Engel der Geschichte „Rettet die Wacholderalb“ und „Bauernkrieg“ zu sehen, die eine Leihgeberin zur Verfügung gestellt hat.

Bis  April 2020 sollte die Ausstellung jeden ersten Sonntag im Monat geöffnet sein, aber „Corona“ hatte auch die Schließung der Grieshaber Halle zur Folge.

Durch die Lockerungen soll die Ausstellung 

am Sonntag, 6. September 2020 wieder geöffnet werden.

Öffnungszeit 14 bis 17 Uhr. Maximal 5 Personen können gleichzeitig unter Schutzmaske die Ausstellung anschauen. Desinfizierung und Eintrag in eine Anwesenheitsliste ist obligatorisch.

Die Empore mit den Vorhängen zum Ballett „Feuervogel“ ist ebenfalls geöffnet, auch kann die Halle mit dem Grieshaber Fries besucht werden.

Wir danken der Familie Hermann, daß die Plakate hängen bleiben konnten und die Ausstellung voraussichtlich bis November 2020 noch zu sehen sein wird.

Die Ausstellung nimmt das Thema zum 110. Geburtstag des Künstlers auf.

Er schrieb selbst zu diesem Thema:

„Ich halte nichts von engagierter Kunst, denn ich bin ein homme engagé, für den es selbstverständlich ist, dass eine Sache nur dann einen Wert hat, wenn sie politisiert worden ist. Bei engagierter Kunst habe ich leider bemerken müssen, dass sie für den engagierten Künstler selbst und den kleinen Kreis von Gleichgesinnten gemacht worden ist, dass sie also gar nicht wirkt. Sie politisiert nichts und niemanden, weil eh schon alle überzeugt sind. Aber Gewirktes besteht, weil es im Volk weiterwirkt und selbst dort die Welt verändert, wo nicht vorgeplant worden ist.“

Das von Dr. Kurt Femppel herausgegebene Buch über den politischen Grieshaber erschien zu diesem Thema und kann in der Ausstellung neben anderen Publikationen erworben werden.

Ein bewegender Aufruf auf einem Plakat, das alle kennen –lautet:

Friede allen Müttern! Keine Bomben auf ihre Kinder!

Mütter ruft allen Männern der Welt zu: Löst endlich einmal auf friedliche, demokratische Weise die wirtschaftlichen Probleme!

Habt Achtung vor der fruchtbaren Erde! Zeigt Euch als Menschen!

Glaubt nicht, dass ihr mit eurem Unrecht je einmal den Frieden bringt!

Der zitierte Aufruf auf dem Plakat und Farbholzschnitt „Koreanische Mutter“, geschaffen aus Anlass des Ausbruchs des Koreakriegs 1950 ist leider nach wie vor gültig und aktuell für uns Auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern sind wieder nationalistische Tendenzen deutlich spürbar – die versuchen Hass zu säen. Lernen wir aus der Geschichte – dazu soll uns diese Ausstellung anspornen und helfen, uns zu wehren, wenn der Friede und die Demokratie bedroht sind.

Der Verein bittet um Unterstützen für das Engagement für Kunst und Kultur durch eine Mitgliedschaft, durch finanzielle und ideelle Zuwendungen als Beitrag zum friedlichen Miteinander in unserer Gemeinde und unserer Gesellschaft.

hw


Pressemitteilung 27.7..2020

 

In loser Folge wollen wir künstlerisch tätige Mitglieder unseres Fördervereins vorstellen. In Corona Zeiten ist es für Künstler und Künstlerinnen schwierig auszustellen und sich zu präsentieren. Wir wollen gleichzeitig auch dafür werben, daß es sich lohnt, Mitglied bei uns zu werden, denn die Förderung von Kunst und Kultur ist unter anderem unser Satzungszweck.

Heute stellen wir vor: Inge Niethammer

Gründungsmitglied der Gruppe der Eninger Künstler (2008), Mitgied des Fördervereins Eninger Kunstwege e.V. Schriftführerin und Mitglied im Vorstand.

Ihre Anschrift: Lange Äcker Straße 2 in Eningen unter Achalm.

Sie hat sich seit 1980 autodidaktisch in unterschiedlichen Techniken und künstlerischer Gestaltung weitergebildet. Studium der Malerei an der VHS RT ( Dekart) 2015-16.

Skulpturen aus Sand- Tuffstein und Alabaster, figürliche Gestaltung mit Draht, Papier, Rostplastiken und Modelliermasse gestaltet sie in unterschiedlichen und interessanten Variationen.

Zahlreiche Ausstellungen ab 2005. Zur Zeit im Rathaus Eningen zusammen mit Christa Schuster-Salas ( leider wegen Corona nur mit Anmeldung und Mundschutz).

Diese Ausstellung hat das Thema „Immer sind es die Menschen“ nach einem Gedicht von Rose Ausländer. Mit Bildern, Fotos und Plastiken werden die Themen „ Zusammensein, Afrika und Akte“ von den Künstlerinnen dargestellt.

hw


Pressemitteilung vom 29.7.2020

 

Spendenaktion für den HAP-Grieshaber- Weg

Über die Spendenplattform www.gut-fuer-neckaralb.de eine Initiative von „betterplace.org“ mit den Kreissparkassen Reutlingen und Tübingen haben wir das nächste Projekt auf dem HAP-Grieshaber-Weg eingestellt.

Die Station 7 am Abzweig Winterhalde/HAP Grieshaber Weg soll die Replik des Farbholzschnitts „Der Feuervogel“ von 1961 sein.

Entstanden sind eine Reihe von Werken des Künstlers zum Ballett von Igor Strawinsky mit dem gleichen Titel. Der Zwischenvorhang für das Ballett, der damals nach einem Entwurf von HAP Grieshaber von der Pausa gefertigt wurde, ist dem Förderverein als Dauerleihgabe  vom Nationaltheater Mannheim übergeben worden. Er hängt an den Seiten der Empore der HAP- Grieshaber -Halle.

Das Motiv des tanzenden Feuervogels wurde 2009 als Briefmarke mit dem Wert von 165 Cent gedruckt.

Für die Herstellung mit Fundamenten, Rahmen und Druck auf Aluverbundplatte haben wir einen Betrag von 3.700 € kalkuliert.

Über Spenden, mit Mitteln des Vereins und der Gemeinde soll diese Replik verwirklicht werden.

Wenn möglich, wollen wir auch noch weitere Repliken auf der Trasse des Wegs angehen, wenn wir die Zustimmung des Gemeinderats bzw. Verwaltungsausschusses bekommen.

Wir bitten Freunde und Förderer zu spenden – auch der kleinste Betrag ist willkommen.

Spenden können über das Internet „www.betterplace.org/p83387“ oder über die oben genannte Adresse oder direkt auf das Konto des Fördervereins IBAN DE36 6405 0000 0100 0799 79 überwiesen werden.

 


Neue Flyer für den Kunst-und Sinnespfad

Das Angebot an Kunst im öffentlichen Raum in Eningen ist groß. Neben dem HAP Grieshaber Weg wird auch der Kunst-und Sinnespfad immer weiter ausgebaut und es entstehen somit bereichernde KunstRäume On Air, die gerade in diesen Zeiten beim Vorübergehen erfreuen oder zum künstlerischen Austausch anregen sollen. Leider musste die Einweihung der gerade erstandenen Skulptur von dem Künstler Jochen Warth aufgrund der Pandemie verschoben werden.

Wir freuen uns aber dennoch Ihnen die neuen Flyer des Kunst und Sinnespfades ans Herz legen zu dürfen. Diese sind am KunstRaum, bei LITERA und im Rathaus, sobald wieder geöffnet werden kann, erhältlich.


Skulpturenwechsel am ePunkt

Das Geheimnis wurde gelüftet…

Bei strömendem Regen aber voller Eifer begegneten sich am vergangenen Dienstag zum ersten Mal die beiden Tauschpartner zum Ab-und Aufbau am ePunkt vorm Rathaus.

Christoph Traub, der Schorndorfer Könner am Stein holte zusammen mit dem Bauhof den stillen Zeugen vom Sockel, während Andreas Futter seine bronzene Überraschung für Eningen enthüllte und auf dem extra vom Bauhof angefertigten Unterbau anbrachte.

Bei diesem beinahe zeitgleichen Tauschakt wurde die Vielfalt und die dadurch entstehende ganz eigene Skulpturenwelt am ePunkt nochmals richtig offenkundig. Nicht nur, dass sich hier Materialien, wie Holz, Stein und Bronze ja sogar Kunststoffmaterialien abwechseln, es sind vor allem die unterschiedlichen Blickwinkel auf die Welt, das Leben und die Menschen, die die Künstler auf variantenreiche Weise zum Ausdruck bringen und gerade hier im Wechselspiel des ePunkts eine besondere Wirkung erzielen.

Hat uns eine eher stille, geradlinige Skulptur mit erhabener Ausstrahlung verlassen, so begrüßen wir nun eine kleine, eher keck, karikaturistisch anmutende Arbeit von Andreas Futter.

Auf einem Arm balancierend steht er da, der „König im Handstand“, den Andreas Futter für Eningen frisch in Bronze gegossen hat. Die Form aus dem Jahre 2015 wurde nochmals in Einsatz gebracht und der Abguss gestern, auch für die Organisatoren des Fördervereines, als Überraschungsfigur nach Eningen geliefert. Vielen Dank an dieser Stelle an die Mitarbeiter des Bauhofs für die tolle Unterstützung.

Die Skulptur lockt zum Innehalten, Schmunzeln und Nachdenken und genau dies macht die Figuren Futters so einzigartig. Was zunächst humoristisch erscheint, verschwindet auf den zweiten Blick in karikaturistische Tiefgründigkeit und liefert dem Betrachter ausführlich Stoff zum Nachdenken.

Kommen Sie vorbei und werfen Sie einen Blick auf die fröhlich, kopfüberstehende Figur und verpassen Sie nicht, weitere vier Kleinskulpturen Futters im Schaufenster in der Eugenstraße mit auf Ihren Weg einzuschließen.

 Auf grandios umgesetzte Weise tanzen hier Figuren von Pfahl zu Pfahl oder werden von Ballons nach oben getragen. Tauchen Sie ein in die Figurenwelt von Andreas Futter.

 

Bei Fragen steht Ihnen der Förderverein Eninger Kunstwege und das Kulturamt gerne zur Verfügung.


 

Einladung zur Mitgliederversammlung 2020

Am Montag, den 9. März 2020 um 20 Uhr im Spital Achalmstraße 6 in Eningen unter Achalm ( 1. Stock Großer Raum des Schwäbischen Albvereins)

Tagesordnung

  1. Begrüßung
  2. Jahresbericht 2019 der Vorstandschaft
  3. Bericht des Schatzmeisters
  4. Bericht der Kassenprüfer                                                     
  5. Aussprache
  6. Entlastung für Vorstand und Schatzmeister
  7. Ausblick auf die Vorhaben im Jahr 2020 – Informationen und Aussprache zu den Projekten Kunst- und Sinnespfad und HAP Grieshaber Rundweg
  8. Anträge
  9. Verschiedenes                                                                                 

 

Wir freuen uns auf zahlreichen Besuch der Mitglieder und der Freunde von Kunst und Kultur.

Anträge müssen nach der Satzung bis spätestens 6. März 2020 beim Vorsitzenden eingereicht werden.

Noch ein Hinweis: Der Förderverein Eninger Kunstwege e.V. ist laut Bescheid des Finanzamts Reutlingen Steuernummer 768042/15419 als gemeinnützig anerkannt. Beiträge und Spenden an den Förderverein sind daher nach § 10b EStG und § 9 Nr.3 KStG abziehbar.

Hermann Walz

Vorsitzender


 

 

3.2.2020

 

Pressemitteilung

Der Grieshaber- Rundweg wurde erweitert

Am vergangenen Sonntag wurden offiziell im Foyer der HAP-Grieshaber-Halle vier weitere Repliken von Werken Grieshabers an die Gemeinde übergeben.

Vor über 60 Besuchern begrüßte der Vorsitzende Hermann Walz die Mitglieder und Gäste, darunter auch Bürgermeister Schweizer mit mehreren Gemeinderäten und die neue Leiterin des Kunstmuseums Spendhaus Frau Dr. Dinter.

Er führte aus, dass die ursprüngliche Konzeption des Wegs, die Kunst am Bau zu zeigen, geändert wurde und nun sein Kunstschaffen mit Repliken aus seinen Schaffensperioden dokumentiert werden soll.

Deshalb wurden für die dritte Übergabe 3 Werke aus einer Frühzeit von 1938 bis 1939 ausgewählt. Ein weiteres Werk stammt aus dem Jahr 1963.

Er stellte fest, dass die politischen und künstlerischen Aussagen von Grieshaber nach wie vor heute aktuell sind. Wenn er noch leben würde, würde er mit Sicherheit seine Serie „Engel der Geschichte“ weiterführen, um gegen die Verwerfungen und Ungerechtigkeiten unserer Zeit anzugehen. Deshalb seien die ausgestellten Plakate im oberen Foyer mit ihren Themen immer noch gültig.

Er dankte all denjenigen, die dazu beigetragen haben, dass diese dritte Übergabe realisiert werden konnte.

Dies sind die Werbewerkstatt der Pixelgurus in Ostfildern mit Stefan Schweizer und Simon Griessl, die Peter Hespeler aufgetan hat. Er erinnerte an die im Frühjahr 2019 übergebenen Glasrepliken Poseidon und Engel, die eine Meisterleistung dieser Firma waren.

Bei der Konzeption des Weges haben mitgewirkt Peter Hespeler, Christian Dohse, Hermann Pfeiffer und Dr. Kurt Femppel. Martina Köser-Rudolph vom Spendhaus, vermittelt durch MarEl Schaefer, hat wertvolle Vorschläge gemacht.

Die Dateien für die ausgesuchten Werke bekam der Verein kostenlos vom Spendhaus, was auch Dr. Gottschlich zu verdanken ist,

Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Initiativen des Fördervereins auch positive Aspekte auslösen, was die Renovierung und Wiederherstellung des Wohnhauses und Grundstücks von HAP Grieshaber durch den neuen Eigentümer angeht, zumal der Rundweg dort vorbeiführt.

In seiner Einführung schilderte Dr. Kurt Femppel zunächst den Menschen HAP Grieshaber bzw. dessen Vorfahren, die gestandene Handwerker waren. Die Disziplin und die Ordnung, die sein Vater ausstrahlte, machten dem jungen Grieshaber, der Freiheit und Kreativität liebte, sehr zu schaffen. Deshalb waren Konflikte vorprogrammiert. Unterstützung erfuhr er vor allem von seiner Mutter. Die „Hungerjahre“ während des dritten Reichs prägten ihn und machten aus ihm einen kritischen Menschen und unbeugsamen Künstler.

Das Thema des Künstlers HAP Grieshaber war die Natur, der Mensch und die Liebe. So entwickelte er sich, auch dank seiner Frau Riccarda, zu einem geachteten und berühmten Holzschneider und vielseitigen Künstler.

Dr. Femppel erklärte prägnant die Besonderheiten der aufgestellten Repliken. Den Hirtengott Pan, der die Besucher der Halle anlächelt und Flöte spielt, sitzt in einem Fichtenhain auf der Alb und nicht unter den Olivenbäumen Griechenlands.

Die Eigenschaften dieser Figur, nämlich Freiheit, Liebe und Lebenslust entsprachen seinem Naturell. Diese Figur verwendete er zeitlebens als „Logo“ für sich.

Die zweite Tafel, genannt „der Wagen“ stammt aus der Serie Hungerwinter und zeigt in einfachen Formen die Konturen der Schwäbischen Alb mit einem Paar, das engumschlungen auf einem Fuhrwerk sitzt.

Die Tafel auf der Eiferthöhe ist mit dem Titel „Berg“ der Königin Achalm gewidmet, die das Grieshaber Grundstück beschützt und umschließt.

1936 druckte er die Holzschnitte, die niemand wollte und 1969 ließ er die Sammlung als Buch herausbringen.

Dieses Kinderbuch hat er für seine Tochter Ricca gemacht. Das Buch selbst heißt „Herzauge“ und wird begleitet von folgendem von ihm verfassten Text:

„Ach Alm, stöhnt einst ein Ritter.

Achalm ich leb in deinem Schoß“

Das „Blaue Paar“ in der Winterhalde aus der Periode der 60er Jahre schildert den Frühling in seiner Pracht. Der Holzschnitt ist Bestandteil einer Serie von Frühlingsbildern.

Die musikalische Umrahmung hatte Adelinde Bohn übernommen. Mit ausgesuchten Gesangsstücken, die auch dem Künstler gefallen hätten, erfreute sie das Publikum. „La Vie en rose“ oder „ Halleluja von Leonard Cohen“ waren u.a. von ihr eindrucksvoll vorgetragen.

In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Schweizer die Initiativen des Fördervereins und ermunterte, das Projekt fortzusetzen, um das Erbe des Künstlers immer wieder bei den Menschen in Erinnerung zu rufen.

Vorsitzender Hermann Walz dankte am Schluss den beteiligten Firmen nämlich der Schlosserei Beck, der Garten- und Landschaftsgestaltung „die 2“ sowie den Pixelgurus, die ihre Arbeitsleistung gespendet haben. Auch der Gemeinde und einem anonymen Spender galt sein herzlicher Dank für die Zuschüsse.

Viel Herzblut hätten die Vorstandsmitglieder in das Projekt gesteckt und alle seien motiviert, weitere Stationen des Rundwegs zu verwirklichen.

Auch die Ausgestaltung des Kunst- und Sinnespfades werde weiterbetrieben.

Im Anschluss an einen Umtrunk führte Hermann Walz eine Gruppe von interessierten und begeisterten Besuchern zu den Repliken, die allgemein bewundert wurden.

hw

 

 



 

Pressemitteilung 20.01.2020

Druckplatten für die HAP Grieshaber Ausstellung

Das bekannte Selbstbildnis von HAP Grieshaber in freundlichen Farben wurde nicht nur als Holzschnitt, sondern auch gedruckt, Ende des 20. Jahrhunderts hergestellt und vertrieben.

Die drei Druckplatten, die dazu verwendet wurden, hat Sammler Rolf Hespeler nun der Gemeinde bzw. dem Förderverein geschenkt. Die Schlosserei Dingler  hat einen passenden Rahmen dazu gefertigt.

Das „Dreigespann“ hängt nun im Aufgang zum oberen Foyer der Grieshaber Halle, sozusagen als Ergänzung des Selbstbildnisses von HAP, das im unteren Foyer die Besucher begrüßt.

hw


 

Der stille „Zeuge“

Leise still und heimlich und quasi über Nacht steht er nun vorm Rathaus, der „Zeuge“ von Christoph Traub aus Schorndorf.

Die langen schlanken Beine gehören offensichtlich  zu einem übergroßen Menschen, der seine riesigen Hände in den Schoss legt, sich zurück nimmt und uns still beobachtet. Ein „Zeuge“ des Geschehens, so erklärt Christoph Traub, der gestern beim Aufbau seiner Skulptur mitanpackte und abends fleißig Fragen für die interessierten Zuhörer beantwortete.

Christph Traub ist gelernter Steinmetz und kommt aus einer bekannten Bildhauerfamilie. Als er sich nach seiner Ausbildung zunächst an der Karlsruher Akademie mit Malerei befasste, bemerkte er schnell, dass er den Stein bevorzugt und widmet sich nunmehr seit 30 Jahren der Bildhauerkunst. Christoph Traub ist ein sympathischer und sehr zugänglicher Mensch und so machte es Freude ihm zu lauschen, als er über seine Skulptur berichtete und sein Wissen über den Stein und die Arbeit mit jenem Preis gab.

Sieben Schleifstufen braucht es, bis der schwarze Granit edel und glatt zur Geltung kommt. Christoph Traub spielt mit diesen Stufen, lässt manches grobkörnig stehen und arbeitet anderes gezielt heraus. So stehen die glatten Beine im Kontrast mit den gröberen und großen Händen und unterstützen dabei die Wirkung des Zurücknehmens und Beobachtens. Sehr schön kann man die Struktur des Steins unten am Sockel der Skulptur beobachten, so Traub. Er erklärt, dass er hier bewusst ein Stück des Granits bloß stehen lasse, um dem Betrachter zu zeigen, wie sich der Stein aufbaut. Beim Erzählen merkte man Traub an, wie er gerade diesem schwarzen Granit verfallen ist und mit welcher Freude er die Fragen MarEl Schaefers vom Eninger Kunstwegeverein gerade in Zusammenhang mit dieser Steinsorte beantwortete.

Dieses Spiel mit den Schleifstufen des Steins aber auch die Thematik seiner Arbeiten ziehen sich durch sein Gesamtwerk. So beschäftigt sich Christoph Traub mit Torsi, aber nicht im eigentlichen Sinn. Er zeigt in seinen Arbeiten Gliedmaßen, die er bricht und dabei den Betrachter auffordert die Gestalt in seiner Phantasie weiter zu formen. So werden die Arme des Zeugen gebrochen und die Konzentration auf die Aussage durch die Hände gelegt. Die restliche Gestalt darf sich der Betrachter selbst zeichnen, er wolle nicht abhacken  oder entstellen, sondern sich auf die aussagekräftigen Körperteile konzentrieren, so Traub.

Leider fanden sehr wenig Interessierte gestern den Weg zum Rathaus, was Bürgermeister Schweizer bedauerte, aber vielleicht hat der eine oder andere Lust vors Rathaus zu kommen oder beim täglichen Vorübergehen kurz innezuhalten. Es lohnt sich. Gehen Sie einmal um die Skulptur und lassen sie sie wirken. Wer gerne noch mehr von Traub sehen möchte, kann dies im Kunstraum tun. Hierfür hat Christoph Traub noch zwei weitere Kleinskulpturen mit nach Eningen gebracht. „Gestutzte Flügel“ heißen diese und stellen zwei kugelförmige Körper dar, die flügelartige Ansätze mit sich tragen und den Vogelwesen eher etwas Anmutiges, aber auch Humoriges verleihen, so Traub.

Wir freuen uns auf Sie!

EN KW45

 

 


 

Förderverein Eninger Kunstwege e.V.

HAP Grieshaber -  Politische Plakate

Am vergangenen Sonntag eröffnete der Vorsitzende des Fördervereins Eninger Kunstwege Hermann Walz eine neue Ausstellung im oberen Foyer der Grieshaber Halle und begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste.

Er dankte dem Kunstsammler Hans Hermann aus Ostfildern, der 21 politische Plakate aus seinem umfangreichen Bestand an Grieshaber Werken zur Verfügung gestellt hat.

Sein Dank ging auch an Rolf Hespeler für das Knüpfen des Kontakts und die Hilfe beim Transport sowie Eckhard Grebner und Friedrich Palmer für die Hilfe beim Aufbau.

Ergänzend sind in den Vitrinen Blätter aus der Serie Engel der Geschichte „Rettet die Wacholderalb“ und „Bauernkrieg“ zu sehen, die eine Leihgeberin zur Verfügung gestellt hat.

Bis  April 2020 ist die Ausstellung jeden ersten Sonntag im Monat von 14 – 17 Uhrgeöffnet. Sonderöffnungen für Gruppen sind möglich.

Gleichzeitig fand ein Kunstmarkt im Foyer der HAP Grieshaber Halle statt mit Katalogen, Plakaten, Reproduktionen, Kunstdrucken und Originalen, deren Erlös der Vereinsarbeit zufließt. Stellvertretende Vorsitzende MarEl Schaefer hatte das Angebot im unteren Foyer ausgebreitet.

Die Ausstellung nimmt das Thema zum 110. Geburtstag des Künstlers auf.

Er schrieb selbst zu diesem Thema:

„Ich halte nichts von engagierter Kunst, denn ich bin ein homme engagé, für den es selbstverständlich ist, dass eine Sache nur dann einen Wert hat, wenn sie politisiert worden ist. Bei engagierter Kunst habe ich leider bemerken müssen, das sie für den engagierten Künstler selbst und den kleinen Kreis von Gleichgesinnten gemacht worden ist, dass sie also gar nicht wirkt. Sie politisiert nichts und niemanden, weil eh schon alle überzeugt sind. Aber Gewirktes besteht, weil es im Volk weiterwirkt und selbst dort die Welt verändert, wo nicht vorgeplant worden ist.“

Die  abgelaufene Ausstellung des DGB im Willi-Bleicher –Haus in Stuttgart hatte den politischen Grieshaber zum Thema. Die Plakatausstellung soll ergänzend sein Tun darstellen, das er mit dem Ausdruck „malgré tout“ selbst charakterisierte.

Das von Dr. Kurt Femppel herausgegebene Buch über den politischen Grieshaber erschien zu diesem Thema und kann in der Ausstellung neben anderen Publikationen erworben werden.

Ein bewegender Aufruf auf einem Plakat, das alle kennen –lautet:

Friede allen Müttern! Keine Bomben auf ihre Kinder!

Mütter ruft allen Männern der Welt zu: Löst endlich einmal auf friedliche, demokratische Weise die wirtschaftlichen Probleme!

Habt Achtung vor der fruchtbaren Erde! Zeigt Euch als Menschen!

Glaubt nicht, dass ihr mit eurem Unrecht je einmal den Frieden bringt!

Mit diesem Aufruf des Komitees der Kämpfer für den Frieden, Ortausschuss Reutlingen – einziges Mitglied war HAP – eröffnete Hermann Walz die Ausstellung und führte aus:

„Der zitierte Aufruf auf dem Plakat und Farbholzschnitt „Koreanische Mutter“, geschaffen aus Anlass des Ausbruchs des Koreakriegs 1950 ist leider nach wie vor gültig und aktuell für uns und besonders für die Machthaber in Rußland, Syrien, der Türkei, der USA usw. usw. Es reicht eine Hand nicht, die Despoten und Mächtigen aufzuzählen, die Ausgrenzung, Not, Elend und Krieg in unsere Welt bringen. Auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern sind wieder nationalistische Tendenzen deutlich spürbar – die versuchen Hass zu säen. Lernen wir aus der Geschichte – dazu soll uns diese Ausstellung anspornen und helfen, uns zu wehren, wenn der Friede und die Demokratie bedroht sind.

Deshalb sehe ich in dieser Ausstellung einen Warnruf des Künstlers HAP Grieshaber, der, wenn er noch leben würde, garantiert eine neue Folge eines „Engels der Geschichte“ aus aktuellem Anlass schaffen würde. Geeignet wäre die Aussage des Artikel 1 des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar, sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“. Er würde viele Bereiche künstlerisch ansprechen, die diesem Auftrag aktuell nicht entsprechen“.

Er bat um Unterstützen für das Engagement für Kunst und Kultur durch eine Mitgliedschaft, durch finanzielle und ideelle Zuwendungen als Beitrag zum friedlichen Miteinander in unserer Gemeinde und unserer Gesellschaft.

Im Anschluss erläuterte Hans Hermann die ausgestellten Plakate im Einzelnen mit viel Hintergrundwissen.

Für Gewerkschaften, amnesty international, für Studentenvereinigungen, für Griechenland und andere Brennpunkte gestaltete HAP Grieshaber Plakate, die vielfach heute noch bekannt und  berühmt sind.

Die nächste Öffnung der Ausstellung ist am Sonntag

1. Dezember von 14 – 17 Uhr.

hw

 

 


HAP Grieshaber -  Politische Plakate

Der Förderverein Eninger Kunstwege wird am Sonntag, 3. November 2019 um 14 Uhr im oberen Foyer der HAP-Grieshaber-Halle eine besondere Ausstellung eröffnen.

Der Sammler Hans Hermann aus Ostfildern hat 21 politische Plakate aus seinem umfangreichen Bestand an Grieshaber Werken zur Verfügung gestellt.

Bis  April 2020 ist die Ausstellung jeden ersten Sonntag im Monat von 14 – 17 Uhrgeöffnet. Sonderöffnungen für Gruppen sind möglich.

Gleichzeitig findet ein Kunstmarkt im Foyer der HAP Grieshaber Halle ebenfalls von 14 – 17 Uhr statt mit Reproduktionen, Kunstdrucken und Originalen deren Erlös der Vereinsarbeit zufließt.

Die Ausstellung nimmt das Thema zum 110. Geburtstag des Künstlers auf.

Er schrieb selbst zu diesem Thema:

„Ich halte nichts von engagierter Kunst, denn ich bin ein homme engagé, für den es selbstverständlich ist, dass eine Sache nur dann einen Wert hat, wenn sie politisiert worden ist. Bei engagierter Kunst habe ich leider bemerken müssen, das sie für den engagierten Künstler selbst und den kleinen Kreis von Gleichgesinnten gemacht worden ist, dass sie also gar nicht wirkt. Sie politisiert nichts und niemanden, weil eh schon alle überzeugt sind. Aber Gewirktes besteht, weil es im Volk weiterwirkt und selbst dort die Welt verändert, wo nicht vorgeplant worden ist.“

Die  abgelaufene Ausstellung des DGB im Willi-Bleicher –Haus in Stuttgart hatte den politischen Grieshaber zum Thema. Die Plakatausstellung soll ergänzend sein Tun darstellen, das er mit dem Ausdruck „malgré tout“ selbst charakterisierte.

Das von Dr. Kurt Femppel herausgegebene Buch über den politischen Grieshaber erschien zu diesem Thema.

Ergänzend soll der  Kunstmarkt unter 100 € im Foyer des Erdgeschosses  Menschen anregen, sich mit Kunst zu beschäftigen, zur eigenen Freude und zugunsten des Vereins auch das eine oder andere zu kaufen.

hw


 

Der Förderverein Eninger Kunstwege e.V.
präsentiert am

Freitag, 8. November 2019, 19 Uhr

im Kult 19 (Hauptstraße 19  in Eningen unter Achalm)

den Film von

Fritz Dannenmann

Winand Victor

Filmporträt eines wahren Künstlers

Der Eintritt ist frei.

Spenden an den Förderverein Eninger Kunstwege werden erbeten.

Der Film über Winand Victor wurde 2018 von Dr. Fritz Dannenmann vom Reutlinger Film-Club (RFC), zusammen mit zwei Filmfreunden, produziert. Er erzählt das Leben des 2014 verstorbenen Reutlinger Künstlers, seine Tochter Winni Victor beschreibt die Art ihres Vaters, Weggefährten berichten von Begebenheiten. Kunstexperten wie Dr. Veronika Mertens, Maren Keß-Hälbig und Prof. Dr. Reinbert Tabbert befassen sich mit Werk und Wirken des Künstlers, Sammler zeigen Bilder aus ihren Sammlungen, Freunde schildern, wie Victor so war.

Der Videofilm wurde in HD produziert. Er ist 45 Minuten lang, sein Format 16:9.

Der Reutlinger Film-Club ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Filmautoren, dem bundesweiten Zusammenschluss nicht-kommerzieller Filmer.

 

 

 


 

Einladung HAP Grieshaber Themenabend

 

Der Förderverein Eninger Kunstwege e.V. lädt ein zur HAP Grieshaber Ausstellung im Willi-Bleicher-Haus (Stuttgarter Gewerkschaftshaus, Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart).

Die Ausstellung findet noch bis 17. Oktober 2019 werktags von 08-20 Uhr statt.

HAP Grieshaber war in vielfältiger Weise ein politischer Mensch und hatte zahlreiche Beziehungen zu Gewerkschaften, Naturfreunden, Friedensbewegung und Antifaschismus.

Dies zu beleuchten ist Thema der Ausstellung mit dem künstlerischen Werk von Grieshaber und einem Begleitprogramm.

Anlass der Ausstellung ist der 110. Geburtstag von HAP Grieshaber und der 51. Jahrestag der Verleihung des Kulturpreises des Deutschen Gewerkschaftsbundes an den Künstler. 

Ausgestellt werden 60 meist großformatige politische Holzschnitte HAP Grieshabers aus privatem Besitz. Viele der Werke wurden selten gezeigt, wie zum Beispiel der siebenteilige Prometheus-Zyklus.

Sie stellen die Verbindung von Kunst und Arbeitswelt sowie politischem Wirken dar – oft aufmunternd, grafisch-ästhetisch beeindruckend, lyrisch und immer dem Menschen zugewandt.

Gezeigt werden aus dem Nachlass auch – noch nie ausgestellte – private Dokumente aus dem Leben von HAP Grieshaber, Auszeichnungen, Urkunden und persönliche Ausweise.

Begleitend zu der Ausstellung finden Themenabende statt. So auch „Die Zusammenarbeit von HAP Grieshaber mit den Naturfreunden und der SPD“.

Diesen Abend – Mittwoch, 25. September um 18 Uhr – gestalten Rosemarie Krack und Rolf Hespeler von den Naturfreunden und Ulrich Lukaszewitz von der SPD. Musikalische Begleitung kommt von den „Marbachern“ (Politfolk).

Die Eninger Naturfreundejugend hatte in den 80er Jahren freundschaftliche Beziehungen zu HAP Grieshaber.

 

 


Rundgänge auf den Eninger Kunstwegen im August/September

Für Daheimgebliebene und kunstinteressierte Menschen, bietet der Förderverein in den Sommerferien an:

Mittwoch 21.8. 17 Uhr, Treffpunkt HAP Grieshaber Halle

Rundgang auf dem künftigen HAP Grieshaber Rundweg mit Information über die verwirklichten und geplanten Repliken mit Hermann Walz

Dauer 1,5 Stunden

Mittwoch 4.9.2019 17 Uhr, Treffpunkt Rathaus

Rundgang auf dem Kunst- und Sinnespfad mit Mar El Schaefer

Dauer 1,5 Stunden


 

„Ich und Du“

CHC Geiselharts „Wächterbüste I“

vorm Eninger Rathaus

 

Gestern ging es um das „Ich und Du“ vorm Eninger Rathaus, als CHC Geiselhart über seine „Große Wächterbüste I“ 2001 sprach.

Ein Wächter- steht man ihm gegenüber, erkennt man sein ICH. Er macht aufmerksam auf das, was einen selbst ausmacht aber auch auf jenes, was einen umgibt. Ein Wächter, der zwischen Mensch, Natur und dem Sein vermittelt.

Die Ausführungen Geiselharts am Spätnachmittag, direkt vor seiner Büste stehend, waren sehr zwanglos, bereichernd und die Zuhörer waren angetan von der Offenheit und der Erzählfreude des Künstlers. Geiselhart erzählte von sich, von seiner Tante Babette aus Eningen, von seiner Beziehung zum Schwabenland, von seiner Ausbildung zum Künstler und Kunsthistoriker und schaffte es nebenbei tiefgreifend über die Sinngebung seiner Werke zu sprechen. Geiselhart erklärt, dass er an die temporäre Existenz des Menschen erinnern möchte. Er möchte den Blick in die Ferne richten, gleichwie Romantiker bspw. Caspar Davis Friedrich, durch ihre Perspektive den Betrachter ins Bild holen und den Blick in die Weite öffnen.

Geiselhart tue dies nun schon seit vielen Jahren mit dem Medium der Bildhauerei. Aus einem Holzpflock entstehen Gesichter, die im Laufe der Zeit filigraner wurden und mittlerweile “gestelzt“ auf Beinen stehen, so Geiselhart.

Herr Schweizer berichtet in seiner Ansprache beeindruckt von dem waghalsigen Einsatz der Motorsäge auf teilweise hohen, selbsterbauten Gerüsten Geisleharts und verweist auf die Größenvariationen von riesengroßen zu filigranen Skulpturen, wie sie im KunstRaum zu sehen sind.

Kaum zu greifen ist Geiselharts Gesamtwerk und dennoch ist diese "Wächterbüste I" mit Sicherheit ein Sinnbild seiner künstlerischen Ausdruckskraft und es ist eine Bereicherung, diese hier als Leihgabe in Eningen präsentieren zu können.

 

Am Ende der Veranstaltung herrschte Einigkeit darüber, dass der ePunkt eine tolle Gelegenheit bietet, Künstlern und deren Werken sehr nahe zu kommen und in kleinem, intimem Rahmen mehr über Kunst zu erfahren. Nutzen Sie die Gelegenheit bis November vorm Eninger Rathaus, stellen Sie sich vor und hinter den „Wächter“ und erleben Sie Kunst im öffentlichen Raum.

Im Kulturbüro können Sie zudem mehr über Geiselharts Werk erfahren und Kataloge erwerben.

 

 


CHC Geiselhart „Große Wächterbüste I“ vorm Eninger Rathaus

 

 

Kunst im Austausch/Kunst zum Austausch…

 …so könnte man den „ePunkt“ am Eninger Rathaus umschreiben. Hier wechseln sich Themen, Formen, Techniken und Materialien genauso ab,  wie sich auch die verschiedensten Künstler mit ihren unterschiedlichen Herangehensweisen an Themen austauschen.

Am Dienstag, den 9. Juli 2019 findet ein Wechsel von hellem, leichtem Acrylstal zu dunkler, monumentaler Eiche statt, von realistischer Darstellung Birgit Feils zu der eher abstrakt wirkenden „großen Wächterbüste I“ von CHC Geiselhart. Beide Arbeiten in ihrer Unterschiedlichkeit grandios und eine Bereicherung für das Kunstleben und den Austausch über Kunst hier in Eningen.

 Der Förderverein Eninger Kunstwege e.V. und die Gemeinde Eningen laden aus diesem Grund im Rahmen des Kunst- und Sinnespfades herzlich zu einer zwanglosen Eröffnung mit Künstlergespräch um 17 Uhr auf dem Rathausplatz ein.

 CHC Geiselhart hat an der staatlichen Akademie in Stuttgart studiert und zudem das Studium der Kunstgeschichte in Stuttgart und Tübingen absolviert. Seit 1974 arbeitet er als freier Künstler, zunächst mehrheitlich in den Bereichen der Malerei und der Druckgraphik, bis er sich in der Skulptur wiederfindet und die Motorsäge als sein bevorzugtes bildnerisches Mittel entdeckt. Er findet zu formaler Differenzierung und es gelingt ihm kleinere Formate zu bearbeiten und zudem eine Farbfassung auf Leinöl-Basis zu entwickeln.

So hat er für Eningen seine„Große Wächterbüste I“ mitgebracht, die nicht nur für sich steht, sondern als Sinnbild von Geiselharts Arbeit gesehen werden kann.

Erfahren Sie mehr! CHC Geiselhart wird selbst über seine Arbeit sprechen und freut sich auf einen regen Austausch mit Ihnen.

CHC Geiselhart "Große Wächterbüste" 2001

Pressemitteilung vom 20.5.2019

Zustimmung zur Neukonzeption HAP-Grieshaber-Rundweg

In seiner Sitzung am 16. Mai hat der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats über die vom Förderverein vorgeschlagene Änderung der Trasse und der Thematik des HAP-Grieshaber-Rundwegs beraten und bei einer Gegenstimme der Planung zugestimmt.

Die Vorstandschaft freut sich darüber und wird mit viel Engagement den Ausbau des Rundwegs fortsetzen.

 HAP Grieshaber (1909 – 1981) ist ein weltweit berühmter Künstler und Holzschneider, der Jahrzehnte am Hang der Achalm wohnte und dort seine berühmten Werke schuf. Dabei spielt seine Naturverbundenheit mit der Schwäbischen Alb und dem heute bestehenden Biosphärengebiet eine wichtige Rolle. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Eningen. Der Förderverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, sein Vermächtnis zu pflegen mit ständigen Ausstellungen im oberen Foyer der Grieshaber-Halle, mit Führungen durch die Halle mit dem eindrucksvollen Fries und mit dem Ausbau des Rundwegs.

Kern der Neukonzeption ist die Überlegung, den Weg nicht parallel zum Kunst- und Sinnespfad, sondern an der Achalm entlang verlaufen zu lassen. Inhaltlich soll mit den drei aufgestellten Repliken das Thema „Kunst am Bau“ abgeschlossen sein und Beispiele aus den verschiedenen Schaffensperioden des Künstlers, möglichst nach Zeitablauf entstehen, um ein Gesamtbild von ihm und seinem Schaffen darzustellen.

Der geplante Verlauf:

Grieshaber-Halle – Betzenriedweg – Schubertstraße – Eiferthöhe –Winterhalde – HAP Grieshaber Weg – oberer Panoramaweg – Abzweig Richtung Achalm-Hotel – zurück zum Kreuzbuckel – Schiller-Höhe – Treppenabgang zur Robert-Koch-Straße – Grünanlage Hörnle – Grieshaber-Halle.

2 barrierefreie Zonen sind geplant:

Ab Grieshaber-Halle Stationen 1 – 7

Ab Achalm-Hotel Stationen 12 – 15

Zugestimmt hat der Verwaltungsausschuss der Aufstellung folgender Repliken noch in diesem Jahr:

Station 2 Betzenriedweg/Beethovenstraße – Hungerwinter 1938

Station 6 Winterhalde – Das blaue Paar 1963

Der Förderverein sucht weitere Unterstützer für seine gestellten Aufgaben, sei es als Mitglied oder Sponsor für Einzelprojekte.

hw


Neue Ausstellung:

HAP Grieshaber – "Mit Freude gesammelt"

Der Förderverein Eninger Kunstwege wird für 6 Monate im oberen Foyer der HAP-Grieshaber-Halle Werke des Künstlers ausstellen, die ein Sammler zur Verfügung gestellt hat.

Die Eröffnung ist am Sonntag, den 5. Mai um 14 Uhr. Die Ausstellung wird bis Oktober jeweils am ersten Sonntag im Monat geöffnet sein. Sonderführungen für Gruppen sind möglich.

Aus der Serie „Königin Achalm“ sind die Holzschnitte Wacholderengel und Wacholder zu sehen.

Darstellungen der „Silberdistel“, die Siamkatzen und der Hebst der Wilhelmstraßenkrämer sind unter der bemerkenswerten Sammlung zu finden.

Daneben sind als ständige Ausstellung persönliche Dokumente des Künstlers und von ihm gestaltete Vasen bzw. Geschirr zu sehen.

Kunstbücher, Drucke und Kunstpostkarten ergänzen das Angebot. Der Eintritt ist wie immer frei.


Zwei neue Merkzeichen auf dem HAP-Grieshaber-Weg

Endlich war es geschafft, am Samstag den 13.04.2019 konnte Vorsitzender Hermann Walz die zweite und dritte Replik auf dem geplanten HAP-Grieshaber- Rundweg übergeben. Leider war es trübe und regnerisch, trotzdem waren ca. 50 Besucher gekommen.

Er dankte den Vorstands- und Vereinsmitgliedern für die vielen Stunden der Überlegungen und Vorbereitungen.

Begrüßen konnte er Bürgermeister Alexander Schweizer und von den Sponsoren die Familie Gerster zusammen mit den trotz Regen und Kälte gekommenen Besucher und Freunde des Fördervereins.

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Fotos: HD Strobel

„HAP Grieshaber in Variationen“ und „Kunstmarkt für Werke unter 100 € für Sammler und Freunde des Schönen“

Von Oktober 2018 - April 2019 wurden in der Grieshaber-Ausstellung eine private Sammlung ausgestellt. Die Werke wurden von Fritz Gerster zur Verfügung gestellt, dessen Familie in der Vergangenheit viel mit HAP zusammengearbeitet hat. Sie umfassen Beispiele aus den Perioden ab den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Zusätzlich zu den Holzschnitten werden in Vitrinen persönliche Erinnerungsgegenstände der Familie Grieshaber sowie Vasen und Bücher gezeigt, die der vielseitige Künstler geschaffen hat. Nicht zu vergessen sind die Feuervogelvorhänge, die Entwürfe für den Fries in der Halle und das Glasfenster von Raach-Döttinger.

Der Förderverein erhielt zusätzlich zu den verkäuflichen Werken aus der Sammlung Fritz Gerster im oberen Foyer der HAP Grieshaber Halle in der vergangenen Zeit Sachspenden von Künstlern und Kunstfreunden, die parallel zur Öffnung der Ausstellung am 6. Januar zum ersten Mal zugunsten des Vereins verkauft wurden. Wegen der Nachfrage wurde dieser Kunstmarkt während der Öffnung am Sonntag, 7. April wieder angeboten.

Es handelt sich hier in erster Linie um Plakate und Nachdrucke von Grieshaber-Werken. Zusätzlich werden Arbeiten von Künstlern der Region angeboten.


In die Urzeit nach Blaubeuren

Die Halbtagesfahrt am Samstag, den 6. April 2019 konnte tatsächlich stattfinden. 27 Mitreisende hatten sich eingefunden um mit dem Bus der Firma Vöhringer, dem Reiseleiter Hermann Walz und dem „Frühzeitfachmann“ Friedrich Palmer über die sonnenbeschienene Alb zu fahren. Hermann Walz stimmte mittels dem Märchen von Eduard Mörike „Das Stuttgarter Hutzelmännle“ mit kurzen Beiträgen über die Schöne Lau, die Sage vom Klötzle Blei und anderen Geschichten auf das schöne Blaubeuren ein.

Unser Mitglied Friedrich Palmer führte die Gruppe zunächst zu einem überdachten Plätzle hinter dem Museumsgemäuer. Dort zeigte er, auf welche Weise in der Steinzeit Feuer entfacht. Friedrich Palmer ist Künstler, Lehrer an der VHS Reutlingen und freier Mitarbeiter des Urzeitmuseums als Paläotechniker.

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Neue Kunstobjekte für die Ortsmitte

Am Freitag, den 15. März wurden neue Kunstobjekte in der Eninger Ortsmitte auf Zeit übergeben: Die Stuttgarter Künstlerin Birgit Feil stellt bis Ende Juni sowohl auf dem „ePunkt“ vor dem Rathaus die beiden gegenständlichen Figuren „Sabine“ und „Erwin“ aus, als auch im KunstRaum in der Eugenstraße.

Birgit Feil hat an der Freien Kunstschule Stuttgart und an der Hochschule der Künste in Berlin studiert. Seit 1995 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin und hat sich mit den für sie typischen gegenständlichen Figuren einen Namen gemacht. Parallel bietet sie als Dozentin der Volkshochschule Stuttgart als auch im eigenen Atelier Kurse an. Birgit Feil lebt in Leonberg-Warmbronn und arbeitet in Stuttgart-Vaihingen.

Birgit Feil mit "Erwin" und "Sabine"

Mitgliederversammlung 2019 Förderverein Eninger Kunstwege e.V.

Die Vorstandsmannschaft wurde von den Mitgliedern wiedergewählt:

Vorsitzender Hermann Walz, Stellv. Vorsitzende MarEl Schaefer
Schatzmeister Thomas Niethammer, Schriftführerin Inge Niethammer
Beisitzer: Peter Hespeler, Christiane Ripple, Annegret Romer, neu: Friedrich Palmer
Beratend: Eva Hummel für die Gemeinde, Annemarie Winter für den Paul-Jauch-Freundeskreis
Rechnungsprüfer: Winfried Baumann und Edeltraut Willjung

In seinem Bericht 2018 bedankte sich Hermann Walz für die gute Zusammenarbeit und das positive Arbeitsklima im Vorstand... [weiterlesen]


Pressemitteilung

HAP Grieshaber zum 110. Geburtstag

Am 15. Februar 1909 wurde in Rot an der Rot Helmut Andreas Paul Grieshaber geboren. Sein Vater war Landvermesser, arbeitete und lebte mit seiner Familie in dem oberschwäbischen Dorf, von wo er dienstlich nach Nagold (1912) und nach Reutlingen (1920) zog, wo der junge Grieshaber aufwuchs. Von 1933  bis 1940 wohnte er in der Leonhardstraße 29, in der Kirchstraße 7 und in der Kirchstraße 17, bevor er nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft im Jahr 1946 das Gartenhaus seines Vaters an der Achalm bezog, das zu seinem Hüttenwerk wurde. Er starb am 12. Mai 1981 und wurde auf dem Friedhof in Eningen beigesetzt. [weiterlesen]


Kunst- & Sinnespfad im Winter

MarEl Schaefer - Sichtweisen
Susanne Immer - Zeit entdecken
Gudrun Krüger - Gordona
Jenny Winter-Stojanovic - Begegnung II

Kunst unter 100 € für Sammler und Freunde des Schönen

in der Ausstellung „HAP Grieshaber in Variationen“

Der Förderverein erhielt zusätzlich zu den verkäuflichen Werken aus der Sammlung Fritz Gerster im oberen Foyer in den vergangenen Wochen Sachspenden von Künstlern und Kunstfreunden, die parallel zur Öffnung der Ausstellung am 6. Januar im unteren Foyer der Halle angeboten wurden.

Es handelte sich hier in erster Linie um Plakate und Nachdrucke von Grieshaber Werken. Zusätzlich wurden Arbeiten namhafter Künstler der Region angeboten.

Der Besuch war mit beinahe 60 Personen sehr beachtlich, denn nicht nur der kleine Kunstmarkt, sondern auch die Grieshaber-Ausstellung im oberen Foyer, sowie die Feuervogel-Vorhänge und die Halle mit dem Grieshaber Fries wurde von den Besuchern angeschaut.

Der Verkauf brachte eine beachtliche Summe für den Förderverein, der sich für Kunst und Kultur in Eningen einsetzt.

Es ist angedacht, am 7. April, dem letzten Öffnungstag der Ausstellung „Grieshaber in Variationen“ nochmals einen kleinen Kunstmarkt anzubieten.

Herzlichen Dank den Käufern, Spendern und nicht zuletzt den Mitgliedern, die die Aufsicht übernommen hatten.

Allen Mitgliedern des Fördervereins Eninger Kunstwege und den Freunden von Kunst und Kultur in Eningen und der Region

ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes Jahr 2019


Weihnachtsmarkt 2018

Es war wieder viel los beim Weihnachtsmarkt am Samstag, 1. Dezember 2018. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen kamen viele Besucher.

Unsere Tombola kam Dank aktiver Losverkäuferinnen gut an. Leider war durch ein Überangebot an Glühwein unser Absatz gering. Herzlichen Dank den Spendern für die Tombola und die Kunstwerke, die uns geschenkt wurden.

Und vielen Dank den wenigen aber sehr aktiven Helfern und Helferinnen des Vereins, die dazu beitrugen, dass das finanzielle Ergebnis gut war und die auch dafür sorgten, dass unser Verein mit seinen Zielen, die Kunst im öffentlichen Raum zu fördern, wahrgenommen wurde.

Wir informierten über unsere HAP Grieshaber Ausstellung, den „Kunst- und Sinnespfad“, den e Punkt und den Fortgang des Projekts „HAP Grieshaber Rundweg“.


Erfolgreiche Einweihung im Krügerpark

Susanne Immer - Zeit entdecken

Am Sonntag, den 25. November 2018 wurde bei bestem Wetter die Skulptur "Zeit entdecken" von Susanne Immer im Krügerpark eingeweiht. Neben den Grußworten der stellvertretenden Bügermeisterin Dr. Barbara Dürr und der stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins Eninger Kunstwege MarEl Schaefer sprach auch die Künstlerin ihren Dank an alle Beteiligten aus. Die Einführung hielt der Geschäftsführer des Künstlerbundes Baden-Württemberg, Clemens Ottnad.

In ihren letzten Kunstwerken beschäftigte sich Susanne Immer zunehmend mit dem Zeitfaktor. Hier, bei der Arbeit ZEIT ENTDECKEN, zeichnet der Lichteinfall
durch die Punktöffnungen der beiden Stahlplatten ein Bild auf die Bodenplatte. Durch den zeitlichen Verlauf des Sonnenstandes erkennen wir eine sich stetig verändernde Punkt-Komposition. Ein neues „Bild“ entsteht – in jedem Moment.
Das Objekt ist auf einem Kugellager befestigt ist und dadurch beidseitig drehbar. Licht und Schatten lassen sich vom Betrachter selbst dynamisieren.

Die Skulptur gehört ab sofort zum Kunst- und Sinnespfad und ist bereits in diesem Rahmen die dritte Station im Krügerpark.

Ein besonderer Dank geht an alle Sponsoren, die die Realisierung der Skulptur "Zeit entdecken" ermöglicht haben:

Susanne Immer vor ihrer Skulptur "Zeit entdecken"

Narzissen für den Krüger Park

Am 10. November 2018 arbeiteten drei Mitglieder des Fördervereins und drei syrische Mitbürger fleißig im sonnenbeschienen Krüger Park, um 1.000 Narzissenzwiebel in die Erde zu bekommen, die von einem Eninger Bürger gespendet worden waren.

Nach Absprache mit dem Ortsbauamt wurden am Weg zwischen Bahnhofstraße und Markwiesenweg vor neun Bäumen Flächen mit je einem Quadratmeter mühsam aus dem trockenen Boden ausgegraben.

Dicht gedrängt wurden die Zwiebeln der wilden Narzissen gesetzt und dann vorsichtig wieder mit dem Aushub abgedeckt. Nach der Aktion mit Krokussen war dies die zweite Aktion des Fördervereins Eninger Kunstwege. Nach eineinhalb Stunden war die Aktion beendet, die eine weitere Verschönerung des Krüger Parks zum Zweck hatte.


Neue Kunstobjekte für die Ortsmitte

Ab Anfang Oktober 2018 stellte die Reutlinger Künstlerin Jenny Winter-Stojanovic das Objekt "BEGEGNUNG II" auf dem ePunkt (Rathausplatz) aus. Weitere Objekte von ihr waren im KunstRaum (Eugenstraße) zu sehen.

Die Erfahrungen, die sie als erste Stipendiatin der LWV-Eingliederungshilfe Rapportshofen machte, prägten sie so, dass Objekte zum Thema Begegnung entstanden. Zu diesen gehört auch das Exponat auf dem Rathausplatz: Die beiden Konstruktionen aus Eisenstangen schieben sich ineinander, treten in Interaktion zueinander. Durch die für Jenny Winter-Stojanovic typischen Folien werden zusätzliche Verbindungen hergestellt.

Die Objekte waren in Eningen bis Ende Januar 2019 zu sehen.


Ausstellung „HAP Grieshaber in Variationen“

Am Freitag, den 5. Oktober 2018 wurde im oberen Foyer der HAP Grieshaber Halle eine weitere Ausstellung des Fördervereins Eninger Kunstwege e.V. eröffnet. Die Werke wurden von Fritz Gerster zur Verfügung gestellt, dessen Familie in der Vergangenheit viel mit HAP zusammengearbeitet hat. Sie umfassen Beispiele aus den Perioden ab den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Zusätzlich zu den Holzschnitten werden in Vitrinen persönliche Erinnerungsgegenstände der Familie Grieshaber sowie Vasen und Bücher gezeigt, die der vielseitige Künstler geschaffen hat. Nicht zu vergessen sind die Feuervogelvorhänge und Entwürfe für den Fries in der Halle.

Zum Werk des Künstlers sprach Dr. Kurt Femppel, ein profunder Kenner des Künstlers. Er schilderte den Menschen HAP Grieshaber, vor allem seine Jugend, die durch eine strenge Erziehung des Vaters gekennzeichnet war. Dagegen wehrte sich der freiheitsliebende Junge und kam dadurch in Konflikt mit der Familie und der Umgebung.

Die musikalische Umrahmung hatte Rebecca Hummel übernommen, indem sie Lieder wählte, in denen sich die Grundeinstellung von Grieshaber widerspiegelte. Reicher Beifall belohnte ihre Solo-Auftritte.

Die Ausstellung wird für ein halbes Jahr jeweils am ersten Sonntag im Monat offen sein.


Licht und Schatten im Krügerpark

Auf Anregung aus der Mitte des Fördervereins wurde im Sommer 2018 am neuen Standort der „Gordona“ von Gudrun Krüger am Eingang zum Krügerpark von der Bahnhofstraße her ein Scheinwerfer im Boden von der Gemeinde angebracht, der an die Straßenbeleuchtung angeschlossen ist.

Damit wird dieses eindrucksvolle Kunstwerk auch bei Dunkelheit angestrahlt mit interessanten Licht- und Schattenwirkungen.

Ein weiterer Schritt zur Gestaltung des Krüger Parks.


HAP Grieshaber und der Holzschnitt

Ausstellung bei Würth in Künzelsau

Die vom Förderverein Eninger Kunstwege über Vöhringer Busreisen ausgeschriebene Ausfahrt zum Museum Würth am 28. April 2018 war mit 31 Teilnehmern gut besucht. Vorsitzender Hermann Walz erläuterte auf der Hinfahrt Aspekte zu der Schau bzw. über den Künstler, sein Leben und seine Frauen. Auf der Rückfahrt informierte die stellvertretende Vorsitzende MarEl Schaefer über die Ziele und Aktivitäten des Vereins. Sie warb bei den Gästen, die „noch“ nicht Mitglied im Förderverein sind, dafür dem Verein beizutreten.

Unter dem Titel „HAP Grieshaber und der Holzschnitt“ waren über 100 Werke des Eninger Künstlers aus der Schaffensperiode 1960 bis 1980 ausgestellt. Bekannte Holzschnitte wie der „Basler Totentanz“ oder der „Osterritt“ waren ebenso vertreten, wie unbekannte Entwürfe und politische Plakate.


Aktiv für Kunst und Kultur in Eningen

Bericht über die Mitgliederversammlung am 11. April 2018

Der Verein besteht zur Zeit aus 56 Mitgliedern.

Vorsitzender Hermann Walz bedankte sich für die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Vorstand.

Am 06.07.2017 tagte der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Gemeinderats. Der Verein stellte seine künftigen Projekte des HAP Grieshaber Rundweges (HAP) und des  Kunst- und Sinnespfades (K&S) und die Gordona betreffend vor, und erhielt Unterstützung durch die Gemeinderäte.

HAP Grieshaber Ausstellung in der Grieshaber-Halle

Von November 2017 bis Juni 2018 fand die Ausstellung „Christliche Themen im Werk von HAP Grieshaber“ in Abstimmung mit dem Spendhaus Reutlingen statt. MarEl Schaefer hat diese Ausstellung vermittelt, und es kamen an jedem 1. Sonntag im Monat zwischen 8 und 20 Personen.

Das Foyer ist mit Vitrinen gut ausgestattet und es gibt inzwischen eine neue Beleuchtung im oberen Foyer. Dieses Jahr ist außerdem auch auf der Empore und im Saal eine neue Beleuchtung geplant.

Hermann Walz dankte den Leihgebern für die vielen Werke, die ausgestellt werden konnten. Besonderer Dank ging an die Gemeinde, welche die Restaurierung des Außenfrieses der Grieshaber-Halle veranlasst hatte.

Aktivitäten

Am 23.04.2017 fand ein Konzert zum Gedenken von HAP Grieshaber mit Ehrungen des Gesangvereins in der Grieshaber-Halle statt. Dabei wurde durch Eckhard Grebner das Grieshaber-Fries erläutert und die Grieshaber-Ausstellung geöffnet.

Am 6. Mai 2017 fand die Ausfahrt ins Wasserschloss Glatt in Zusammenarbeit mit der VHS statt. Besucht wurde die Ausstellung Riccarda Gohr-Grieshaber und das ehemalige Kloster Bernstein, das nach dem 2. Weltkrieg eine private Kunstschule beherbergte.

Nach der Markierung des Kunst- und Sinnespfades im August 2017 boten Hermann Walz und MarEl Schaefer Abendspaziergänge auf dem HAP Grieshaber Rundweg und dem Kunst- und Sinnespfad (K&S) an. Die Resonanz war sehr gut. Eine Wiederholung in diesem Sommer ist geplant.

Die Planungen für die nächsten Repliken am HAP Grieshaber Rundweg laufen. Die Auftragsvergabe für beide Repliken (Poseidon und Engel) ging an eine Fachfirma. Der Poseidon wird 2 x 2 m groß unterhalb des Grieshaber Anwesens aufgestellt. Der Engel aus der St. Bonifatius Kirche in Metzingen wird die Originalgröße von 2,20 x 1 m haben. Es ist eine Tafel mit den zwei singenden Engeln auf dem Kreuzbuckel geplant. Die Naturschutzbehörde hat dafür eine Genehmigung erteilt.

Am 16.07.2017 wurde der Pavillon in der Raite durch die Gemeinde übergeben und gleichzeitig die Kulturstiftung gegründet. Der Verein war mit einem Infostand vertreten.

Die Realisierung des Projekts von Susanne Immer „Zeit entdecken“ im Krüger Park ist im Werden. Unterstützung findet des Projekt durch die Gemeinde, außerdem gingen Spenden der WGV, OEW, Kreissparkasse Reutlingen und Firma Vallon ein.

Die Gordona wurde umgesetzt. Eine Beleuchtung wurde zwischenzeitlich noch installiert.

Im Spital gibt es jetzt einen Vereinsraum, der mit Sitzplätzen und Schränken gut ausgestattet ist. Der Weihnachtsmarkt war ein voller Erfolg. Die Resonanz der Eninger Bürger war sehr gut.

Schatzmeister Thomas Niethammer erläuterte die Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres. Edeltraud Willjung und Winfried Baumann haben am 6. Februar 2018 die Kassenprüfung durchgeführt und keine Beanstandungen gehabt.

Annegret Romer übernahm die Abstimmung der Entlastung. Die Entlastung für Vorstand und Schatzmeister wurde einstimmig erteilt.

Ausblick 2018

Um die Weiterentwicklung des K&S, ePunkt und kunstRaum kümmern sich MarEl Schaefer und Friedrich Palmer. Die Besucherzahlen und die Resonanz sind sehr gut.

Es haben u.a. auf dem e Punkt ausgestellt Jochen Warth, Britta M.Ischka, Susanne Dohm-Sautter, Susanne Immer, Gudrun Krüger.

Im kunstRaum waren u.a. zu sehen Annemarie Winter und Friedrich Palmer.


Modell "Zeit entdecken", Susanne Immer

Spenden für den Kunst- und Sinnespfad

Wir freuen uns, dass neben der Kreissparkasse Reutlingen (s. Bericht unten) auch weitere Spenden in 2018 für die Skulptur "Zeit entdecken" von Susanne Immer eingegangen sind.

Die Firma Vallon in Eningen hat bereits Ende 2017 einen beachtlichen Betrag zur Verfügung gestellt. Wir danken dafür herzlich und freuen uns über die Unterstützung, lebendige Kunst in Eningen zur Schau stellen zu können.

Auf Anregung von Dr. Barbara Dürr haben wir über Landrat Thomas Reumann angefragt, ob die OEW (Oberschwäbische Elektrizitätswerke) uns einen Beitrag im Rahmen ihrer Kunstförderung genehmigen kann. Es kam eine positive Antwort. Danke an den Landrat und die OEW für eine Spende ebenfalls in beachtlicher Höhe.

Ebenfalls unterstützte die Württembergische Gemeinde-Versicherung dank dem Antrag der Gemeindeverwaltung das Kunstprojekt mit einem beachtlichen Betrag.

Mit weiteren finanzieller Unterstützung der Gemeinde Eningen konnte das Projekt dann letzt endlich Ende 2018 realisiert werden.


Die Zeit anders wahrnehmen

– das fördern der Förderverein Eninger Kunstwege und die Kreissparkasse Reutlingen. Mit einer knallroten, großen Skulptur wird der Rundweg durch Eningen erweitert.

Wie sich Licht und Schatten im Laufe der Zeit verändern – das ist die Botschaft der neuen Skulptur der Künstlerin Susanne Immer, die den Kunst- und Sinnespfad bereichern soll. Im Februar 2018 unterstütze die Kreissparkasse Reutlingen den Förderverein Eninger Kunstwege mit einer Spende von 1.000 Euro. 

Das Objekt mit dem Titel „Zeit entdecken“ wurde eigens für Eningen angefertigt. Die zwei Meter hohe, rote Stahlskulptur ergänzt den Kunst- und Sinnespfad im Krügerpark.

v.l.n.r: Hermann Walz und MarEl Schaefer vom Förderverein Eninger Kunstwege und Hansjörg Junger, Kreissparkasse Eningen

MarEl Schaefer und Dr. Barbara Dürr mit den Söhnen der Künstlerin, Julian Krüger und Markus Schwegler.

Gudrun Krüger – Hommage an eine große Künstlerin

Auf dem ePunkt vor dem Rathaus Eningen wurde am 22. Februar 2018 für ein halbes Jahr eine Plastik der Eninger Künstlerin Gudrun Krüger (1922 – 2004) übergeben.

Das Werk „Aufstrebende Form“ von 1971 setzt mit einer Höhe von über 2 m einen besonderen Akzent. Diese Arbeit war in den siebziger Jahren auf dem Schlossplatz in Stuttgart zu sehen. Der Anlass der Aufstellung war die Versetzung der Bronzeplastik „Gordona“ vom Calner Platz zum Eingangsbereich des Krüger-Parks, wo nach einer Restaurierung das Werk eindrucksvoll wieder zur Geltung kommt. So waren ein halbes Jahr lang in einer Blickachse entlang der Eugenstraße beide Werke zu sehen. Gleichzeitig sind im kunstRaum an der Eugenstraße Zeichnungen und Kleinplastiken von ihr zu bewundern.

Die Einführung gab die stellvertretende Vorsitzende des Förderverein MarEl Schaefer. „Wir Eninger sind stolz darauf, dass Gudrun Krüger eine von uns war“ betonte sie. Die „aufstrebende Form“ unterscheide sich deutlich von der „Gordona“. Während die eine zweidimensional ist, erscheint die andere dreidimensional.

Im kunstRaum waren zwei selten ausgestellte farbige Skulpturen zu sehen. Die „Purpurschlange“ von 1987 und die „Esmeralda“. Im Hintergrund Zeichnungen von 1994, die Gudrun Krüger selbst im Rahmen angeordnet hat und die auch dazu dienten, die Hand und die Gelenke geschmeidig zu halten.


Neue Publikation

HAP Grieshaber. Angewandte Kunst.
Eine Bestandsaufnahme über die Warengruppen ›Porzellan, Keramik, Glas, Textilien und Metall‹, bei denen der bildnerische Einfluss von HAP Grieshaber zum Tragen kommt. Mit Texten von Kurt Femppel, Catharina Geiselhart und Hermann Pfeiffer.

Herausgeber: Prof. Dr. Kurt Femppel

Format 22 x 28 cm, ­144 Seiten, 420 Abbildungen, Hardcover, Fadenheftung, bedruckter Umschlag mit dem Bühnen­zwischenvorhang (Ausschnitt), den Grieshaber zum Ballett ›Der Feuervogel‹ von Igor Strawinsky für die Städtischen Bühnen Heidelberg schuf (1960).

ISBN 978-3-939775-59-1.

30.- € (Juli 2017); Auflage 600, davon 50 Expl. (nummeriert von 1 bis 50 und stempelsigniert, 21 x 27,5 cm) als Vorzugsaus­gabe 70.- €, mit Original-Holzschnitt ›HAP Grieshaber: Affenkapelle‹ (1962) auf Japanpapier (bekannt sind von Grieshaber nur 3 Expl. in der Blattgröße 13 x 28 cm).


Weihnachtsmarkt 2017

Zum ersten Mal beteiligte sich unser Verein am 2. Dezember 2017 mit einem Stand beim Eninger Weihnachtsmarkt. Eine Tombola mit gespendeten Gegenständen, zum Teil künstlerische und kunsthandwerkliche Arbeiten kam gut an. Die 200 Lose wurden alle verkauft. Künstlerische Arbeiten standen ebenfalls zum Kauf und das Angebot mit Glühwein durfte nicht fehlen.

Herzlichen Dank allen Spendern und natürlich auch den mithelfenden Vereinsmitgliedern, die zu einem guten finanziellen Ergebnis beigetragen haben. Auch war es wichtig, dass der Verein in der Öffentlichkeit bei dieser Gelegenheit auf sich aufmerksam machen konnte.


"Gordona" ist umgezogen

Viele Jahre stand diese Figurengruppe der Eninger Künstlerin Gudrun Krüger auf dem Calner Platz, ziemlich abseits und vielfach unbeachtet. Nun wurde im Rahmen der Gestaltung des Kunst- und Sinnespfades das aus dem Jahr 1986 stammende Kunstwerk durch die Mitarbeiter des Bauhofs im Oktober 2017 auf ein neues Fundament am Eingang zum Krüger Park, von der Bahnhofstraße her, gestellt. Im Frühjahr 2018 patinierte die Firma Strassacker die Figurengruppe neu - seitdem erstrahlt sich am Parkeingang in neuem Glanz.

Gudrun Krüger (1922 – 2004),  Tochter des Bankdirektors Carl Krüger und kommissarischer Bürgermeister der Nachkriegszeit, wohnte und arbeitete in der benachbarten Krüger Villa, die heute ihre Söhne mit Familien bewohnen.

Ihre Plastiken sind in Eningen und Deutschland, sowie im europäischen Ausland zu sehen. In einem Beitrag vom 14.3.1997 ist im GeA zu lesen: "Ihr geometrischer Stil umschließt Ordnung und Inspiration, klare Maßverhältnisse und Phantasie, die kristalline Struktur und das Zeichenhafte, symbolisch über sich Hinausweisende."


Jochen Warth mit Skulpturen in Eningen

Der Entwurf entsteht im Kopf

Am Donnerstag, den 19. Oktober 2017 wurden gleich zwei neue Kunstprojekte in der Eninger Ortsmitte vorgestellt.  Der Künstler Jochen Warth aus Nehren zeigte für drei Monate auf dem „e Punkt“ vor dem Rathaus sein Stahl-Objekt „Ohne Titel“. Außerdem stellte er parallel kleinformatige Holz-Skulpturen im kunstRaum in der Eugenstraße aus.

Das Objekt „Ohne Titel“ besteht aus zwei sich dynamisch kreuzenden Linien, die den Betrachter beinahe automatisch weiterziehen und weiterdenken lassen. Wie bei allen seinen Objekten wurde auf einen Titel verzichtet, um Raum für eigene Interpretationen und Bezüge zu lassen. Das Faszinierende: Die Ideen und Entwürfe entstehen bei Jochen Warth nicht auf dem Papier, sondern im Kopf. Diese inneren Konzepte setzt er daraufhin mit seinen Händen um, indem er mit der Arbeit am Stahl beginnt.


Eninger Kunst- und Sinnespfad ist markiert

Der vom Förderverein Eninger Kunstwege e.V. entwickelte Kunst- und Sinnespfad wurde Ende August 2017 mit Bodenplaketten markiert. Er führt im Ortskern zu bekannten und weniger bekannten Stellen, die besonders durch Kunstwerke oder andere Merkmale beachtenswert sind.

Der Weg beginnt am Rathaus mit dem e Punkt und dem kunstRaum. Er führt z.B. über den Calner Platz Richtung Hauptstraße und Krämergässle oder über die Burgstraße, Spitalhofplatz, durch den Krüger Park zur Achalmschule. Am weitesten entfernt ist auf dem Schillerplatz die „Eichenläubin“ von Gudrun Krüger zu finden. Vorbei am „Türmle“ ist der Rad- und Fußweg bis zur Spitzwiese, hinauf zum Schönen Weg markiert. Ein Prospekt mit Lageplan und Erklärungen kann kostenlos im Bürgerbüro, in der Gemeindebücherei und am kunstRaum mitgenommen werden.

Nach der Vorbereitung durch MarEl Schaefer und Hermann Walz brachte ein Bauhofmitarbeiter und ein ehrenamtlicher Helfer mit Assistenz von Hermann Walz die Plaketten mit Dübeln und Schrauben auf den Gehwegen an.

Es lohnt also ein Rundgang durch Eningen, um Besonderheiten zu entdecken.


Abendspaziergang auf dem Kunst- und Sinnespfad

Ende August 2017 fand eine Führung auf dem Kunst- und Sinnespfad statt. Die gut 20 Interessierten folgten aufmerksam den Ausführungen von MarEl Schaefer zu der Entstehung des Kunst- und Sinnespfades und den Zeichen. Die Führung begann am Eninger Punkt, Station 1, vor dem Rathaus.

Über den Zebrastreifen führt der Weg zum Calner Platz mit dem „Nordstein“ von Friedrich Palmer. Dieser sollte an sternklaren Abenden nach Einbruch der Dunkelheit besucht werden, weil der Einschnitt im Stein auf den Nordstern hinweist. Umgeben wird der Nordstein vom Prophylaxse-Pfad, der jedem die Möglichkeit bietet die eigene Beweglichkeit und Trittsicherheit zu testen. Im August 2017 stand am Calner Platz noch das Paar „Gordona“ von Gudrun Krüger, der weit über Eningen hinaus bekannten Künstlerin. Diese Figurengruppe wurde mittlerer Weile in den krüger Park versetzt.

Vor dem Spital befindet sich die Wackelbrücke, die von Karl-Heinz Reinelt mit Schülern der Achalmschule gebaut wurde.

Im Krügerpark schauten die Besucher durch die „Augen“, Linsen der Skulpturengruppe „Sichtweisen“ von MarEl Schaefer. Sie erklärte auch, dass nicht nur das Paar „Gordona“ von Gudrun Krüger am Parkeingang aufgestellt wird, sondern mit Unterstützung der Gemeinde und weiterer Spendern auch die leuchtend rote Skulptur „Zeit entdecken“ der Künstlerin Susanne Immer aus Reutlingen. Immer ist eine mit vielen Preisen und Stipendien ausgezeichnete Künstlerin, die weit über den Raum Reutlingen bekannt und tätig ist.

Nach 90 Minuten endete die Führung. Schaefer bedankte sich für das große Interesse der Teilnehmer. Den Wegverlauf kann man auch aus Flyern ersehen, die im Bürgerbüro (Rathaus 1) und am Fenster des Eninger Kunstraums, Gesundhaus in der Eugenstraße, ausliegen.


Abendspaziergang auf dem Grieshaber-Weg

Am 9. August 2017 trafen sich abends fünf kunstinteressierte Menschen, um mit dem Vorsitzendem Hermann Walz den künftigen Weg zu gehen, der noch nicht markiert ist. Lediglich im Werbeblatt des Vereins ist er bis jetzt zu sehen. Vor dem großen Regen, der dann in der Nacht begann, wurden die Punkte angesteuert, an denen später Repliken von Grieshaber Werken stehen werden.

Bis jetzt stehen die Stelen der "Epheben" auf der Schillerhöhe. Zudem soll noch unterhalb dem Grieshaber Anwesens die verkleinerte Kopie des Fensters aus Glasbausteinen "Poseidon und Amphitrite" aufgestellt werden (Maße 2 x 2 m). Auf dem Kreuzbuckel ist die Kopie eines Engelsglasbildes aus der Kirche St. Bonifatius in Metzingen in Originalgröße von 2.20 x 1 m vorgesehen. Die ausgewählten Standorte wurden von den Teilnehmern positiv bewertet. Der Rundgang dauerte knappe 2 Stunden. Auch ein Blick in das Neubaugebiet Wenge zeigte, daß die Sgraffitis an den ehemaligen Siedlungshäusern bemerkenswert sind und eine Bereicherung für Eningen darstellen.


Vorstandsteam wieder komplett

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde am 03.08.2017 als Schatzmeister Thomas Niethammer gewählt. Damit ist das Vorstandsteam wieder komplett und arbeitsfähig.

Grieshaber Halle

Der Grieshaber-Fries „Flammenmeer und Sternenhimmel“ im Eingangsbereich wurde restauriert.

Grieshaber Rundweg

Am Kreuzbuckel soll nur eine Replik eines Engelsglasbildes der St. Bonifatiuskirche in Metzingen in Originalgröße (2,20 x 1 m) aufgestellt werden.


Neue Kunstprojekte in der Eninger Ortsmitte

Am 20. Juli 2017 wurden gleich zwei neue Kunstprojekte im Rahmen des Kunst- und Sinnespfades eröffnet. Eingeweiht wurde die Skulptur „Kleine Wolke“ von Britta M. Ischka, die für drei Monate auf dem „e.“ (E-Punkt) vor dem Rathaus stand. Das Objekt der gebürtigen Österreicherin ist eine Skulptur aus hohen, senkrecht-gestellten Eisenstangen, die oben in einer glitzernden Wolke aus Stahldraht zusammenlaufen. Die Wolke steht als Zeichen für das „Weiterziehen“, Mobilität und die vermeintlich alltägliche Leichtigkeit, die damit verbunden wird. Nicht zuletzt nimmt Ischka damit auch Bezug zu der Eninger Krämertradition und spielt mit dieser. Schließlich ist Mobilität die ureigenste Eigenschaft der Krämer gewesen.

Zudem sind ab sofort im „KunstRaum“ in der Eugenstraße Werke von Annemarie Winter zu sehen. Die Eninger Künstlerin zeigt Arbeiten in den Techniken Rauchbrand, Glasur und Raku. Winter lebt seit 1963 in Eningen und hat sich durch ihre keramischen Objekte in der Region bereits einen entsprechenden Bekanntheitsgrad erworben. Ihre Schalen, Vasen und sonstigen Gefäße haben nicht nur einen praktischen Gebrauchswert, sondern tun sich besonders auch durch ästhetische Formen und eine hohe handwerkliche Qualität hervor.


Weiterer Sitzplatz im Krügerpark

Auf Anregung von Friedrich Palmer und auf Bitten des Fördervereins wurde im Sommer 2017 ein vom Forsthof vorbereiteter Eschenstamm im Krüger Park als Sitzbank aufgestellt.

Die Besonderheit daran ist die Natürlichkeit des Materials und der Standort, der von der Bachseite her die Wiese mit den Betonstelen von Mar El Schaefer in einer anderen Perspektive zeigt.

Vielen Dank an Thomas Gabler und Herbert Hanner für das Umsetzen der Idee.


Restaurierter Außenfries im Eingangsbereich der Grieshaber-Halle

Nach Abschluss der Reinigungsarbeiten am Grieshaber-Fries im Innenbereich in 2016, hat die Nürtinger Restauratorin Heidi Mattern von der Gemeinde den Auftrag erhalten, den Fries „Feuer und Gestirne“ im Eingangsbereich wiederherzustellen und die durch Witterung beschädigten Teile auszubessern.

Die Arbeiten wurden im Juli 2017 abgeschlossen, während im Inneren der Halle die Handwerker noch tätig waren. Sowohl die Elektrik wurde modernisiert, als auch im unteren und oberen Foyer ein neuer Anstrich angebracht.

Der Fries, der den Eingang umrahmt, ist nun wieder in bestem Zustand und wirkt repräsentativ. Wir freuen uns, dass dieses Grieshaber-Werk wieder wie neu wirkt.


Ausfahrt "Auf den Spuren von HAP Grieshaber"

Die Spuren von HAP Grieshaber haben die 28 Kunstinteressierten im Mai 2017 sowohl im Wasserschloss Glatt als auch im ehemaligen Kloster Bernstein gefunden. Im Westflügel des Wasserschlosses konnten die beeindruckenden Werke von HAP Grieshaber, Ricarda Gohr (Gregor-Grieshaber), Paul Kälberer und Hans Ludwig Pfeiffer besichtigt werden. Beeindruckend waren anschließend auch die Torten der Familie Esslinger im legendären Wasserschloss-Café. Doch am meisten berührte der riesige "Ascheengel" in der Gruft der Klosterkirche des ehemaligen Klosters Bernsteins, neun Kilometer von Schloss Glatt entfernt. Dieses Mosaik, aus Schottersteinen vom Straßenrand, erschuf Grieshaber während seiner Zeit als Schulleiter der Bernstein-Schule - eine seiner kreativsten Schaffensperioden. 

Den Kunstausflug hatte Hermann Walz organisiert, als Zusammenspiel des Fördervereins Eninger Kunstwege und der VHS Eningen. Und weil alle Teilnehmer so begeistert waren, versprach er im kommenden Jahr wieder einen Kunstausflug zu organisieren.


Kunst und Gesang

Der Gesangverein Eningen und der Verein Eninger Kunstwege gestalteten am Sonntag, den 23. April 2017 ein gemeinsames Nachmittagskonzert mit Liedern, passend zu Darstellungen des Grieshaber Frieses. 

Eckhard Grebner moderierte und gab Erläuterung zum Fries, gestaltet im Jahr 1959 von HAP Grieshaber und Riccarda Gohr-Grieshaber. Nach einer Kaffee- und Kuchenpause wurde im Anschluss der traditionelle Ehrungsnachmittag des Gesangvereinsdurchgeführt. Während dieses zweiten Teils der Veranstaltung war für die Besucher die Ausstellung im oberen Foyer „Grieshaber und die Schwäbische Alb“ zu sehen.


Mitgliederversammlung 2017

Auf gutem Wege für die Kunst und Kultur

Der Förderverein Eninger Kunstwege besteht inzwischen seit 4 Jahren und zählt aktuell 47 Mitglieder. Der Vorsitzende, Hermann Walz, konnte ein positives Fazit der vielen Aktivitäten des vergangenen Jahres ziehen.

Letztes Jahr wurde die Ausstellung „der politische HAP Grieshaber“ beendet und die Ausstellung “Grieshaber und die Schwäbische Alb“ begonnen. Sie wird bis Mai 2017 zu sehen sein. Die Ausstellung setzt sich aus Beständen der Gemeinde und aus Leihgaben zusammen. Besondere Ausstellungsstücke sind z.Zt. der Nachttisch von Riccarda Gohr-Grieshaber und der Gartenwächter der Stieftochter Nani Croze.

Das Material, das für das Parament „Himmelsleiter“ vom Friedhofsgebäude verwendet wurde, konnte ebenfalls gezeigt werden. Der Dank geht an die Leihgeber: Rotraud Gruber, Dr. Femppel, Alfred Göbel, Familie Grieshaber, Friedrich Gerster und Renate Reihle-Modschiedler.

Am 11.05.2016 fand die Übergabe der Feuervogelvorhänge von 1954 durch das Nationaltheater Mannheim als Dauerleihgabe statt. Dafür stellte die Gemeinde die Empore der Grieshaber-Halle zur Verfügung. Es fand ein Vortrag von Herrn Dr. Hermann Berner über die Geschichte der Pausa in Mössingen statt und Herr Dr. Femppel referierte über den Vorhang.

Eine Sonderausstellung wurde in diesem Zusammenhang durch Alfred Göbel mit dem Thema „Herbst“ organisiert. Zum Schutz der Werke wurde von der Gemeinde an den Frontfenstern UV-Schutzfolie finanziert. Die Gemeinde hat den Fries im Innenbereich letztes Jahr reinigen lassen, und dieses Jahr wird der Fries im Eingangsbereich gereinigt.

Die Ausstellung wird zukünftig alle 6 Monate komplett ausgewechselt. Hermann Walz bedankte sich bei den Helfern und Sachkundigen, die beim Wechsel der Ausstellungen behilflich sind.

Auf dem Eninger Friedhof wurden zwei Infotafeln angebracht, die auch Informationen über den Standort der Künstler-Gräber geben sollen.

HAP Grieshaber Rundweg

Die „Epheben“ am Schillerplatz werden nach wie vor bewundert. In Vorbereitung war die Tafel „Poseidon und Amphitride“, die unterhalb des Grieshaber Grundstücks angebracht werden sollte. Dieses Projekt wurde vorerst gestoppt.

Die Bodenmarkierungstafeln sind noch in Arbeit.

Kunst- und Sinnespfad

Der Verlauf des Kunst- und Sinnespfads soll markiert werden. Die Kunstmeile: Ausstellungen im Rathaus, e-punkt, Kunstraum und Buchhandlung Litera soll mit der Einbeziehung des Krüger Parks ausgebaut werden. Der Schwerpunkt liegt jetzt bei der Gestaltung des Krüger Parks.

Die Beton-Stele von Hajo Pfingsten „Familie“ wurde von der Firma Poco zur Achalmschule umgesetzt. Die Plastik ist ein Geschenk und wurde durch den Malermeister Norbert Sautter aufwändig saniert. Die Bepflanzung erfolgte von der Baumschule Rall und einer Schulklasse.  Die Kosten dieser Aktion übernahm die Gemeinde.

Im kunstRaum stellten bisher MarEl Schaefer, Friedrich Palmer, Beate Göbel, Susanne Immer und Alfred Göbel für jeweils 3 Monate aus.

Beim e-punkt standen bisher Werke von Patrice Bérard, Jürgen Keppeler „ungeschriebenes Buch“, Karola Frasch „Ethnokopf“, Susanne Immer „Aufschwung“. Z. Zt. stellt Susanne Dohm-Sauter ihre Plastik „Endlos“ aus.

Im Grünen Hof steht die Friedensstele von Günter Fleisch, die von Herrn Sautter restauriert wurde.

Im Krüger Park fand die Krokusbepflanzung statt und es gibt weitere Überlegungen zu Bänken und Ruhebereichen. Die „Gordona“ von Gudrun Krüger soll dieses Jahr in den Krüger Park versetzt werden und zwar an den Eingang von der Bahnhofstraße.

Der Entwurf einer Plastik von Susanne Immer für den Krüger Park ist im Vorstand bestätigt worden. Offen ist noch die Finanzierung und die formale Zustimmung der Gemeinde.

Am Bärenbrunnen gibt es noch keinen Fortschritt wegen der strengen Verkehrsvorschriften an diesem Platz.

Im September 2016 hielt Günter Fleisch mit Rebecca Hummel und Ulrich Lukaszewitz einen Vortrag über den politischen HAP Grieshaber. Begleitend dazu konnten Plakate der Sammlung Hermann aus Ostfildern gezeigt werden.

Es besteht der Wunsch der Vorstände für einen Kultur-Bahnhof (ehemaliger Straßenbahnhof), der in der Bürgerbeteiligung vorgetragen wurde. Alternativ gibt es den Vorschlag eines Kultur Cafés in Verbindung mit einem Mehrgenerationenprojekt von einer anderen Interessengruppe.

Zum Pavillon Flurstück 100 wurde ein Zugang geschaffen. Am Freitag, 14. Juli 2017, wird der sanierte Pavillon an einem Kulturwochenende der Öffentlichkeit übergeben. Gleichzeitig wird die Gründung  einer Kulturstiftung unter dem Dach der Paul-Jauch-Stiftung mit Vernissage, Musik und Lesung stattfinden.

Die Eninger Kulturstiftung soll zum Stiftungszweck Eninger Kunst- und Kulturprojekte fördern. Ein Projektantrag kann jährlich gestellt werden. Der Stiftungsrat entscheidet mit Experten darüber, wer Gelder erhalten soll. Jährlich soll ein fester Betrag in die Stiftung fließen. Zustifter werden noch gesucht.

Die Internetseite wurde durch Thomas Altmann erstellt. Thomas Niethammer hat inzwischen die Pflege dieser Seite übernommen. (www.kunstwege-eningen.de).

Wahlen

Der Vorsitzende Hermann Walz wurde wiedergewählt.

Die stellvertretende Vorsitzende MarEl Schaefer wurde anstelle von Werner Köhnlein gewählt, der nicht mehr für diese Aufgabe zur Verfügung stand.

Es wird noch ein weitere(r) stellv. Vorsitzende(r) gesucht.

Die Funktion des Schatzmeisters konnte nicht besetzt werden, da Alfred Göbel nicht mehr kandidierte. Sie soll übergangsweise vom Vorstand organisiert werden, bis ein Mitglied gefunden ist.

Als Schriftführerin und zuständig für Öffentlichkeitsarbeit wurde Inge Niethammer gewählt.

Die Beisitzer Peter Hespeler, Annegret Romer und Christiane Tamm wurden ebenfalls gewählt.

Als Rechnungsprüfer wurden Edeltraud Willjung und Winfried Baumann bestimmt. Eva Hummel ist als Vertreterin der Gemeinde und Annemarie Winter als Vertreterin des Paul-Jauch-Freundeskreises beratend tätig. Beauftragter für die Pflege der Internetseite ist Thomas Niethammer.

Die vom Vorsitzenden vorgetragenen Änderungen der Vereinssatzung wurden einstimmig beschlossen.

§ 2, Punkt 7: Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.“

Das Finanzamt verlangt außerdem eine neue Formulierung: § 12 Auflösung des Vereins:

„Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Gemeinde Eningen, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.“

 Der Vorsitzende gab einen Ausblick über die geplanten Aktivitäten 2017

  • Flugblatt für Kunst- und Sinnespfad
  • Umsetzung der „Gordona“ von Gudrun Krüger
  • Fortführung des HAP Grieshaber Rundweges
  • neue Ausstellung in der Grieshaber-Halle ab Sommer/Herbst
  • Begleitprogramme für Ausstellungen sind angedacht
  • Gewinnung neuer Mitglieder
  • Fortführung der Bepflanzung mit Frühlingsblühern und Sitzgelegenheiten im Krüger Park
  • Nutzung Pavillon Flurstück 100
  • Abendspaziergänge entlang des Kunst- und Sinnespfads und HAP Grieshaber Rundwegs
  • Ausfahrt ins Wasserschloss Glatt im Mai in Verbindung mit der VHS

Susanne Dohm-Sauter auf dem e Punkt

Die Reutlinger Künstlerin Susanne Dohm-Sauter stellte von Ende März 2017 bis Ende Juni 2017 die Skulptur „Endlos“ vor dem Eninger Rathaus aus. Zusätzlich zeigte auch Susanne Dohm-Sauter im KunstRaum in der Eugenstraße aktuelle Arbeiten.

Susanne Dohm-Sauter lebt in Reutlingen und arbeitet als freischaffende Künstlerin und Dozentin. Ihre Skulptur „Endlos“ basiert auf grell-bunten Plastiktüten als Ausgangsmaterial. Die Tüten werden zweckentfremdet und finden ein neues Dasein in der ästhetischen Form. Das Objekt soll nicht im politischen Sinne anklagen, sondern viel mehr den Betrachter dazu anregen sich mit dem eigenen Konsumverhalten auseinander zu setzen.

Bei der Einweihung der Skulptur "Endlos"

Grieshaber-Ausstellung 2016/17

"HAP Grieshaber und die Schwäbische Alb"

Der Förderverein Eninger Kunstwege e.V. hat aus Beständen der Gemeinde Eningen eine ständige Ausstellung eingerichtet, die von August 2016 bis Mai 2017 in der HAP-Grieshaber-Halle die Sonderschau zum Thema Schwäbische Alb zeigte.

Es waren neben Holzschnitten aus verschiedenen Epochen wie z.B. der Zyklus „The Swabian Alb“ und spätere Holzschnitte mit Albthemen, auch Leihgaben von privaten Sammlern und der Familie Grieshaber (Urkunden und persönliche Gegenstände) zu sehen.

Eine Rarität auf der Empore bilden mehrere Entwürfe für Friestafeln, die Grundlage für den Grieshaber Fries in der Halle waren. Auch der Bühnenzwischenvorhang aus dem Ballett „Feuervogel“ ist als Leihgabe des Nationaltheaters Mannheim zu bewundern.

Nur für kurze Zeit waren ausgestellt:

- Bemaltes Nachtkästchen von Riccarda Gregor-Grieshaber

- „Der Gartenwächter“, eine Glasstele der Stieftochter von HAP Grieshaber Nani Croze, die in Nairobi/Kenia lebt. Sie ist dort eine sehr bekannte Glaskünstlerin.

- wertvolle Kunstbücher aus dem Schaffen von HAP Grieshaber (Malbriefe)

- Webmuster für das Kanzelparament „Himmelsleiter“ in der Friedhofhalle Eningen. Gefertigt wurde es nach einem Entwurf von HAP Grieshaber durch das Atelier für Bildweberei Getrud Bernhardt in Reutlingen im Jahr 1972.  Renate  Reihle-Modschiedler, damals Praktikantin beim Atelier Bernhardt bewahrte die Versuchs- und Farbmuster auf, die übrigens aus Kunststoff bestehen. Sie war am 4.12.2016 in der Ausstellung anwesend und informierte über die Herstellungstechnik und die diversen Farbmuster.


Susanne Immer auf dem e Punkt

Die international bekannte Reutlinger Künstlerin Susanne Immer stellte von Oktober 2016 bis März 2017 auf dem e Punkt vor dem Eninger Rathaus ihre neueste Skulptur „Aufschwung“ aus. Der e Punkt ist eine Station des Kunst- und Sinnespfades in Eningen. Gleichzeitig zeigte sie im „kunstRaum“, eine weitere Station des Kunst- und Sinnespfades, in der Eugenstraße 5 (Gesundhaus) neue bildnerische Arbeiten.

Es war die vierte Ausstellung auf Zeit, die vom Förderverein Eninger Kunstwege an diesen Plätzen seit 2015 veranstaltet und von Friedrich Palmer betreut und gemeinsam mit MarEl Schaefer organisiert wird.

Am Dienstag, den 25. Oktober 2016 erläuterte die Künstlerin vor einem Kreis von Interessenten ihr Werk. Für sie ist die Darstellung von Raum, Zeit und Energie das Thema, das sie in ihren Kunstwerken umsetzt. Dabei ist die Spiralform ein wiederkehrendes Merkmal der Künstlerin. Hier auch als eine in der stetigen  Aufwärts- oder Abwärtsbewegung auftauchende Wiederholung oder Kehrtwende, die sich dann letztlich in die Unbegrenztheit bewegt. Da für sie typische leuchtende Rot der starken und wechselhaften Bewegungen wird zum positiven Energieträger.

Susanne Immer und Bürgermeister Alexander Schweizer vor dem "Aufschwung"